Left To Vanish – Versus The Throne

Left To Vanish - Versus The Throne

Left To Vanish – Versus The Throne

Breakdowns, Brachialität und Brunftgeschrei. Das sind die charakteristischen Merkmale der neuen Scheibe „Versus The Throne“ von Left To Vanish. Die fünf Jungs aus Philadelphia bringen drei Jahre nach ihrem letzten Album ihr neues Werk auf den Markt. Ob sie damit den Thron des Deathcore besteigen können und ein Teil des Trends werden, wird sich noch herausstellen.

Auf jedenfall wecken sie schon mit dem ersten Stück „Give Us Barabbas“, mein Interesse. Death- Metalcore typische Strukturen prägen die Lieder. Dissonante Riffs und viele Breakdowns charakterisieren diese CD.

Das wird einem spätestens beim vierten Stück „Dirt Merchant“ klar.

Für „mehr-Melodie-Liebhaber“ kann ich „Whitewolf And Nash“, das sechste Lied, empfehlen. Das rein instrumentale Stück gönnt dem Hörer eine kurze Erholung von dem brachialen Grunzgetösegesang vom Fronter Keith Nolan. Natürlich geht es dann mit den folgenden Liedern „Eyeless In Gaza“ und „Suffrage Under A Sulfur Sky“ wie gehabt weiter.

„February 16th 1969“ ist wieder ein kleines instrumentales Intermezzo, welches keine gute Überleitung zum vorletzten Stück „Northern Lights“ bietet. Das letzte Lied „Falling In Love In A Whorehouse“ beendet die CD so wie sie angefangen hat: Viele Breakdowns, dezente Melodieansätze und das unersättliche Geschrei von Keith.

Fazit: Eine wirklich passable CD, die ihrem Genre entspricht und auch gerecht wird, aber sich doch eher im breiten Mittelfeld bewegt. Technisch wirklich hochwertig und mit Sicherheit noch ausbaufähig. Doch nach einiger Zeit gingen mir die unendlich vielen Breakdowns auf die Nerven. Auch ein absoluten „Ohrwurm-im-Gedächtnis-bleib-Lieblingssong“ kristallisierte sich nicht raus.

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Label: Lifeforce Records
Releasedate: 2008-11-14
Web: http://www.myspace.com/lefttovanish
Punkte: 6

Autor: Susanna

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Wednesday 13 – Fuck It We’ll Do It Live

Wednesday 13 - Fuck It We'll Do It Live

Wednesday 13 – Fuck It We’ll Do It Live

Über Wednesday 13 braucht man eigentlich nicht mehr viel zu sagen. Jeder kennt die Band, so wie gleichnamige Person, weswegen sich jegliche nähere Erörterung erübrigt. Trotzdem werd‘ ich mir’s nicht nehmen lassen ein paar Worte darüber zu verlieren.

Für die Wenigen, die nämlich nicht wissen, worum es geht ist es mit Sicherheit doch ganz aufschlussreich zu erfahren, wer genau jetzt sein neues Album „Fuck It We’ll Do It Live“ inklusive Bonus DVD veröffentlicht hat. Wednesday 13 wurde von Joseph Poole ins Leben gerufen, eben jener Person, die sich vor seinen Fans auch gerne Wednesday 13 nennt. Zuvor war er bereits als Sänger der Murderdolls bekannt geworden, ehe er sich vermehrt auch mit seinem eigenen Projekt beschäftigte.

Es folgte eine eigene Band, die bisher sehr erfolgreich auf dem Gebiet des Horror-Rock besteht. Wie dem auch sei gibt es nun das besagt Live Album. Auf diesem wird ein Mittschnitt eines Konzert in Allentown präsentiert. Inklusive Intro ergeben sich so immerhin 19 Tracks und eine ordentliche Spielzeit. Als Liebhaber, soviel kann ich gleich verraten, kann man bei einem Kauf schon mal nichts falsch machen.

Es kommt eine recht intensive Live-Stimmung beim Hören auf, die durch rustikale Ansagen und nicht ganz treffsicheren Gesang ebenso zu Stande kommt, wie die zeitweise suboptimale Spielweise der Instrumente. Diese verschlechtert den Wert der CD aber nicht, sondern macht sie in gewisser Weise erst wirklich echt. Sie ist offenbar nicht sonderlich nachträglich überarbeitet worden, sondern wurde praktisch eins zu eins vom Konzert übernommen. Was man geboten bekommt ist auf alle Fälle ein typischer Wednesday 13-Charakter mit den alten Klassikern der Gruppe, wie „Till Death Do Us Party“ oder „Hous By The Cemetery“. Ein bravoröser Querschnitt durch das gesamte Können der Gruppe.

Eine klasse Sache, zumal ja die DVD noch extra dazu kommt, die noch einmal die Live-Impressionen eindrucksvoll untermauert. Wer Wednesday 13 mag wird diese Veröffentlichung sicher auch mögen, wer nicht, der wird sich aber auch nicht mehr überzeugen lassen können, denn logischer Weise wird nicht unbedingt was Neues geboten. Insgesamt acht ordentliche Gitarren.

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Label: Demolition
Releasedate: 2008-11-14
Web: http://www.wednesday13.com
Punkte: 8

Autor: Gou

She said destroy – This City speaks in Tongues

She said destroy - This City speaks in Tongues

She said destroy – This City speaks in Tongues

Ein kleines Hüsteln, gefolgt von einem lauten Schrei, gibt den Startschuss zu She said destroy neuer Scheibe „This City speaks in Tongues“. Ich kann diese Musik nich ganz einordnen, da man teils Hardcore Elemente an den Kopf geworfen bekommt, aber teils auch derbe Death Metal Parts mit Black Metal Riff und zwischendurch sogar Jazz Attacken.

Eine sehr skurrile Mischung mehrerer Genres, welche sich zusammen eigentlich garnicht vertragen können, aber die Leute von She said destroy beweisen das Gegenteil.

Sehr brutale Vocals führen diese CD an und wer auf eigenartige Musikstile in einander verschmolzen steht, der wird hier von vorne bis hinten bedient.

Besonder gut gefällt mir „Tea and Toast at the very end of time“ und „I love tihs Place“, welcher schon ein wenig in die Grind-Richtung fließt.

Das Cover ähnelt mehr einer Pop CD aus 2002, aber wen interessiert das schon?

„Servitude“ grenzt sich selbst ein wenig von den anderen Songs aus, da dieser sehr im Mid-Tempo, schon fast im Low-Tempo gespielt wird.

Naja, was soll ich noch großartig sagen, geile Scheibe, Ende!

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Label: Tabu Recordings/Soulfood
Releasedate: 2009-02-27
Web: http://www.myspace.com/ssdband
Punkte: 9

Autor: Oliver „ApocalypticWarhammer“ Bextermöller

Sikh – One More Piece

Sikh - One More Piece

Sikh – One More Piece

Sikh ist eine vierköpfige Band aus dem Süden Frankreichs. Seit 2001 versucht sich die Gruppe auf dem Gebiet des Metal. Interessanter Weise schlägt sie dabei einen Weg des Metalcore ein, der noch viele Bestandteile des vom Aussterben bedrohten Nu Metal hat.

Allein schon deswegen dürfte der Vergleich mit anderen Größen aus der Richtung, wie Slipknot und Korn angebracht und treffend sein. Genauer gesagt sind große Übereinstimmungen nicht zu leugnen, was eine der bedeutendsten Eigenschaften, der Aufnahmen des Albums „One More Piece“ ist.

Sikh scheinen sich die größte Mühe gegeben zu haben, anderen nach zu eifern.

Was da wie ein Problem klingt ist aber keins, oder wenigstens kein Großes. Die Vier wissen offenbar was sie tun, denn ihr Werk ist sehr abwechslungsreich gestaltet, was zum einen an der genauen, mal aber auch abstrusen Spielweise der Instrumente liegt, zum anderen auch am Aufbau der Tracks. Der Übergang von Clean, Shout und Scream ist sehr fließend, gleichzeitig gibt es aber immer mal wieder Abschnitte, in denen diese Regelmäßigkeit ausgesetzt wird.

Ein Wechsel von Breaks und langen Melodieverläufen ist ziemlich gut eingearbeitet worden. Über passende und ausgedehnte Soli brauchen wir gar nicht erst zu diskutieren, denn die sind da, in Hülle und Fülle.

Viel mehr gibt es auch prinzipiell schon nicht mehr zu sagen. Bleibt nur noch das Endresultat und da komme ich zu hohen vier Gitarren. Denn zwar liegt hier eine perfekte Produktion vor, doch leichte Abzüge für die Ähnlichkeiten zu anderen Genregrößen müssen ja nun doch irgendwie negativ niederschlagen.

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Label: Drakkar Records
Releasedate: 2008-11-21
Web: http://www.sikhmusic.net
Punkte: 8

Autor: Gou

Van Canto – Hero

Van Canto - Hero

Van Canto – Hero

Van Canto haben ja in der letzten Zeit des Öfteren für Furore gesorgt. Allein die Idee Metal ganz ohne Instrumente (außer Drums) zu machen hat viele Musikinteressierte begeistert und auf das sechsköpfige Gespann aufmerksam gemacht. Nun geht die A capella Geschichte mit „Hero“ in die nächste Runde.

Zusammen mit einer Bonus DVD, die unter anderem mit vielen Musikvideos der Band gefüllt ist, präsentieren sich Songs, die zum einen von Metal-Größen wie Iron Maiden und Blind Guardian covern, zum anderen aber auch aus der eigenen Komposition kommen. Zudem hat man es sich nicht nehmen lassen sich bei einer Nummer („Take to the Sky“) von Hansi Kürsch helfen zu lassen.

Die Arbeit, die dabei vollbracht worden ist, ist auch in den meisten Fällen sehr beeindruckend. Schon interessant, wie man es doch schaffen kann eine elektrische Gitarre allein mit der Stimmkraft so zu imitieren, dass es sich sogar gut anhört und jegliche Riffs nicht nur solide, sondern schwer kreativ klingen. Jedenfalls dominiert ein Facettenreichtum, welches sich sowohl auf die gewählten Cover, die natürlich alle etwas anders als ihre Vorbilder klingen, als auch auf die selbst erstellten Melodien und Stimmverläufe bezieht.

Alles in allem waren und bleiben Van Canto immer ein Wahrzeichen, wenn es um A capella und Metal in einem geht. Diese gelungene Scheibe verbindet so ziemlich alle Stärken der Band. Hauptsächlich gehören das Songwriting und Komponieren, die Übernahme Fremder Songs in das eigene innovative Schema, sowie der Umgang mit dem Mund dazu. So könnte man die Sache auch ganz schnell abhaken, darum gibt es für diese Art des Heavy Metal und die Umsetzung stolze 9 Gitarren. Geniale Sache!

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Label: Gun Records
Releasedate: 2008-09-26
Web: http://www.vancanto.de
Punkte: 9

Autor: Gou

Elffor – From the Throne of Hate

Elffor - From the Throne of Hate

Elffor – From the Throne of Hate

Elffor veröffentlichen ihr bereits 2004 erschienendes Album nun mit zwei Bonustracks ein zweites Mal. Ob das nötig war? Meiner Ansicht nach nicht, aber mehr dazu nun.

Der erste Song „Old“, der quasi nur aus Intro besteht, wurde auf über 7 Minuten gezogen, wobei das langweilige Keyboardgeklimper spätestens nach 2 Minuten auf die Nerven geht. Dazu Kettenrasseln und Glockenschläge und ein extrem kitschiger Chor. Braucht eigentlich niemand.

„Rare Woods“ beginnt ebenso schlecht mit Trompeten (oder was auch immer es darstellen soll) in MIDI-Sound (!!!), wenigstens kommen Gitarren hinzu (leider extrem in den Hintergrund gemischt) und es wird erkennbar gesungen / gekeift. Aber wieder kommen kitschige Sphärenklänge, ein kitschiger Chor, und das Stück wird auch gehörig in die Länge gezogen. „My hatefull End“ lässt wenigstens erkennen, dass irgendwas mit Black Metal gemacht werden soll, auch wenn das Keyboard und dessen synthetischen Begleiterscheinungen (Chor, Geigen, Sphärenklänge) alles dominieren und die Gitarre und das Schlagzeug kaum hörbar im Hintergrund spielen.

„Echoes of the Past“ beginnt mit einer schicken Mittelaltermelodie, die aber leider (man ahnt es) wieder von schrecklichen MIDI-Computern erzeugt wurde. Der Rest wie sonst, langweilige sterile Computersounds, erschreckende Eintönigkeit was verschiedene Melodien eines Liedes angeht, es wird alles unnötig in die Länge gezogen.

Nein, nein, zum Hören ist dieses Album reichlich ungeeignet. Es geht weniger um Black Metal, als um Ambient und Atmosphäre. Die Atmosphäre muss man jedoch mit der Lupe suchen, so ein Computer hat einfach keine Seele. Der Sound ist extrem matschig produziert, gerade die Keyboardteppiche klatschen einfach alles, Gitarre und Schlagzeug sind viel zu viel zu leise in den Hintergrund gedrängt worden, und die Melodie darf man sich aus bestimmt 10 verschiedenen Tonspuren erstmal raussuchen. Nein, wie gesagt zum Hören für sich alleine ist dieses Album grauselig. Als Soundtrack für ein düsteres Computerspiel (mir kommt immer Gothic in den Sinn (klasse Spiel)), einen düsteren Film oder auch ein düsteres Buch (während man liest) wäre es mit Abstrichen eventuell noch zu gebrauchen.

Trotzdem gilt: Nichts Gutes hiervon erwarten! Wer auf den Black Metal in der Musik verzichten kann und auf Atmosphäre steht, der soll zum Soundtrack von Gothic II greifen, der meiner Meinung nach die düstere Mittelalterstimmung besser rüberbringt und auch besser klingt! Fazit: Langweiliges Keyboardgedudel. Müde 2 Punkte kitzelt es gerade noch hervor.

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Label: Northern Silence Prod.
Releasedate: 2008-11-28
Web: http://www.elffor.com
Punkte: 2

Autor: Darkthrone

The Blackout Argument – Remedies

The Blackout Argument - Remedies

The Blackout Argument – Remedies

Hier kommt vielleicht das Heilmittel für die deutsche Hardcore-Punk/Post-Hardcore Szene, die einfach mal neuen Wind braucht. The Blackout Argument präsentieren ihr neues Album „Remedies“, aber werden sie damit einen bleibenden Eindruck hinterlassen? Ich werde es herausfinden.

Ich muss gestehen, eigentlich bin ich kein großer Fan von diesem Genre, lasse mich aber dennoch gerne vom Gegenteil überzeugen. Das Intro „Tempest“ habe ich anders erwartet und war doch schon sehr anregend, der nahtlose Übergang zu „Broken Teeth“ und der wirklich gelungene Beat ließ doch glatt mein Bein mitwippen.

Die Stimme von dem Fronter Raphael Schmid ist sehr angenehm und hat den typischen schrei-kreisch-Charakter. Dennoch sehr ausdrucksstark und mit viel Gefühl. „Dead But So Alive“ hat wieder eine sehr mitreißende Melodie, aber dennoch erinnert diese Art und Weise schwer an die Metalcore-Szene, Breaks, der Gesang, teilweise Mehrstimmig.

Das vierte Stück „Identity Dispute“ fängt sehr ruhig an und schwingt dann sehr schnell über in aggressive und schnelle Beats. Ab und zu ein Tempowechsel, eigentlich eine schöne Melodie mit bösen Riffs, die stellenweise echt giftig klingen und ein perfektes Zusammenspiel in der Band. Meine anfängliche Begeisterung fängt sich bei „Kidnap Yourself”, dem fünften Stück. Natürlich ist die Aufmachung immer noch super, aber es ist irgendwie das gleiche. Auch im nächsten Lied „The Ravine“ finde ich die größte Abwechslung bei den Instrumenten.

Eine kleine Neuerung finde ich bei Lied zehn, „Treasure Chest, Confidential“, der unermütliche kreisch-Gesang wird stellenweise durch echt klare Passagen abgelöst. Aber nur kurz. Dennoch muss ich sagen, dass wirklich was an Emotionen rüberkommt, möchte jetzt aber nicht den großen, fiesen Stempel mit der Aufschrift „EMO“ rausholen. Also da kann ich doch noch Unterschiede feststellen. Abschließend das letzte Lied, „A Walkover To Endure Being“. Das Leiden hat hiermit ein Ende. Ich bin ein wenig enttäuscht. Es hat doch so gut angefangen. Auch beim letzten Stück muss ich feststellen, das mein Bein aufgehört hat mitzuwippen.

Fazit: Es war nicht liebe auf den ersten Blick, aber dennoch muss ich gestehen, das ich anfänglich wirklich Gefallen an der Platte gefunden habe. Leider möchte ich auch bei Laune gehalten werden, das hat die CD nicht wirklich geschafft. Stellenweise haben mich Stimme und Melodien wirklich gut belustigt und ich hatte Lust mitzuwippen. Das hat nur leider immer wieder schnell nachgelassen. Schlecht ist es nicht. Aber bei mir kommt es doch eher in die Kategorie: zart, harmlos und vieeeel zu nett.

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Label: Lifeforce Records
Releasedate: 2009-02-09
Web: http://www.myspace.com/theblackoutargument
Punkte: 6

Autor: Susanna

Three Days Grace – One X Live At The Palace 2008

Three Days Grace - One X Live At The Palace 2008

Three Days Grace – One X Live At The Palace 2008

Unweigerlich musste ich, als ich den Namen Three Days Grace hörte, an die Band No Grace denken, die bei mir nicht allzu positive Erinnerungen hinterlassen hat. Zum Glück gibt es außer dem einen einzigen Wort keine Basis für einen Vergleich. Im Gegensatz zu No Grace spielen Three Days Grace nämlich keine megaexperimentellen Songs, sondern bleiben bei recht bodenständigem Post Grunge.

Ich war also maßlos erleichtert, als ich ein erstes Ohr für das im letzten Jahr veröffentlichte Live-Album „One X Live At The Palace“ riskierte. Und nicht nur das! Ich war sogar ziemlich überrascht von einer eindrucksvollen Leistung der Band.

So verwunderlich ist das aber dann auch nicht. Immerhin schaffte es „One X“, also das Vorgängeralbum von sich selbst in Live (Ja, klingt eben ein bisschen umständlich, macht nix!), auf Platz zwei der Kanadischen Charts und in den USA auf Platz fünf. Es ist also schon eher merkwürdig, dass, zumindest meiner Wenigkeit, die Gruppe, die 1992 in Norwood (Ontario) ins Leben gerufen wurde, bis heute nicht bekannt war.

Müsste man die Musik auf dem Live-Album beschreiben, so würde ich sie als durchdacht bezeichnen, was zum einen an deutlichen und konsequent eingehaltenen Strukturen in den Tracks liegt, zum anderen auch an der fast braven Präsentation von Sänger Adam Gontier liegt. In dieser wurde vornehmlich Wert auf das Darstellen von Emotionen gelegt. Das dabei aber niemals ein gewisser Grundsatz an Härte verloren wird ist ein anderes wichtiges Merkmal. Trotz dieser kann man die Aufnahmen jeder Zeit als radiofreundlich bezeichnen.

Das schöne an der CD ist aber im Besonderen, dass ihr noch eine DVD beigelegt wurde, die eben jenen Live-Auftritt noch einmal in Bildern darstellt. Es handelte sich offensichtlich um ein Ereignis, dass man gerne noch einmal miterlebt.

Alles in allem haben die ganz und gar nicht unbekannten Kanadier hier einen durchaus guten Querschnitt ihrer Künste vor Publikum preis gegeben. Eine Bewertung unter acht Gitarren wäre da schon fast eine Beleidigung. Darum sollen die hier auch vergeben haben. Meine Empfehlung!

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Label: Jive Records
Releasedate: 2008-08-29
Web: http://www.threedaysgrace.com
Punkte: 8

Autor: Gou

Thorngoth – Rauhnacht

Thorngoth - Rauhnacht

Thorngoth – Rauhnacht

Mit „Rauhnacht“ erscheint die zweite CD der bayrischen Schwarzwurzelknabberer Thorngoth. Bei Black Metal gibt es zuallererst die Befürchtung, dass ein weiteres, langweiliges Standartmachwerk herauskommt; bei „Rauhnacht“ ist dies allerdings nicht der Fall, das Album weiß durchaus zu überzeugen und entführt den Hörer in eine dunkle, kalte Rauhnacht.

Das erste Lied „Curse them“ beginnt bereits unheilvoll, eine tiefe bassdröhnende Stimme verbreitet Unsicherheit während die Musik im Hintergrund langsam anschwillt. Hierbei fällt auf, dass das Album sehr leise produziert ist. Entweder man dreht die Anlage nun auf, oder man hört genauer hin. Ich empfehle Zweiteres, es kommt der Atmosphäre sehr zu Gute!

Die Musik selbst produziert auch sehr viel Atmosphäre. Die Gitarren bilden einen unheilvollen Teppich für den Gesang, im Untergrund brodelt ein unheilvoller Bass, das Schlagzeug ist dezent im Hintergrund. Wer was für einen kalten Nachtspaziergang im Wald sucht: Zugreifen! „Kill for Paradise“ spielt mit sehr viel Chromatik und Tempowechseln. „Schiachperchten“ ist für mich das beste Lied des Albums. „Perchten“ sind Naturgeister und Teufel, die während Rauhnächten umherschwirren und die Menschen bestrafen oder belohnen. Entsprechend „teufelig“ geht es zu, der Song verbreitet Endzeitstimmung, eine Ankündigung des Schreckens.

„Nihilistic visions“ wartet mit einem Akustikintro auf, welches im Gegensatz zu manch anderem Akustikintro viel besser gelungen ist. Der Rest des Albums ähnelt sich stark, jedoch ist das nicht als Kritik zu verstehen. Eigentlich ähnelt sich das komplette Album, der Stil von Thorngoth ist unverkennbar. Doch jeder Song für sich genommen bietet seine kleinen Eigenheiten, die erst beim dritten oder vierten Hören auffallen.

Thorngoth präsentieren auf „Rauhnacht“ gut gemachten, eingängigen aber auch gleichzeitig abwechslungsreichen, sehr atmosphärischen Black Metal, den ich jedem Black Metal Fan zu Herzen lege. 8 Punkte dafür von mir!

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Label: Folter Records
Releasedate: 2008-09-30
Web: http://www.thorngoth.de
Punkte: 8

Autor: Darkthrone

Closer – A Darker Kind Of Salvation

Closer - A Darker Kind Of Salvation

Closer – A Darker Kind Of Salvation

Am Besten fällt einem der Einstieg bei einer Rezension, wenn man mit ein paar allgemeinen Informationen über die entsprechende Band oder das vorliegende Album beginnt. Auch „A Darker Kind Of Salvation“ von Closer bildet da keine Ausnahme. Die Schweden zeigen auf ihrer nunmehr zweiten Scheibe eine melodische Form des Death Metal.

Insgesamt ist, wenn man bei dem Debüt noch von einer Art „Versuch“ ausgehen will, damit zu rechnen, dass „A Darker Kind Of Salvation“ einige Entwicklungen in Bezug auf die Vielfältigkeit und Perfektion der Songs mit sich bringt.

In diesem Zusammenhang haben aber bereits mehrere andere Medien Kritiken laut werden lassen, wonach es keine Neuerungen gäbe und auch das Gesamtbild zu wenig einzigartig sei (vampster.com , metal.de , etc.). Zugegeben: Mir liegt das vorangegangene Album nicht vor. Aber ich denke nicht, das diese vorgebrachten Argumente wirklich zutreffen oder überhaupt zu berücksichtigen sind.

Natürlich praktizieren Closer einen Musikstil, der nicht gerade unterbesetzt ist. Aber trotzdem schaffen es die Schweden souverän eine gute Mischung zwischen Melodie, Harmonie und kontrastreicher Härte (davon auch schön viel) herzustellen, die das Album wieder hörenswert macht. Es hilft auch nicht, irgendwelche unpassenden Vergleiche zu ziehen. Es wird ein solide produziertes Stück Arbeit vorgelegt, dass weder an Riffs gespart hat, noch an Geschwindigkeit. Durch viele plötzliche Breaks und einer zerstückelten Spielweise wird außerdem Abwechslungsreichtum und Individualität gewährleistet, die ja von so vielen scheinbar nicht erhört wird.

Meine eigentliche Empfehlung mag daher zwar nur Genrefreunde betreffen, aber die werden zumindest keinen Fehlgriff tun. Ein sauber gespielter Melodic Death Metal. Gefällt mir, acht Gitarren.

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Label: Pulverised
Releasedate: 2008-10-31
Web: http://www.myspace.com/closersweden
Punkte: 8

Autor: Gou

Morpyhn – Ad Absurdum

Morpyhn - Ad Absurdum

Morpyhn – Ad Absurdum

Morphyn kommen aus Karlsruhe und spielen modernen Thrash Metal, der so direkt in die Fresse ballert, dass man sich danach selber kaum wieder erkennt.

Die sechs Tracks der vierten Veröffentlichung der Band sind allesamt sehr druckvoll produziert und glänzen mit einer Menge geiler Gitarrenarbeit, die von Drummer Kai mit dem nötigen Punch vorangetrieben wird. Viele der Riffs hätten so auch von Bands wie Pantera, Fear Factory oder Schweisser (in der Metalphase) stammen können.

Hin und wieder wird das Inferno dann durch einen Breakdown oder ein Death Metal-Riff aufgelockert. Mein einziger richtiger Kritikpunkt ist, dass Sänger Volles Texte teilweise einfach nur angehäufte Plattheiten sind. Gut, nicht jeder textet wie ein Till Lindemann, aber ein bisschen Mühe kann man sich bei einem derart ausgereiften Songwriting doch geben.

Alles in allem bleibt es eine gute EP, die der Band hoffentlich den lang ersehnten Plattenvertrag bringt. Fans der oben genannten Bands sollten unbedingt mal reinhören, aber auch der eine oder andere Death Metal und Metalcore-Fan dürfte gefallen an diesem Werk finden. Zu beziehen die ist CD über die Homepage der Band.

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Label: Eigenproduktion
Releasedate: ?????
Web: http://www.morphyn.de
Punkte: 6

Autor: El Padre

Purgatory – Cultus Luciferi–The Splendour of Chaos

Purgatory - Cultus Luciferi–The Splendour of Chaos

Purgatory – Cultus Luciferi–The Splendour of Chaos

Purgatory, eine der Dienst ältesten deutschen Death Metal Bands, haben mit ihrem neuen Album ein wahres Fest für Musik Fans der härteren Schiene geschaffen. „Cultus Luciferi – The Splendour of Chaos“ ist Todesmetall wie er sein sollte.

Los geht es mit dem Song „Realm of the Vortex“, in dem eine Dynamik und Geradlinigkeit vorgelegt werden, die das ganze Album bestehen bleiben. Sie haben an der neuen Scheibe viele Gastmusiker mitwirken lassen. Unter anderem Marc Grewe, der zum Cover „Pits of Utumno“ seiner eigenen Band Morgoth grölen darf, Onieral von Darkened Nocturnal Slaughtercult, ist bei den Songs „The Enemy Within“ und „Chaos Aeon“ mit dabei, Martin van Drunen von Asphyx und Wannes Gubbels von Pentacle machen bei ‚Forbidden Wisdom‘ mit.

„Cultus Luciferi – The Splendour of Chaos“ ist eine großartige Platte und Purgatory sind sich auch 15 Jahre nach ihrer Gründung Treu geblieben. Die Einflüsse der Band Vader, gerade bei den Drums, sind leicht zu erkennen, aber trotzdem haben die Sachsen einen eigenen Stil und der ist Super. Songs wie „Chaos Aeon“ und „Burial Of A Plague“ beigeistern sofort und sind meine Anspieltipps. Wenn man einmal reingehört hat will man mehr. Die Songs haben eine geniale Aggression und werden auch nach mehrfachem anhören keineswegs langweilig.

„Cultus Luciferi – The Splendour of Chaos“ ist für jeden Old-School-Death-Metal Süchtigen die perfekte neu Anschaffung. Die gute Produktion und der kompromisslose Sound begeistern. Ich gebe Satans rechter Hand aus Deutschland dafür 9 Punkte.

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Label: Animate Records
Releasedate: 2008-05-30
Web: http://www.purgatory666.de
Punkte: 9

Autor: Dextro

Electric 69 – Electric 69

Electric 69 - Electric 69

Electric 69 – Electric 69

Ab geht’s in die Vergangenheit, denn was Electric 69 auf ihrem gleichnamigen Album so vorstellen, kennt man stilistisch gesehen auch schon von Früher. Eigentlich braucht man für diese Feststellung nicht mal mehr die Musik zu hören. Man lese auf Myspace!

Und da steht’s weiß auf schwarz geschrieben, ein Haufen Bands und Musiker, die alle ihre besten Zeiten schon gehabt haben, oder tot sind (Elvis Presley), haben ihren Einfluss auf Electric 69 geltend gemacht. Fakt ist jedenfalls, dass die italienische Gruppe es sich zur Aufgabe gemacht hat einen Rock zu präsentieren, den man am Ehesten in die späten Sechziger einordnet, um diesen endlich wieder ein wenig zu beleben.

Dieses Vorhaben gelingt leider nicht ganz. Das liegt nicht an mangelnder Kreativität, oder Umsetzung und auch weder an der Qualität noch an der Geamtkonzeption. Im Gegenteil! Das Quintett bringt einen erfrischenden Sound zustande, mit tollen Soli, angenehmen, aber nicht zu schwächlichen Melodien, und ziemlich interessant eingefügten Orgel Klängen. So entsteht eine anständige Retro-Atmosphäre, von der selbst ein Genregegner nicht behaupten kann, sie sei nicht autentisch. Ein hoher Abwechslungsreichtum ist auch zu unterstreichen. Zwar haben die einzelnen Tracks schon durch die Orgel Klänge, die sich ähneln, diverse Übereinstimmungen, doch es überwiegen erfrischende Änderungen.

Nein, daran liegt es wirklich nicht, dass das Vorhaben nicht ganz gelingt. Das Problem ist wohl eher die Idee an sich. Wie soll man ein eine musikalische Richtung wiederbeleben, die schon so alt ist, die schon so ausgeschöpft wurde? Ich denke kaum, dass das möglich ist. Man kann „alte Musik“ zwar anders strukturieren, aber das Gefühl von Alter und dieses „Oh schöne Musik, kenn ich aber schon“ ist nicht abzustellen. Macht ja nichts. Trotzdem gute Aufnahmen, die durchaus hörbar sind und noch einmal Erinnerungen wachrufen werden. Vom Gesamtbild passt es größten Teils. 7 Gitarren.

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Label: Go Down Records
Releasedate: 2008-06-20
Web: http://www.electric69band.com
Punkte: 7

Autor: Gou


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Metaller.de CD-Reviews Februar 2009 (aus dem OsnaMetal.de Archiv) Teil 1: 1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne5,00von 5 Punkten, basieren auf 1abgegebenen Stimmen.
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