Willie Tanner – How To Be A Complete Bastard

Willie Tanner - How To Be A Complete Bastard

Willie Tanner – How To Be A Complete Bastard

Den Vergleich mit Bands wie Die Happy oder den Guano Apes müssen sich Willie Tanner aus Nürnberg schon gefallen lassen. Nicht nur, dass eine Dame bei der Band am Mikro steht, auch klingt die gute Kate ein wenig nach Sandra Nasić, wenn auch meistens nicht ganz so rotzig. Passend hierzu bietet das Musikalische ein Mittelding aus oben genannten Bands, also eine Art Alternative Rock, fröhlich gemixt mit Crossover-Elementen.

Dabei bleiben die Bayern bei bewerten Mitteln. Es gibt kaum Ausreißer auf dieser CD, die eigentlich durchgehend ganz akzeptable Kost bietet. Nur der Titeltrack ist schon gewöhnungsbedürftig. Den hätte man meiner Meinung nach auch ganz weg lassen können.

Positiv auffallen können vor allem die gute Produktion und die beiden Titel „Home sweet homeless“ und „Boogiepop phantom“. Markenzeichen der Band sind auf jeden Fall der Einsatz von 80er-Computerspiel-Geräuschen, die immer mal in den Songs aufblitzen und der meist in den Refrains einsetzende zweistimmige Gesang.

Erscheinen wird diese Scheibe Anfang April über Jump Start Music. Geordert kann aber jetzt schon werden. Wer sich noch nicht schlüssig ist, aber Fan der oben genannten Musikrichtungen, dem rate ich mal einen kleinen Abstecher hierhin zu machen. Dort gibt es bereits einige Titel von „How To Be A Complete Bastard“ zu hören. Von mir gib es 3 Punkte. Gute Alternative-Kost!

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Label: Jump Start Music
Genre: Alternative Rock / Crossover
Releasedate: 2009-04-03
Web: http://kaputtrocken.de/
Punkte: 6

Autor: Timo

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Defueld – Defueld

Defueld - Defueld

Defueld – Defueld

Was? Defueld ist euch kein Begriff? Unglaublich, wo die Band doch vor immerhin 6000 Menschen auf der Bühne stand.

Nagut, zugegeben, das Konzert war in Senegal und ich persönlich kannte die fünf Jungs aus Schweden ehrlich gesagt auch erst, seit mir das aktuelle Album zugesendet wurde. Mit „Defueld“ wurde schon mal ein kreativer Name dafür ausgewählt.

Hinter der Gruppe verbirgt sich ein Musikstil, der häufig auf der Grenze zwischen hartem Rock und feinstem Metal steht. Zum einen entstehen dabei auf dem Album harte Riffs und Abschnitte, die vor allem Power ausstrahlen, auf der anderen Seite ertönen immer wieder Klänge, die dazu als Gegenteil gelten könnten. Hier ist die Stimme sehr zurückhaltend, oder eine deutlich abgeschwächte Gitarre, manchmal sogar ein Keyboard, übernimmt die Hauptarbeit auf instrumentaler Ebene.

Meistens überwiegen glücklicher Weise aber die Harten Sequenzen, so dass darüber eigentlich keiner wirklich meckern kann. Das weinerliche hält sich wirklich in Grenzen. Trotzdem ist die Sache noch nicht sonderlich überragend. Man hört zwar gute, angenehm aufgenommene Musik, aber wirklich eingängig ist das trotzdem nicht. Es fehlt eine besondere Melodie, ein kreativer Höhepunkt, der die einzelnen Stücke von einander unabhängig macht.

Ansonsten wie gesagt ganz ordentlich, wenn auch noch nicht sämtliches Potential ausgenutzt werden konnte und das Emogeplänkel noch ausgeschaltet werden könnte. Insgesamt sind das aber durchaus 3,5 Gitarren.

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Label: Shortwave Records
Genre: Metal
Releasedate: 2009-03-27
Web: http://www.defueld.com
Punkte: 7

Autor: Gou

Enraged By Beauty – Vae Victis

Enraged By Beauty - Vae Victis

Enraged By Beauty – Vae Victis

Der moderne Metal wird ja heutzutage immer eintöniger und unindividueller. Da freut man sich gleich doppelt so sehr, wenn einem dann das Debüt einer relativ jungen Band in die Hände fällt, welches sich sehr gut hören lässt und noch so etwas wie Eigeninitiative hat.

Enraged By Beauty, so heißen die fünf Musiker aus Pirmasens, die mit ihrer ersten Demo „Words Like Poetry“ direkt einen Plattenvertrag bei Big Deal Records erhielten. Jetzt wollen sie sich mit ihrem ersten Album „Vae Victis“ einen Namen in der Szene machen und das wird wohl auch klappen.

Melodischer Metalcore paart sich mit groovigem Death Metal und Growls variieren mit typischem Metalcore-Screams. Diese Mischung schlägt in die Gehörgänge, nur leider kommen zwischendurch immer wieder diese Clean-Parts, an denen ich immer noch nichts sinnvolles entdecke.

Die Stücke „Screams Of Suicide“ und „Black Despair“ sind nur zu empfehlen. Beides brutale, geradlinige Kompositionen, die ich mir Live sehr gut vorstellen kann.

Jeder der mit der typischen „auf die Fresse Musik“ etwas anfangen kann und Clean Parts nicht abgeneigt ist, sollte in die Scheibe von Enraged By Beauty reinhören. Für Deathcore-Fans ist das Werk ebenfalls zu empfehlen. 3,5 Gitarren gibt es von mir.

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Label: Big Deal Records
Genre: Metalcore/Deathcore
Releasedate: 2009-04-03
Web: http://www.enragedbybeauty.de
Punkte: 7

Autor: Dextro

Myra – The Venom It Drips

Myra - The Venom It Drips

Myra – The Venom It Drips

Ein bisschen Caliban, ein wenig Drone, noch einen Hauch As I Lay Dying, wer kennt und hat darf noch etwas Artas hinzufügen und zu guter letzt eine Brise einer eigenen Kreation. Das alles führt dazu, dass die Myra Debüt-CD „The Venom It Drips“ auf eine eine Weise so wirkt als würde man es alles schon kennen und auf der anderen Seite meint man man höre einen völlig neuen Sound.

Myra wurden 2003 gegründet, bestehen heutzutage aus 5 Mitgliedern und kommen aus Leipzig. Musikalisch bieten sie dem Hörer eine Portion Metalcore, welcher auch schon auf der 4-Track-EP „Myra“ aus dem Jahre 2006 zu hören war. Auf dem Label European Label Group haben sie nun ihr Debüt „The Venom it Drips“ veröffentlicht.

Songs wie „Eternal Mayhem“ und „Bitter Tasting Kiss“ können der gewöhnlichen Metalcore-Schiene zugeordnet werden und fallen durch nichts besonders auf. Die meisten Stücke bewegen sich im hohen Tempobereich und die Shouts sind weder besonders hoch noch tief.

Hier wird mal eine etwas ruhigere Passage eingebaut und da gibt es einen kleinen Breakdown. Eigentlich nichts besonderes. Doch sagt mir mein Gefühl beim Hören, dass da doch etwas Neues ist. Was es ist kann ich nicht definieren und trotz dieses gewissen Etwas möchten die Stücke der Scheibe nicht bei mir hängen bleiben.

Auch die atmosphäreschaffenden Tracks „The Venom It Drips“, „The Venom Part I“ und „The Venom Part II“ schaffen es leider nicht eine Begeisterung in mir hervorzurufen.

Trotzdem muss man sagen, dass Myra ihr Handwerk verstehen und es durchaus schöne Gitarrenmelodien und Kompositionen zu hören gibt. Vielleicht haben sie mit mir einfach den falschen Redakteur erwischt doch mich lässt die Platte irgendwie kalt.

Es gibt 3,0 Gitarren!

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Label: European Label Group
Genre: Deathcore/Metalcore
Releasedate: 2008-10-31
Web: http://www.myspace.com/myrametal
Punkte: 6

Autor: Wolli

Interitus Dei – In Motion…

Interitus Dei - In Motion...

Interitus Dei – In Motion…

Ein Lob muss man dem Label Black Bards Entertainment schon machen. Underground Metal aus Staaten wie zum Beispiel Rumänien bekommt man nicht alle Tage zu hören. Dabei scheinen die Jungs von „Interitus Dei“ in ihrem Land keine Unbekannten mehr zu sein, sind sie doch nun schon seit zwölf Jahren im Musikbusiness unterwegs. Bis jetzt wurden immerhin schon drei Studioalben und ein VHS-Video veröffentlich.

Jetzt folgt mit „In Motion…“ das vierte Album der Gothic Metaler aus Osteuropa. Vertrieben wird die CD hier in Deutschland über Al!ve. Auffällig ist zuerst der etwas gewöhnungsbedürftige Sound. So knochentrockene Snare-Drums hab ich schon ewig nicht gehört. Dazu eine getriggerte Base-Drum, der so ein bisschen das Organische verloren geht. Nächster Kritikpunkt ist der cleane Gesang. Da hat der Fronter doch noch einiges an Treffgenauigkeit zuzulegen. Jetzt aber genug gemeckert. Ganz im Gegensatz zum cleanen Gesang kann nämlich die rauere Variante, die schon leicht an Lordi erinnert, voll überzeugen und passt auch viel besser zur melodischen Spielweise des Gothic Metal (endlich mal ohne Frauengesang).

Eines der besten Stücke ist in meinen Augen „Arabia“, bei dem sich die Band extra einen muslimischen Geistlichen als authentische Unterstützung geholt hat, auch oder gerade weil hier der Gothic Anteil ganz zurück geschraubt wurde. Doch stört auch bei diesem Stück der cleane Gesang. Trotzdem eine gute Komposition. Die restlichen Stücke schlagen ungefähr in dieselbe Kerbe, geprägt von einprägsamen Refrains und melodischen Gitarren. Leider hatte ich bisher nicht die Möglichkeit, in ältere Scheiben der Band hinein zu hören. Trotzdem ein guter Anhaltspunkt. 2,5 Gitarren.

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Label: Black Bards Entertainment
Genre: Melodic Gothic Metal
Releasedate: 2009-04-03
Web: http://www.interitusdei.ro/
Punkte: 5

Autor: Horsti

SIC – Pandemoium

SIC - Pandemoium

SIC – Pandemoium

Mit den Färöer-Inseln assoziiert man vieles, jedoch keinen „Modern Thrash Metal“. Idylle, Ruhe und Sonnenschein. Doch in mitten dieser blumigen Atmosphäre wuchs das Extreme heran – SIC! Die fünf Männer präsentieren wütende Growls, aggressive Gitarren und viel melodischen Spielraum.

„Pandemonium“ ist ihre aktuelle Platte und bringt Chaos in unsere Wohnungen. Das interessante und provokative Artwork der CD weckt auf jedenfall mein Interesse. Gespannt starte ich mit dem ersten Stück „Reach Insinde“.

Der erste Eindruck ist noch ein wenig gespalten. Instrumente relativ simple, doch mit dem Einsatz des Gesanges vom Fronter Mikkjal G. Hansen und den danach folgenden Growls, überraschen mich positiv. Auch die Instrumente gefallen mir im Laufe des Liedes immer besser.

„Done Pretending“ ist das nächste Stück und hat einen klasse Anfang, das Schlagzeug und die Breaks sind sehr eingängig. Der klare Gesang und der absolut interessante Gitarrensound im Hintergrund machen Spass. Variation von Stimme und Sound passen sehr gut zusammen. Mich erinnert es teilweise an die alten Sepultura-Scheiben oder Soulfly. Vorallem der Gitarrensound und die melodischen Passagen. In Kombination mit den aggressiven und brachialen Ergüssen einfach hervorragend.

Weiter geht es mit „To Dare To Risk Regret“. Der Sprechgesang Anfang gefällt mir gar nicht. Doch sie schaffen die Kurve. Stimmlich sehr kraftvoll mit einem genialen Kreischfaktor. Ich muss sagen, dass man die Jungs in kein wirkliches Genre stecken kann. Sie vereinen viele Einflüsse: Nu-Metal, Thrash und eine Prise „Unbeschreibliches“. Genau das macht sie sehr eigenständig.

Das vierte Stück, „My Hell“, ist viel härter und wütender. Schnelligkeit und eine extrem direkte Soundkombination dröhnen aus meiner Anlage. Gefolgt von einem langsameren Part und seichten Klängen.

Mit „Fading“ erreichen wir das fünfte Lied. Hier gefallen mir besonders die Gitarren. Eddie Jacobsen und Frans Galán leisten ein gelungenes Zusammenspiel. Das komplette Stück ist sehr Gitarrenlastig. Gesang kommt nur stellenweise vor. Finde ich aber absolut nicht schlimm.

„Number 6“ ist, richtig, dass sechste Stück, bzw. eine kleine Sprecheinlage mit einer interessanten Überleitung für „Rosegarden In Hell“. Dieses Lied ist wirklich böse. Die Stimme wirkt giftig und einfach… böse.

Teilweise wirkt es vielleicht sehr melancholisch. Aber es baut Atmosphäre auf und kann diese auch aufrecht erhalten.

Das nächste Lied „Rough“ hat geniale Gitarrenpassagen und die Stimme bietet wieder einmal viele Facetten. Genauso wie der Sound, der stellenweise etwas nach Blues klingt. Nummer neun, „Keep It To Yourself“ und zehn, „Teethless Teens“, sind schnell, laut und haben einige markante Züge in ihrem Songverlauf. Ich mag besonders die Passagen, die viel variieren: Tempo, Intensität und Stimme.

Mit „I One“ neigt es sich langsam dem Ende entgegen. Dennoch verlieren die Fünf nicht an Kreativität und Abwechslung. Mit dem vorletzten Lied, „Hands Unfold“, gibt es noch einige experimentellere Parts, die sehr eigen wirken, aber dennoch in das Album passen. Mit „Shut“ ist es vollbracht. Ein letztes Mal die pulsierende Energie des Fronters Mikkjal, die in dem Stück aber nicht mehr so allgegenwärtig ist wie bei den Vorgängern.

Fazit: Mir hat die CD wirklich richtig gut gefallen. Ich stehe absolut auf Mikkjals Stimme und der gesamte Sound hat mich fasziniert. Langeweile? Nein. Im Gegenteil, das Hören hat richtig Spass gemacht und man kann jedesmal ein anderes interessantes Detail entdecken.

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Label: Tutl Records
Genre: Modern Thrash Metal
Releasedate: 2009-02-26
Web: http://www.entersic.com
Punkte: 8

Autor: Susanna

Regardless Of Me – The World Within

Regardless Of Me - The World Within

Regardless Of Me – The World Within

Nun gut, anfangs wunderte ich mich schon, warum die italienische Band „Regardless Of Me“ auf ihrer Myspace-Seite unter anderem Metal und Trip-Hop als Musikrichtungen angegeben hat. Nach meinem Wissensstand hatte das eine mit dem anderen soviel zu tun, wie Schweizer Käse mit holländischen Tulpen. Auch der erste Song ließ eher auf eine Art melodischen Progressive Gothic Metal schließen.

Doch schon beim zweiten Track liefen im Hintergrund einige verräterische Rhythmen mit, die aber auch so schon bei der einen oder anderen Band zu hören waren. Auch der auf Platz drei folgende angedeutete Titeltrack „Regardless“ ging dann eher als Rock/Pop-Ballade durch. Offensichtlich wurde das ganze Gerede über Trip-Hop erst mit dem Stück „The Counterfeiter“, welches die erste Hälfte seines Daseins in guter alter Massive Attack-Manier daherschwebt. Erst zur Titelmitte mischen sich zum groovenden Rhythmus die E-Gitarren, was – in meinen Augen – in einem herrlichen Crossover-Track resultiert. Auch das nächste Stück „Eternity“ beginnt elektronisch, entwickelt sich aber im Laufe des Titels immer mehr in eine wahre Power (Halb-) Ballade.

Danach wird es wieder etwas radiotauglicher. „The morning light“ lässt sämtliche Härte vermissen, auch wenn die Melodien schön sind. Zum Ende der CD wird es dann noch mal richtig metallisch, sodass sich ein regelrechter Bogen über die gesamte Scheibe spannt.

Alles in allem vergebe ich für „The World Within“ von „Regardless Of Me“ 3,5 Gitarren.

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Label: Locomotive Records
Genre: Melodic Progressive Metal / Trip-Hop
Releasedate: 2009-03-20
Web: http://www.myspace.com/regardlessofme
Punkte: 7

Autor: Horsti

Merendine Atomiche – Rude Rebel Brotherhood

Merendine Atomiche - Rude Rebel Brotherhood

Merendine Atomiche – Rude Rebel Brotherhood

Merendine Atomiche bringen mit „Rude Rebel Brotherhood“ ihr bereits 4 Album raus, auf dem ein moderner groovender Thrash Metal mit Southern Rock-Einflüssen zu finden ist.

Den Sound der 5 Musiker kann man sich ungefähr wie einen Cocktail aus den Riffs von Megadeth, dem Groove von Pantera und einer italienischen Version von James Hetfield, wenn er leicht schief singt vorstellen. Dazu kommt dann noch ein Schuss Southern Rock und heraus kommen die „brüderlichen Rebellen“ von Merendine Atomiche.

Diese Mischung macht die meisten wahrscheinlich erst einmal etwas stutzig und an die Stimme von Frontmann Luca muss man sich auch erst ein wenig gewöhnen. Doch wenn man dann mit dem herantasten fertig ist, stellt man fest, dass das alles gar nicht so schlecht klingt.

Die Scheibe ist sauber produziert und geht ab dem zweiten Durchlauf sehr gut in die Gehörgänge. Leider sind die Stücke alle leicht langweilig und nicht sehr abwechslungsreich. Die besten Kompositionen sind meiner Meinung nach der Opener „Helmet“ und „Ignorance“. Beide haben mir vom Instrumentalen auf Anhieb gefallen, aber an den Vocals sollte noch etwas gearbeitet werden.

Fazit: Ein gut Produziertes Album, welches einen hohen Wiedererkennungswert hat und sich gut hören lässt, dessen Songs jedoch leider etwas langweilig und nicht sehr abwechslungsreich sind. Das Potenzial ist auf jeden Fall da und ich denke das diese Scheibe nicht die letzte ist, mit der die Italiener, die Aufmerksamkeit Vieler auf sich ziehen.

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Label: Locomotive Records
Genre: (Groove) Thrash Metal/Southern Rock
Releasedate: 2009-04-19
Web: http://myspace.com/merendineatmocueofficial
Punkte: 6

Autor: Dextro

Nachtgeschrei – Am Rande der Welt

Nachtgeschrei - Am Rande der Welt

Nachtgeschrei – Am Rande der Welt

Seit 2006 existiert die siebenköpfige Frankfurter Combo Nachtgeschrei inzwischen, seit der Gründung aus, unter anderem, den Überresten der Bands Black Sheep und Paimon.

Trotz dieser relativ kurzen Zeitspanne haben Nachtgeschrei bereits mit den renommiertesten Bands der Szene, wie zum Beispiel In Extremo, Subway to Sally, Korpiklaani und den Apokalyptischen Reitern, eine Bühne teilen dürfen.

Ihr Debütalbum „Hoffnungsschimmer“ ist gerade einmal knappe 11 Monate fertig, da juckt es den Musikern wieder in den Fingern und der zweite Longplayer „Am Rande der Welt“ erscheint, zweifellos ebenfalls ein Hoffnungsschimmer am mittelalterlichen Himmel.

Die Scheibe beginnt wie so oft mit einem instrumentellen Stück, „Fiur“ (althochdeutsch für Feuer) genannt, welches mit einem akustischem Intro beginnt und dann nach und nach an Fahrt und Kraft zunimmt, wodurch es im Großen und Ganzen einen wirklich sehr starken Auftakt in das Album formt.

Im zweiten Song „Muspili“ wird der Hörer, nach einer eingängigen Melodie aus Dudelsack und Gitarre, mit einem umstrittenen Aspekt der Musik von Nachtgeschrei konfrontiert – dem Gesang von Holger Franz (Hotti). Von vielen geliebt und von vielen gemieden, sodass sich da jeder eine eigene Meinung zu finden sollte.

Der nächste Titel „Herz aus Stein“ bildet, angesichts des Textzeile „Am Rande der Welt, wo jeder Schleier fällt“, wohl den Titelsong des Albums, und ist ebenfalls ein eingängiges Stück mit typischen Instrumenteneinlagen wie Drehleier, Dudelsack und Flöte.

Textlich erfindet Nachtgeschrei das Genre sicherlich nicht neu, aber man bewegt sich sicher und authentisch auf den bereits gebahnten Pfaden.

Thematisch auffällig ist einzig das Stück „Niob“, bei welchem unverhofft in die griechische Mythologie eingetaucht wird.

Zu erwähnen ist auch das Coverbild des Albums, dessen feuriger Vulkan an Geschichten wie Herr der Ringe erinnert und von niemand anderem als Travis Smith (u.a. Opeth, Moonsorrow, Katatonia…) entworfen wurde.

Für Genreliebhaber wird „Am Rande der Welt“ keine Enttäuschung darstellen, da klassische Erwartungen durchaus erfüllt werden. Mit außergewöhnlichen Individualität kann Nachtgeschrei in diesem Album aber leider nicht punkten.

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Label: Massacre Records
Genre: Mittelalter Metal
Releasedate: 2009-03-20
Web: http://www.nachtgeschrei.de
Punkte: 5

Autor: Jenny

Saxorior – Völkerschlacht

Saxorior - Völkerschlacht

Saxorior – Völkerschlacht

Die „Krieger aus Sachsen“ haben mit „Völkerschlacht“ ihr bereits achtes Album veröffentlicht. Manch einer kennt vielleicht den Vorgänger „Never Ending Battles“ und wer es kennt sollte nicht in das neue Album reinhören, denn er würde stark enttäuscht werden.

Saxorior, die auf älteren Produktionen noch Bands wie Falkenbach ähneln, haben mit ihrem neuen Schlachtenlärm sehr an Atmosphäre verloren. Die Scheibe ist nicht sehr individuell und schafft es einfach nicht einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Es schallt relativ temporeicher Black Metal in die Ohren, der von Chören, Keyboards, Waffengeräuschen und Pferdewiehern durchsetzt ist. Ich finde es relativ belanglos, denn es ist rein gar nichts dabei was einen wirklich umhaut. Die Texte sind größtenteils Patriotisch und beschäftigen sich durchgehend mit dem selben Thema: Schlachten.

Nicht das das Album schlecht ist, es ist einfach nur nichts besonderes. Die Riffs sind teilweise echt nicht von schlechten Eltern und für Fans ist die Platte bestimmt zu empfehlen, aber es fehlt etwas eigenes, etwas herausragendes. 2,5 Gitarren erhalten die 4 Herren von mir.

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Label: Battlegod Productions
Genre: Pagan Black Metal
Releasedate: 2009-01-11
Web: http://www.myspace.com/saxorior
Punkte: 5

Autor: Dextro


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