Diesmal durften Torment of Souls und Vendetta aufspielen, um den Headliner Asphyx zu unterstützen.

Wie bereits beim ersten MetalCruise erwartete uns bestes Wetter in Koblenz und wir fanden sogar auf Anhieb einen Parkplatz in der sonst immer vollgeparkten Ecke direkt beim Pegelhäuschen.

Wohl nur wenige Tage oder Stunden vor dem Metal Cruise ist ein Schiff einer anderen Reederei abgebrannt, und so musste „unsere“ MS Rheingold als Ersatzschiff noch eine längere Schicht mit Omas und Torten auf dem Rhein verbringen. Das MetalCruise verschob sich also mit Vorankündigung auf der Homepage um eine gute Stunde, was aber dem Ganzen sicherlich keinen Abbruch tat.

Recht pünktlich begann der Einlass dann also um 20 Uhr und wir legten praktisch auf die Minute genau eine Stunde später ab. Torment of Souls begannen sogleich mit ihrer Arbeit und warteten mit einer bereits wohl bekannten Eigenheit ihrer Bandlaufbahn auf. Stark eingesaut mit (Kunst)blut und „bewaffnet“ mit diversen Accessoires begannen sie ihren Auftritt. Seit 1994 machen die Mannen rund um Markus Reger allerfeinstes Geknüppel, als Besonderheit sogar mit drei Gitarren auf der Bühne. Ihr Markenzeichen sind die besagten Accessoires. Ein abgeschlagenes Kunstbein, ein Fuß und ein absolut mit Blut besudelter großer Teddy, dem die Eingeweide und das Gehirn herausgerissen wurden (und mit PU-Schaum ersetzt).

Ihr Aufspielen wurde von vielen Metalfreunden begleitet, obwohl die Sonne noch den Einen oder Anderen auf der luftige Oberdeck gezogen hatte, und so konnten sich Torment of Souls über viel Publikum freuen.

Nach kurzer Umbaupause durften dann Vendetta die geneigte Zuhörerschaft ab 22 Uhr beglücken. Die Viererkombo rund um Frontmann Mario wurde nach fast 20 Jahren Inaktivität im Jahr 2007 erneut aus der Taufe gehoben und weiß natürlich mit Stücken ihres aktuellen Albums „Hate“ aufzuwarten. Anders als Torment of Souls wissen Vendetta eher über klarere Riffs zum Zuhörer zu gelangen und konnten sehr überzeugen.

Ab halb zwölf erschienen dann Asphyx, die der mittlerweile vollständig vor der Bühne aufgelaufenen Meute schwarz Gekleideter kräftig einheizten. Die Truppe stammt aus den Niederlanden und hat sich ebenso wie Vendetta 2007 neu zusammengefunden, nachdem sie sich nach einer Gründung in den 80ern später auseinander gelebt hatte. Mit ihrem äußerst schlagkräftigen Death Metal eroberten sie sofort die Herzen der Besucher, die alsbald nach Leibeskräften mitgebangten.

Entsprechend der verspäteten Abfahrt in Koblenz erreichten wir nun eine Stunde später als geplant um ca. 1 Uhr wieder die Anlegestelle, woraufhin ein großer Teil der Besucher zusammen mit den Bands noch die AfterShow-Feier in der Stadt enterte.

Fazit: Die Orga des MetalCruise hat erneut ein erstaunliches Talent für genau den richtigen Moment und die Auswahl der exakt richtigen Bands für drei Konzerte auf einem Rheinschiff entwickelt. Somit wurde das Metal Cruise III wie auch seine zwei Vorgänger zu einem vollen Erfolg. Für die Verspätung der gesamten Reise in das Reich der Musik konnten sie nichts, und es hat alles dennoch perfekt funktioniert. Man darf sich auf eine Fortführung vermutlich im Herbst 2008 freuen.