Drei Konzerte an einem Abend bringen freudige Aussichten, und dass das Ganze auch noch auf einem Schiff statt finden sollte setzte zusammen mit dem super Wetter allem eine Krone auf..

Die ersten Schritte nach der Parkplatzfindung galten dem Anleger für das Schiff, damit wir später nicht zu suchen hatten.

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Bereits auf dem Weg dahin begegnete ich unseren Freunden, den schwarz berockten. Sicherlich kam dies vielen Touristen, die am Rhein spazieren gingen spanisch vor. Ab 15 Uhr zog es uns dann in die Stadt, wo bereits in diversen Bars und Kneipen in der Altstadt fröhliche Gelage für den kommenden Abend stattfanden und der wartenden Kundschaft die Vorfreude ansah.

Bedingt durch das spitzen Wetter belagerten alsbald viele Freunde der harten Klänge die Grünflächen rund um den Bootsanlage und um ca. 19.30 Uhr wurde der Eintritt freigegeben. Der Run auf das Boot fand kein Halten mehr, und so enterten gute 550 Leute das Schiffchen binnen Rekordzeit. Wir legten pünktlich um 20.10Uhr Rheinaufwärts ab, und nur fünf Minuten später gaben sich bereits Metal Inquisitor die Ehre auf der auf dem oberen Deck eingerichteten „Bühne“.

Die direkt aus Koblenz stammende Band heizte dem Publikum bereits ab dem ersten Track „Restricted Argony“ ordentlich ein, und El Rojo freute sich tierisch darüber, noch im Hellen ein paar ihm bekannte Standorte entlang des Rhein abzufahren.

Die Bauhöhe der Etage und die Größe des Fronters verhinderten allerdings erfolgreich jegliche Versuche zu hüpfen oder durch die Gegend zu springen. Über diverse schnelle und harte Tracks wie „Take Revenge“ und „Daze of Avalon“ zeigten Metal Inquisitor was sie zu bieten hatten und das Publikum ging dankbar mit. Kein Zeichen von Müdigkeit oder Desinteresse bei den Openern, die ja bekanntlich oft einen schweren Stand haben. Die Vorstellung war leider bereits um 21Uhr beendet, denn die Zeit drängte.

Nach einer kurzen Umbaupause stürmten Desaster auf die Bühne – teilweise perfekt geschminkt wie man es z.B. von Endstille kennt (Odin) – , und wollten ihrem Namen alle Ehre machen. Sie eröffneten das Schlachtfeld mit „In the Ban of S 8“ und die Zuhörer fanden kein Halten mehr. Bereits beim zweiten Track war der Ansturm auf die Band so verheerend, das die Absperrung zur Bühne und damit einziger Wellenbrecher seine Flügel streckte und aus der Verankerung brach.

Die ersten paar Reihen der geneigten Hörerschaft ergossen sich auf die Bühne und die Band. Verletzte suchte man zum Glück vergebens, denn sowohl das Publikum, das sofort einige Schritte zurück machte und die gestürzten Freunde hochzogen, wie auch die sofort zur Stelle seihende Security zeigten Nerven und so konnte Schlimmeres verhindert werden. Ein großes Lob meinerseits. Desaster haben nach diesem gleichnamigen Ereignis sicher Einiges zu erzählen.

Nach kurzer Unterbrechung konnte die Vorstellung fortgesetzt werden und die Truppe um Shouter Sataniac spielte mit absoluten Rennern wie „Witchcraft“ und „Sacrilege“ihr Programm gekonnt runter. Den Abschluss machte „Noctural Witch“ nach einer vollendeten Stunde super Geknüppel.

Wir hatten damit ungefähr Halbzeit der Fahrt erreicht, und nach einer wiederholten Umpause konnten Primodial aus Irland zeigen was sie musikalisch und stimmungstechnisch mitgebracht haben. Auch dessen Shouter Alan Averill Nemtheanga hatte sich vorher zurecht gemacht und wartete mit mamorweißem Gesicht, das durchzogen von schwarzen Fingerspuren war auf.

Der Einstieg war gigantisch, und die Band wusste wie sie das bereits perfekt vorgeheizte Publikum zum Toben brachte. Obwohl, oder gerade weil, keinerlei Absperrung mehr zwischen Fans und Musikern vorhanden war, war die Menge sehr souverän und zeigte keine Ambitionen zum Schubsen oder Drängeln.

Primordial nutzen diese Gunst der Stunde und zeigten Nähe. Umarmungen oder das direkte Reinreichen des Micros in die ersten Reihen waren zu sehen. Nach ewig langen Tracks vom letzten Album „The Gathering Wilderness“, die einfach jeden Mattenschüttler dazu brachten ihre Arbeit zu tun beendeten Primordial ihren Auftritt mit einer kurzen Zugabe, da wir nach ca. 1.15h Spielzeit praktisch pünktlich um 23.50 wieder an unseren Ausgangspunkt anlegen mussten.

Das drehen während des Auftritts dürften wohl nicht viele mitbekommen haben. Leider wurde somit die Schlussglocke geschlagen beim MetalCruise, und Primordial wollte man gar nicht mehr gehen lassen.

So mussten wir uns leider bald wieder auf den Weg aus Koblenz raus machen, denn die Zeit war wie im Fluge vergangen. Alles in Allem ein sehr gelungenes Konzert. Sehr zu empfehlen.