Dr. Hammer Inc. – Death From Above

Dr. Hammer Inc. - Death From Above

Dr. Hammer Inc. – Death From Above

Hinter Dr. Hammer Inc. verbergen sich drei Brüder aus Finnland, die nach einer Kiss– und einer Motörhead-Coverband nun auf eigenen musikalischen Beinen stehen (wollen).

Dass die Jungs zuvor in besagten Coverbands gespielt haben, merkt man deutlich, so bietet vor allem die Bandhymne „Doctor Hammer“ einen starken Motörhead Anstrich. Dadurch wird der Song auch zum Besten des kompletten Albums. Denn auf „Death From Above“ regiert vor allem eins: organisierte Langeweile und Abwechslungslosigkeit. Vor allem die Inkompetenz des Sängers, der mehr gelangweilt und schräg durch die Landschaft trällert, sorgt für Missmut. An den Instrumenten klingt das Ganze zwar unausgereift, aber durchaus mit Zukunftschancen. Vor allem bei der Hymne (oder besser dem Versuch einer solchen) „Freezing“ ziehen sich einem die Fußnägel hoch.

Wenn man von Dr. Hammer Inc auch in Zukunft noch etwas hören möchte, empfehle ich ganz dringend über den Gesangsposten nachzudenken. Der Rest ist nämlich, wie gesagt, ganz in Ordnung. Trotzdem nur zwei Punkte, da der Gesamteindruck stark getrübt wird.

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Label: DHI Productions
Genre: Hard Rock, Stoner Rock
Releasedate: 2009-05-24
Web: http://www.drhammerinc.com
Punkte: 4

Autor: Darkthrone

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Witchbreed – Heretic Rapture

Witchbreed - Heretic Rapture

Witchbreed – Heretic Rapture

Neuestes Label-Highlight von Ascendance Records sollen nach eigenen Angaben die Herren und Dame von Witchbreed sein. Interessant war dabei zunächst, dass es sich hierbei um die neue Band vom Ex-Bassisten Ares von Moonspell handelt. Wie sich rausstellt haben Witchbreed und Moonspell weniger gemeinsam als erwartet, außer vielleicht die Nationalität.

Um allen aufkommenden Vorurteilen über Metalbands mit Frauengesang zuvorzukommen: Nein, dass ist keine Symphonic-, Atmospheric-, oder Opera-Metalband mit einer Stimme an der Front, die zuckersüße, piepsig hohe Töne trällert, oder es zumindest versucht. Sängerin Ruby singt wie eine Mischung aus Lacuna Coil-Frontfrau Cristina Scabbia und After Forever-Dame Floor Jansen mit ungefähr fünfmal mehr Power.

Dieses Organ verdient für seine Leistung mindestens vier Gitarren, wenn es nach dem zweiten Song nicht anfangen würde zu nerven. Man muss nicht jede Sekunde 110 Prozent geben, was man mehr als deutlich wahrnimmt, und das ist die klare Schwachstelle von „Heretic Rapture“.

Musikalisch, sprich instrumentalisch, hat diese Band einiges drauf. Insgesamt sind 13 Songs abwechslungsreich und gut komponiert und produziert. Einige, aber längst nicht alle, Melodien gehen ins Ohr, sowohl langsame Stücke, als auch schnelle, fast schon thrashige Riffs sind dabei. Hier und da einige kleine Keyboard-Untermalungen, um etwas mehr Düsternis rüberzubringen. (Achtung: Moonspell-Parallele). Leider wird der Gesang zu sehr in den Vordergrund gerückt, währenddessen die Gitarren leider deutlich zurückgedrängt werden. „Symphony For The Fallen“, „Rebel Blood“ und „Firethrone“ sind die besten Songs auf dem Album und wahrlich starke Stücke, sowohl gesanglich als auch instrumentalisch. Ob „Heretic Rapture“ mit den restlichen 10 Songs, es trotzdem schafft, aus Portugal rauszukommen und in anderen Ländern gespielt zu werden, würde ich noch nicht behaupten. Vielleicht beim nächsten Album. Das Potential ist schonmal da.

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Label: Ascendance Records
Genre: Dark Metal
Releasedate: 2009-07-29
Web: http://www.myspace.com/witchbreed
Punkte: 5

Autor: Kraut

The Raven – One Last Time [EP]

The Raven - One Last Time [EP]

The Raven – One Last Time [EP]

„One Last Time“ als Titel für das eigene Debüt zu wählen, wirkt nicht sonderlich selbstbewusst, eher wie die verzweifelte Absage an das eigene Können. Doch Namen sind Schall und Rauch, wie schon Goethe sagte, und dementsprechend soll hier nur der Inhalt der vorliegenden EP zählen.

Enthalten sind fünf Songs der euroamerikanischen Gothic Metal Band The Raven, die seit zwei Jahren existiert und von Davey Strehler, einem gebürtigen Schweizer, ins Leben gerufen wurde. Laut eigenen Angaben vermengen The Raven die Melancholie Europas und die aggressive Atmosphäre des Hollywood Glam- und Goth–Metal, gewürzt mit Stilen aus aller Welt. Großmäulige Phrasen wie diese liest man gerne in diesem Genre, was einfach nur Gothic Metal ist und offenbar einer großspurigen Herkunftsgeschichte bedarf. Dabei hätten The Raven es nicht unbedingt nötig. Für eine fünf-Song EP wird gute Qualität geliefert, die Songs sind unterhaltsam und kurzweilig, es gibt eingängige Passagen und ein sehr gelungenes, weil recht nah am Original gehaltenes, Cover des Beatles- Klassikers „Eleonor Rigby“.

Musikalisch und gesanglich gibt es keine Einwände, man hätte sich dann doch etwas mehr gewünscht. Die Tatsache, dass hier nur eine EP geboten wird, auf der vier eigene und ein „fremdes“ Stück dargeboten werden, ist ein definitiver Malus wenn man Preis/Leistung abwägt. EP Erscheinungen sollten sich spätestens seit legaler Downloadportale erledigt haben, gerade in Zeiten, wo allerortens in Musik- und Filmindustrie über Verluste durch illegale Downloads geklagt wird.

Trotzdem, der Inhalt bleibt gut, The Raven sind definitiv eine Band, die sich eine gute, stilfeste Basis gebaut haben und von hier aus sicher noch weiter aufsteigen können, sowohl qualitativ wie quantitiv. Drei Gitarren.

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Label: Purple Rose Records
Genre: Gothic Metal
Releasedate: 2009-07-04
Web: http://www.myspace.com/theravenofficial
Punkte: 6

Autor: Sage

Demonical – Hellsworn

Demonical - Hellsworn

Demonical – Hellsworn

Die aus Centinex entstandenen Demonical legen mit „Hellsworn“ ihren zweiten Longplayer vor, der einen sogleich in Stockholms alte Death Metal-Schule der 1990er versetzt. Den Namen, den sie sich mit ihrem Erstwerk gemacht haben, scheinen sie nun noch einmal in noch höheren Tönen hören zu wollen und das haben sie wohl auch geschafft.

Johan Jansson, Martin Schulman und Ronnie Bergerstahl, die unteranderem auch bei Bands wie Grave und Interment mitmischen, haben sich 2008 mit Sverker Widgren einen neuen Sänger ins Boot geholt, der zeitgleich auch für die Produktion verantwortlich und erstmals auf „Hellsworn“ zu hören ist.

35 Minuten wird einem ein volles Old-School-Brett geboten, welches eine leichte Thrash-Note vorzuweisen hat und eine düstere Atmosphäre versprüht. Größtenteils wird ein relativ hohes Tempo gehalten, aber zwischendurch gibt es einige Groove-Parts und langsame Passagen, die alles niederwalzen.

Mit „Götter des Nordens“ haben die Schweden sogar ein Stück mit deutschen Lyrics vorzuweisen, welches sehr eingängig ist und zum Headbangen einlädt. Der Song „Death Metal Darkness“ überzeugt in allen Zügen und ist für mich der Übersong dieser Scheibe.

Fans von Entombed, Dismember, Hypocrisy und anderen Vertretern der alten Schweden Schule können mit dem Kauf von „Hellsworn“ rein gar nichts falsch machen und sollten sich diesen Ohrenschmaus auch nicht entgehen lassen.

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Label: Cyclone Empire
Genre: Death Metal
Releasedate: 2009-05-15
Web: http://www.demonical.net
Punkte: 8

Autor: Dextro

Eradicator – The Atomic Blast

Eradicator - The Atomic Blast

Eradicator – The Atomic Blast

Bäm! Schlag auf die Ohren und sofort ist man in den 80’s. Genau dieses Gefühl geben einem die vier Thrasher von Eradicator beim Einlegen von „The Atomic Blast“, die mit diesem Erstling sicherlich auch in der damaligen Bay Area Anerkennungen gefunden hätten.

Doppelstimmige Leadgitarren, viele Tempowechsel, geile Riffs und ’ne rotzige Stimme, all das wird einem auf dieser Scheibe geboten und davon auch nicht zu wenig. Das heißt im Groben, dass jeder Kuttenträger vollkommen zufrieden sein sollte. Beeinflussen lassen haben sich die Sauerländer offensichtlich von Bands wie Megadeth, Testament, Exodus und anderen Veteranen aus der Szene.

Der Songtext von „Thrashing Through The Pit“ ist leicht einzuprägen und könnte sich irgendwann als Hymne der Band etablieren. Ansonsten handeln die Songtexte größtenteils von Krieg, entweder im Inneren des Kopfes oder auf dem Schlachtfeld. Einfach gestrickt, aber dafür überraschend gut.

Wenn ich einen von den neun genialen Songs aussuchen müsste, wäre es wohl „Possessed By The Devil“. Den habe ich mir gleich drei mal hintereinander angehört, weil er einfach komplett überzeugt.

Mit „The Atomic Blast“ wurde ein, mit Liebe zum Detail, angefertigtes Debüt abgeliefert, welches wirklich erstklassig ist. Wollen wir hoffen, dass es in Zukunft noch mehr davon gibt!

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Label: Yonah Records
Genre: Thrash Metal
Releasedate: 2009-05-15
Web: http://www.eradicator.de
Punkte: 8

Autor: Dextro

Ahab – The Divinity Of Oceans

Ahab - The Divinity Of Oceans

Ahab – The Divinity Of Oceans

Nach dem viel beachteten und diskutiertem Debüt-Album von Ahab „The Call Of The Wretched Sea“ aus dem Jahre 2006, erscheint nun ein neues Album mit dem Namen „The Divinity Of Oceans“. Das ursprüngliche Veröffentlichungsdatum 24.07.2009 konnte Aufgrund eines Labelwechsels nicht eingehalten werden, und so erscheint die Scheibe nun am 07. August.

Die Band hat sich seit ihrem Debüt zweifellos weiterentwickelt. Gleich geblieben sind das extrem langsame Tempo, die düstere Stimmung und die meist sprechmelodisch, intonierten Growls von Daniel Droste. Hinzugekommen sind ruhigere, leisere Passagen, die sogar einen klaren Gesang enthalten und so für Abwechslung sorgen. Insgesamt wurde die Dynamik und Rhythmusvarianz der Musik vergrößert, sodass der stellenweise statische Eindruck der Debüt-CD mühelos überwunden wurde.

Das erste Stück der CD umfasst gleich mehr als 12 Minuten Spielzeit, die den Stil der CD schon ziemlich gut vorgeben. Hier wechseln sich ruhige, lyrische Stellen ohne verzerrte Gitarrenriffs mit düsteren, schleppenden Stellen ab: die einen mit Klargesang und/oder klaren, sauberen Klängen, teilweise umspielt von Sampels; die anderen mit Growls und härteren Gitarren- und Bassklängen.

Das Titelstück „The Divinity Of Oceans“ enthält ebenfalls klar gesungene Stellen, härtere Gitarrenriffs und stellenweise wird sogar das ultra-slow-Tempo durch treibendere Passagen durchbrochen. Allerdings klingen hier die ruhigeren Passagen sehr gothic-like und der an einigen Stellen etwas weinerliche Gesang doch noch etwas unbeholfen.

Trotzdem wird eine Stimmung, die zwischen einem Leichenzug, der langsam und behäbig dem Untergang entgegen schreitet, tiefer Trauer und dem Trotz zerstörerischer Doom-Riffs wechselt, erzeugt.

Die Stücke „Oh Father Sea“, „Redemption Lost“ und „Tombstone Carousel“ enthalten recht lange Passagen, in denen freundliche Klänge dominieren, wie eine aufgerissene Wolkendecke nach einem Sturm, hier aber nur um sich gleich wieder in Dunkelheit und Zerstörung aufzulösen.

Das sechste Stück „Gnawing Bones“ enthält Klargesang-Passagen mit denen ich mich persönlich nicht so recht anfreunden kann. Der Gesang ist hier sehr geleiert, weinerlich, traurig, die Musik dazu ruhig, verspielt romantisch-traurig, irgendwie ein Versuch von „Heavenly Voices“ mit einer Männerstimme. Zwischendurch wird dieser heile-Welt-Versuch durch die Doom-Gitarrenriffs und die Growls weggewischt, sodass wieder die tiefe, schwarze See erreicht wird. Trotzdem ist das Stück interessant anzuhören und ein definitives Urteil darüber fällt mir schwer.

Das Schlussstück der CD beginnt wiederum sehr ruhig mit Klargesang, die so verhallt sind und leise abgemischt, wie ein Mönchsgesang in einer Kirche. Dann setzen auch hier die Growls ein, etwas treibendere Gitarren, bis diese wieder von Cleanparts mit schleppenderem Rhythmus abgelöst werden. Interessant an diesem Stück ist, wie der Sänger von klaren Vokals fast schon unbemerkt in growligere Passagen wechselt.

Insgesamt kann ich nur empfehlen, sich die CD in Ruhe anzuhören. Sie spielt mit Licht und Schatten, Zwielicht und tiefer Dunkelheit. Lasst Euch entführen auf die dunkle See; in die Untiefen, Sturm und aufgerissener Himmel – das drohende Versinken in der unerbittlichen See.

Ein Funeral Doom, den Ahab selbst als Nautic Funeral Doom bezeichnet; hier ein Auf- und Ab der schwarzen Wellen einer bewegten Nacht auf See. Mein Gesamteindruck der CD ist daher sehr positiv. Ein wenig Abstriche gibt es aus meiner Sicht wegen des manchmal etwas unbeholfenen Klargesangs, ich hoffe, dass Ahab diesen in der nächsten CD nicht weiter ausbauen, sondern eher etwas zurückfahren und weniger weinerlich gestalten.

Insgesamt haben Ahab einen eigenen Funeral Doom Stil entwickelt, der in dem Wechsel zwischen Klargesang und Growls an Shape Of Despair erinnert in den rein doomigeren Passagen jedoch an Doom-Bands wie My Shameful oder Evoken.

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Label: Edel Records
Genre: Doom Metal
Releasedate: 2009-08-07
Web: http://www.ahab-doom.de
Punkte: 8

Autor: Blaue Nacht

Hyades – The Roots Of Trash

Hyades - The Roots Of Trash

Hyades – The Roots Of Trash

Na, wer kennt das gute Metal-Album mit dem Ed Repka-Cover? Zu Megadeths „Rust In Peace“, Deaths „Spiritual Healing oder neueren Ergüssen wie Guillotines „Blood Money“ versuchen sich mit dem bereits dritten Album die Italiener von Hyades nun auch zu der illustren Runde hinzuzugesellen.

Beim Intro „Long Way Back Home“ und beim ersten regulären Song „I Belong To No One“ fühlt man sich noch stark an Testament erinnert, sowohl vom Riffing her als auch vom Gesang von Frontmann Marco Colombo, der Chuck Billy stellenweise verdächtig nahe kommt, während er bei „A.F.M.F.“ (Was im übrigen für „Anti Fashion Megamosh Force steht) und „The Moshing Reel (Hyades III)“ eher nach Tankard-Frontplauze Gerre oder nach Steve Souza (Ex-Exodus, Dublin Death Patrol, Tenet) klingt.

Die Instrumentalfraktion um Hauptkomponist Lorenzo Testa wildert da eher in den Gefilden von Exodus und Anthrax.

Musikalisch wird, wie bei den meisten Bands der „New Wave Of Old School Thrash Metal“ wenig Neues geboten, aber das wird die Zielgruppe genausowenig stören wie die Band selber, und es wird auch wohl niemand etwas anderes erwartet haben.

Geboten bekommt der Hörer knappe 45 Minuten Old School Thrash Metal, mal sozialkritisch, mal mit einem Augenzwinkern, mal melodisch und mal „aufs Maul“. Fans der oben genannten Bands machen garantiert nichts falsch, alle anderen sollten vorher reinhören. Fürs Gesamtwerk gibts 2,5 Gitarren, und für das Bandmotto „Thrash now, work later!“ nochmal 0,5 oben drauf.

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Label: Mausoleum Records
Genre: Thrash Metal
Releasedate: 2009-06-19
Web: http://www.hyadesmetal.com
Punkte: 6

Autor: Tobi

Urfaust – IX: Einsiedler

Kunst. Philosophie. Ambiente. Zwei Lieder mit einer Gesamtspielzeit von 18:57. Das ist Urfausts „IX: Einsiedler“.

Urfaust sind IX und VRDRBR, die schon seit 2004 ihre Musik erklingen lassen. Mit düsterer Atmosphäre und Textpassagen aus dem Stück „Faust“ von Goethe, ließen sich die ersten beiden Alben („Geist ist Teufel“ & „Verräterischer, Nichtswürdiger Geist“) einspielen. Es folgten weitere Splits mit Joyless, The Ruins Of Beverast und Circle Of Ouroborus und eine MCD namens „Drei Rituale Jenseits des Kosmos“.

Zuallererst zum Cover und der Aufmachung der CD. Es zeigt düstere Atmosphäre, wie ein Buchdruck aufgemacht, und ein Motiv, das perfekt zur Musik passt. Das Booklet erinnert einen stark an Darkspace.

Und nun zur Musik. Düster und geheimnisvoll. Voller Emotionen. Das Album hat für den bekennenden Urfaust Fan sicher eine riesen Atmosphäre mit simplen aber tollen Riffs, jedoch ist diese Atmosphäre sicher nicht für jeden etwas, denn es ist schrill und für den ein oder anderen sicher nach längerer Zeit nervtötend. Der Gesang ist im Gegensatz zu anderen Black Metal Bands eine Mischung aus Clean und Scream. IX und VRDRBR haben mit diesem Mini-Album für den Fan von düsterer Atmosphäre ein solides gutes Album, das sicherlich ins CD-Regal gehört, geschaffen.

Dennoch, ohne jeden Zweifel, merkt man, wie sehr die beiden ihre Musik lieben und leben. Das Lied „Verderber“ ist ein Tribut an den Sänger Steingrim Torson von Celestial Bloodshed, der dieses Frühjahr verstorben ist. Angesichts dessen, dass dieses Album von zwei Leuten so eine düstere Stimmung hat.

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Label: Van Records
Genre: Black Metal
Releasedate: 2009-08-07
Web: http://www.myspace.com/urfaustfans
Punkte: 7

Autor: Urfaust

Seventh Angel – The Dust Of Years

Seventh Angel - The Dust Of Years

Seventh Angel – The Dust Of Years

Ja es mag ja sein, Doom Metal ist unglaublich toll und innovativ. Aber andererseits hab ich manchmal das Gefühl, dass man in diesem Sub-Genre frei nach dem Motto „Kennt man eine, kennt man alle“ vor sich hin existiert. Aber vielleicht ist das ja auf dem neuen Album „The Dust of Years“ von Seventh Angle anders. Schließlich heißt es, dass die Jungs auch mit Thrash Metal arbeiten. Wollen wir doch mal sehen, was die neun Songs mit einer Gesamtspiellänge von knapp einer Stunde zu bieten haben.

Tatsächlich ist der erste Eindruck durchaus energiegeladen. Für reinen Thrash zwar schon etwas langsam, aber man ist ja genügsam. Okay, die schrägen Choräle sind schon etwas nervig, vor allem, weil sie die sonst gut growlende Stimme in den Hintergrund rücken, sogar die meiste Zeit ablösen.

Dass sich die folgenden Tracks nicht alle in der sonst so üblichen Lethargie verlaufen, ist ein weiterer Pluspunkt. Und das ist nicht einmal der Letzte, denn dass das Gitarrenspiel durch Präzision auffällt, zumindest an den Stellen, wo es nicht zwingend anders sein muss, und auch das die langsameren Sequenzen durch gekonnte Breaks glänzen, macht die ganze Sache mehr als nur erträglich.

Insgesamt ist „The Dust of Years“ in der Tat eine Sache, die man sich ruhig ab und an mal antun kann. Dass die Empfehlung natürlich nur für solche Leute gilt, die ruhig mal was düsteres abkönnen, liegt allerdings in ihrer Natur. Von mir gibt’s hier zufriedenstellende 3,5 Gitarren. Potential ist aber sicher noch mehr da.

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Label: Bombworks
Genre: Doom Metal/ Thrash Metal
Releasedate: 2009-06-16
Web: http://www.blackplanet0.freeserve.co.uk/seventhangel.htm
Punkte: 7

Autor: Gou

Sabiendas – Buried Alive [EP]

Sabiendas - Buried Alive [EP]

Sabiendas – Buried Alive [EP]

Der Death Metal-Underground lebt. Diese These unterstützten am vergangenen Wochenende beeindruckend die Musiker der Herner Band Sabiendas auf dem diesjährigen Steel Meets Steel-Festival. Die drei Herren und zwei Damen überzeugten das vorhandene Publikum auf ganzer Linie. Ein Grund mehr, mir die aktuelle CD zuzulegen.

Für eine EP in meinen Augen mit vier Songs etwas zu kurz geraten wiegt die Qualität der Stücke dieses Manko aber ohne große Probleme wieder auf. Geboten wird auf „Buried Alive“ oldschoolig angehauchte Technikkost, die sich aber in gut ertragbaren Grenzen hält. Gerade der titelgebende dritte Track fährt hier einiges auf. Neben ein paar recht frickeligen Gitarrenmelodien dominiert hier klar die präzise Schlagzeugarbeit von Drummer Toni. Im letzten Titel wird sogar im Duett melodisch dazu geklampft.

Das erste Stück „Sabiendas“ ist neben dem Titeltrack sicherlich für meinen Geschmack das beste auf dieser EP, auch wegen der leichten Black Metal-Einflüsse zwischendurch. Über allen Titeln erhebt sich aber die gewaltige Growlstimme von Frontfrau Masae, die selbst Chris Barnes zu seinen besten Zeiten alt aussehen lässt.

Nur nebenbei: „Buried Alive“ ist die erste Verõffentlichung der seit 2006 bestehenden Band. Gerade deswegen ist diese EP so besonders und von mir mit 4 Gitarren belohnt.

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Label: Eigenproduktion
Genre: Death Metal
Releasedate: 2009-03-12
Web: http://www.myspace.om/sabiendas
Punkte: 8

Autor: Nitro


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