Witchmaster – Trucizna

Witchmaster - Trucizna

Witchmaster – Trucizna

Witchmaster aus Polen veröffentlichen unter Agonia Records, nach zahlreichen Demos und Compilations, ihr viertes Album „Trucizna“ und präsentieren dem geneigten Hörer eine halbe Stunde Black/Thrash Metal alter Schule. Frisch aus der Rumpelkammer, scheppernder Sound, Oldschool ist angesagt!

Dabei präsentieren sich Witchmaster mehr in thrashigen Gefilden als im Black Metal. Da so gut wie alle Musiker ihr Brot in anderen (gutlaufenden) Bands verdienen (u.a. Vader und Incantation), steht das musikalische Können eigentlich außer Frage. Doch was bleibt davon? Mit Riffs der Kategorie „Shredderkönig“ und einem Drumming, welches wirklich genau auf den Punkt ist und das Ganze auch gut voran treibt, wird alles gnadenlos niedergewälzt. Die groovigen Stellen gehen direkt ins Gehör (die schnellen… naja sei’s drum) und die Musik erfüllt einen sozusagen. Doch nach dem Hören verschwindet dieser Eindruck leider, wirklich etwas hängen bleibt nicht. Aus diesem infernalen Höllensturm taucht nur vereinzelt Abwechslung auf. Wenn auch das Ganze schnell eintönig und gleich klingt, schaffen es einzelne Songs dennoch zu begeistern: „Total Annihilation“ hat eine derbe Motörhead-Schlagseite, dem MetalPunk Fenriz wird das Herz höher schlagen.

Abgesehen von diesem Lichtblick ähneln sich die Songs doch sehr: Blastbeatattacke, scharfes Gitarrensolo, Highspeedgitarrenriff … Eintönig auf der einen Seite, auf der anderen Seite erfüllt es seinen Zweck: Gedenken und Zelebrierung der alten Black/Thrash/Punk Tage. Dennoch erkrankt „Trucizna“ an den vielleicht sogar schon genretypischen Problemen: Riffarmut, musikalische Eintönigkeit, fehlender Spannungsbogen. Aufgrund des dennoch überaus guten „Total Annihilation“ und dem souveränen Sepultura-Cover „Troops of Doom“ vergebe ich 3,5 Gitarren.

———-

Label: Agonia Records
Genre: Black Metal/Thrash Metal
Releasedate: 2009-04-10
Web: http://www.myspace.com/wearewitchmaster
Punkte: 7

Autor: Darkthrone

Nr. 1
Belphegor Conjuring T-Shirt schwarz
Belphegor Conjuring T-Shirt schwarz*
von Belphegor

Belphegor Conjuring - Männer - schwarz

Preis: € 17,99 Jetzt kaufen bei EMP - Europas großer Rock-Mailorder!*
Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten
Nr. 2
Slipknot All Hope Is Gone - 10 Year Stone Masks T-Shirt schwarz
Slipknot All Hope Is Gone - 10 Year Stone Masks T-Shirt schwarz*
von Slipknot

Slipknot All Hope Is Gone - 10 Year Stone Masks - Männer - schwarz

Unverb. Preisempf.: € 17,99 Preis: € 12,99 Jetzt kaufen bei EMP - Europas großer Rock-Mailorder!*
Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten
Nr. 3
Parkway Drive You Can´t Break Me T-Shirt rot
Parkway Drive You Can´t Break Me T-Shirt rot*
von Parkway Drive

Parkway Drive You Can´t Break Me - Männer - rot

Unverb. Preisempf.: € 17,99 Preis: € 12,99 Jetzt kaufen bei EMP - Europas großer Rock-Mailorder!*
Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten
* Zuletzt aktualisiert am 18. December 2018 um 14:08 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr. (Hier handelt es sich um Werbung. Beim Klick auf die Anzeige wirst Du auf eine neue Webseite weitergeleitet!)

Cataplexy – …Lunar Eclipse, Chaos to the Ruin…

Cataplexy - ...Lunar Eclipse, Chaos to the Ruin...

Cataplexy – …Lunar Eclipse, Chaos to the Ruin…

Cataplexy heben nach einer MAXI-CD nun mit „…Lunar Eclipse, Chaos to the Ruin…“ ihr Erstlingswerk aus dem Feuer. Cataplexie ist dem Promoblatt zufolge der medizinische Fachausdruck für eine Schrecklähmung; wirklich erschreckt wird man bei den neun Liedern allerdings nicht.

Black Metal. Für die einen Musik, die aus der Seele spricht, für die anderen total langweiliger Humbug. Cataplexy sagen von sich, dass sie „Fast Depressive Black Metal“ spielen. Das „schnell“ hat sich auch ebenso „schnell“ erledigt, es hält sich in genreüblichen Grenzen und die Panzerdivision ist allemal davongefahren. Das „Depressive“ der Musik will sich auch nicht so ganz erschließen. Dass Black Metal kein Kindergarten ist, sollte klar sein, aber das Depressiv-Hilflose kriegen andere Bands besser hin. Bleiben wir lieber einfach bei „Black Metal“. Hier scheint was bei den Japanern (und auch bei manch Skandinaviern) nicht ganz angekommen zu sein: Was 1995 neu und gut war, lockt 2009 keinen mehr hinter dem Ofen hervor. Hier wird leider Standartkost geboten, sei es der äußerst schlechte Schlagzeugsound (das „flap flap flap“ der Bassdrum nötigt schon fast zum Ausstellen), die tausendmal gehörten Melodien und Riffs, das Würge ins Mikrofon. Aber so was will der „Underground“ ja angeblich haben. Aber das Kind ist nicht ganz in den Brunnen gefallen: Mag das Album auch objektiv „schlecht“ sein, subjektiv „kann“ es auch gefallen. Nur weil es etwas schon hundertmal gibt, muss ja ausgerechnet dieses Exemplar nicht grottig sein.

Insofern muss eigentlich jeder für sich selber entscheiden, wie er dieses Album wirklich findet. Ich vergebe einfach mal die Mitte, 2,5 Gitarren. Diese dürfen aber nach persönlichem Geschmack gerne um zwei Punkte nach oben oder unten korrigiert werden.

———-

Label: Twilight
Genre: Black Metal
Releasedate: 2009-01-09
Web: http://www.cataplexy.moryou.com
Punkte: 5

Autor: Darkthrone

Thomsen – Let’s Get Ruthless

Hinter dem etwas steifen Bandnamen Thomsen verbirgt sich René Thomsen, der hauptberuflich als Chef der Isernhagener Firma Backline Rental Service in Erscheinung tritt und sich nebenbei auch als leidenschaftlicher Axtschwinger betätigt. Durch seine Zusammenarbeit mit vielen Größen der Rockszene im Bereich des Equipment-Verleihs hat Thomsen über die Jahre offenbar viele Kontakte geknüpft und schöpft nun aus dem Vollen, um seinem ersten musikalischen Output den Charakter einer All-Star-Band zu verleihen.

Große Namen wie Herman Frank (Accept, Victory), Bobby Jarzombek (Riot, Halford, Sebastian Bach), Neil Murray (Black Sabbath, Whitesnake) und Nibbs Carter (Saxon) machen (neben anderen) die Runde, was natürlich aufhorchen lässt.

Die Songs selber bleiben allerdings hinter den Erwartungen zurück. Präsentiert wird mäßiger Power-Rock ohne wirklich eingängige Momente, die sämtlichst unter der etwas undifferenzierten Stimme von Jürgen Wulfes (Moon Doc) zu leiden haben, der einem manchmal wie ein heiserer Blaze Bayley vorkommt. Viele Riffs wirken uninspiriert und werden teilweise den ganzen Song lang durchgeritten („Tears Of The Sun“), Songtitel wie „Heaven And Hell“ und „Stand Up And Shout“ wirken doch, ob der sofortigen Assoziation mit Sabbath/Dio, sehr unglücklich gewählt und das Ratt-Cover „You’re In Love“ wird dem Original auch nicht gerecht. Einzig der Track „Branded Man“ entwickelt eine gewisse Nachhaltigkeit und bleibt im Ohr hängen.

Auf der anderen Seite ist „Let’s Get Ruthless“ gut produziert und wirkt insgesamt sehr tight, was man unter Berücksichtigung der mitwirkenden Musiker allerdings auch erwarten kann. Besonders Bobby Jarzombeks Drumming sticht auf den entsprechenden Tracks hervor.

Insgesamt aufgrund des Songmaterials allerdings nur Durchschnitt.

———-

Label: Artist Station Records
Genre: Heavy Metal
Releasedate: 2009-05-24
Web: http://www.rene-thomsen.de
Punkte: 5

Autor: Longdistancerunner

Thanatos – Justified Genocide

Thanatos - Justified Genocide

Thanatos – Justified Genocide

Die niederländischen Death-Thrasher von Thanatos, die sich schon 1984 gegründet haben und somit die erste Death Metal Band aus dem Land der Windmühlen ist, haben ihr nun schon fünftes Werk „Justified Genocide“ getauft, und auf den Markt gebracht.

Die neue Scheibe prügelt ganz schön aus den Boxen, jedoch ohne den Oldschool-Touch dabei zu verlieren. Die Gitarrenarbeit, die von Stephan Gebédi und Paul Baayens (beide Hail Of Bullets) erledigt wird, überzeugt das ganze Album hindurch und lässt nichts zu wünschen über. Die meiste Zeit wird ein geiles Mid-Tempo gehalten, welches von fetten Thrashriffs aufgepeppt wird. Die Vocals, die ebenfalls Stephan Gebédi inne hat, passen mit der rauen Stimmlage super zum Rest. An den Kesseln sitzt Yuri Rinkel (Melechesh), der mit seinem klasse Drumming auf voller länger überzeugen kann. Auch der Bass kommt des öfteren sehr gut zur Geltung, ganz besonders in „The Devils Triangle“, welches einen guten Ohrwurmcharakter hat.

Der Sound lässt auch nichts zu wünschen übrig, denn für den ist Dan Swanö verantwortlich, den wohl jeder Death Metal Fan für seine genialen Abmischungen in sein Herz geschlossen hat. Das einzige was mir nicht so gut gefällt, ist die teilweise fehlende Eigenständigkeit, denn die Mid-Tempo Riffs klingen des öfteren nach Asphyx und Hail Of Bullets.

Zwei Coversongs sind auch noch vorhanden und zwar Massacre´s „Dawn Of Eternity“ und Dark Angel´s „The Burning Sodom“. Die fünf Holländer geben den beiden Stücken ihre eigene Note mit und können mit erstgenanntem überzeugen, bei „The Burnings Sodom“ kommen sie hingegen nicht an die Wucht des Originals heran.

Wer auf rohen Death-Thrash steht und die Produktionen von Dan Swanö liebt, sollte hier mal reinhören. Fans von Hail Of Bullets können mit dem Erwerb dieses Albums nichts falsch machen.

———-

Label: Deity Down Records
Genre: Death Metal/ Thrash Metal
Releasedate: 2009-04-10
Web: http://www.thanatos.info
Punkte: 8

Autor: Dextro

Akrea – Lebenslinie

Akrea - Lebenslinie

Akrea – Lebenslinie

Melodic Death Metal auf Deutsch? Naja, zumindest kommt die Scheibe auf Drakkar Records raus, und die bescherten mir immerhin mit Grantig eine meiner Lieblingsbands, die, genau wie Akrea (um die es hier geht) und deren (laut Labelinfo) erklärte Konkurrenz Equilibirum auch aus Bayern kommen und auch deutsche Texte haben. Gibt es da irgendwo ein Nest?

Geboten bekommt man auf „Lebenslinie“, wie bereits gesagt, melodischen Death Metal, der vor allem mit einer tollen Gitarrenarbeit der Gitarristen Fabian Panzer und Stephan Schafferhans protzen kann. Die beiden spielen ihre Soli fast immer songdienlich und verzichten darauf, mit ihrem Können (welches aber auf jeden Fall vorhanden ist) anzugeben. Untermalt wird das Ganze von Drummer Jonas Nelhiebel, der das Tempo zwar hoch hält, aber eben nicht zu hoch, so dass Atmosphäre und die Texte von Sänger Sebastian Panzer ihre Wirkung entfalten können, ohne „kaputtgeballert“ zu werden.

Ich weiß nicht woran es liegt, aber sobald Sebastian Panzer keift anstatt zu growlen, erinnert mich seine Stimme sehr an die von Eisregen-Fronter Michael „Blutkehle“ Roth, auch sonst fühlt man sich im Verlaufe des Albums an Bands erinnert, mit denen das Quintett eigentlich nicht verglichen werden will, wie zum Beispiel Amon Amarth ohne Wikinger oder auch Arch Enemy ohne übertriebenes Gitarrengewichse.

Fazit: Endlich mal melodischer Death Metal ohne Breakdowns, cleanen Gesang und sonstige Trendanbiederei, super produziert und eingespielt, sehr schön! Von den Jungs wird man noch hören!

———-

Label: Drakkar Records
Genre: Melodic Death Metal
Releasedate: 2009-04-24
Web: http://www.akrea.de
Punkte: 6

Autor: Tobi

Funebrarum – The Sleep Of Morbid Dreams

Funebrarum - The Sleep Of Morbid Dreams

Funebrarum – The Sleep Of Morbid Dreams

„New Wave Of Oldschool Death Metal“, so nennen die Mannen von Funebrarum ihren Stil und das trifft es auch ganz gut, denn ihre neue Scheibe rotzt und knallt ganz schön im Stil der alten Vorbilder.

Endlich mal wieder eine Band, die sich nicht daran versucht etwas Neues zu erfinden, sondern Altes wieder aufleben lässt, was relativ gut klappt. Sie orientieren sich dabei an großen Namen wie Morbid Angel und Pestilence.

Fiese Riffs und das Drumming sind meiner Meinung nach ihr Aushängeschild, denn danach kommen erst die Vocals, die irgendwie nichts besonderes sind. Besonders gefällt mir, dass ihre Stücke einen klasse Groove haben und auch nicht langweilig werden. Schöne Mid-Tempo Riffs die durch Breaks gebrochen werden und somit sehr viel Abwechslung in das Album bringen, halten die Spannung.

Schade, dass „The Sleep Of Morbid Dreams“ eine relativ kurze Spielzeit hat. Aber das ist auch das Einzige, was mich an der Produktion stört.

Fazit: Ein gelungenes Werk, das auf technischer Ebene sehr überzeugen kann und bei Fans der alten Schule definitiv Käufer findet. Wenn man die Split nicht mitzählt, haben Funebrarum mit dem Material ein sehr gelungenes Debüt hingelegt und ich hoffe, dass ich in Zukunft noch mehr von ihnen hören werde.

———-

Label: Cyclone Empire
Genre: Death Metal
Releasedate: 2009-04-17
Web: http://www.funebrarum.com
Punkte: 6

Autor: Dextro

Icon In Me – Human Museum

Icon In Me - Human Museum

Icon In Me – Human Museum

Das internationale Modern Metal Projekt „Icon In Me“ hat mit ihrem ersten Silberling „Human Museum“ gezeigt, dass man sich auch, trotz Breakdowns und Shouts, vom Rest der Metalcore- und Deathcore-Szene abheben und dabei sehr individuell zur Sache gehen kann.

Gespielt wird ein melodischer Death Metal, der eine große moderne Thrash-Schlagseite hat und durch geniale Grooves vorangetrieben wird. Beeinflussen lassen haben sich die drei Russen, die von Morten Løwe Sørensen (Koldborn, Panzerchrist) an den Drums und von Tony JJ am Mikrofon unterstützt werden, von Bands wie Machine Head und Killswitch Engage.

Auch der Sound der Scheibe, für den Jacod Hansen verantwortlich ist, der auch schon Destruction und Mercenary abgemischt hat, überzeugt an allen Ecken und Kanten. Da macht das Zuhören einfach Spaß. Zu meiner Verwunderung gefallen mir die Clean Vocals, die zwischendurch einsetzen, auch sehr gut, was eigentlich bei sonst keiner anderen Band der Fall ist.

Ich kann mir die fünf Mannen auch sehr gut auf der Bühne vorstellen. Dumm nur, dass die Band international tätig ist und es so ja eventuell schwierig für sie sein wird, zu touren. Aber man darf die Hoffnung ja nicht verlieren, denn einen Live-Auftritt hatten sie schon als Vorband von Machine Head in Moskau.

Mit so einem gelungenen Debüt in der Tasche, können die folgenden Werke ja nur besser werden. Ich bin auf jeden Fall gespannt was man noch von Icon In Me zu hören bekommt.

———-

Label: Massacre Records
Genre: Death Metal/ Thrash Metal
Releasedate: 2009-04-24
Web: http://www.iconinme.com
Punkte: 7

Autor: Dextro

Throne Of Katharsis – Helvete: Det Iskalde Mørket

Throne Of Katharsis - Helvete: Det Iskalde Mørket

Throne Of Katharsis – Helvete: Det Iskalde Mørket

„Helvete: Det Iskalde Mørket“ heißt das zweite, volle Album der Norweger von „Throne Of Katharsis“. Black Metal und Eigenständigkeit ist immer so eine Sache, doch trotz Versuchen der Eigenständigkeit betreten „Throne Of Katharsis“ doch immer wieder die bereits zahlreich ausgetretenen Pfade von Blastbeats und Tritonüssen.

Bereits die ersten zehn Sekunden von „The Winds Of Blasphemy Have Returned“ machen die Einstellung deutlich: Keine Kompromisse, keine Trends, kein Bass. Das Album ist mit extrem wenig Bässen und klirr schrillenden Gitarren abgemischt, ganz im Stile geistiger Väter wie Darkthrone, Immortal oder Mayhem. Der monoton schleppende, fast schon doomige, Song „The Darkest Path“ erinnert in seiner Weise auch an Burzum. Mit „Det Iskalde Mørket“ haben Throne Of Katharsis einen 18-minütigen Song auf die Beine gestellt, der jedoch bewusst abwechslungsreich gestaltet ist und „mal was anderes“ bietet, außer den immer gleichen Akkordfolgen. Hier sind Musiker am Werk, die sich wirklich mit dem Titel auseinandergesetzt haben! Dennoch sind auch hier die spannendsten Teile die Überleitungen zwischen den verschiedenen Blastbeatattacken.

Fazit: Ein gutes Stück norwegischer Herkunft (auch wenn das Siegel „True Norwegian Black Metal“ nicht ganz erreicht wird). Aber wenn man das Original haben kann, wofür die Kopie?

———-

Label: Candlelight Records
Genre: Black Metal
Releasedate: 2009-03-27
Web: —
Punkte: 5

Autor: Darkthrone

Israthoum – Monument Of Brimstone

Israthoum - Monument Of Brimstone

Israthoum – Monument Of Brimstone

Zu meiner Schande muss ich leider eingestehen, dass mir der Name Israthoum wenig sagte. Doch eins habe ich aus dem Album „Monument Of Brimstone“ gelernt, und zwar, dass diese Band Black Metal macht, der mich stark an die skandinavische und niederländische Szene erinnert. Auf jedenfall etwas für jeden Fan, der auf Black Metal mit Folk-Einflüssen steht.

Israthoum ist eine ehemalige portugiesische Band, die sich 1998 in den Niederlanden niedergelassen haben. Dort startete die Band in Rotterdam den Neubeginn. Da sich allerdings, durch die Umsiedlung, Lücken in dem Line-up auftaten, holten sie Mitglieder von Perditor, Liar of Golgotha und Funeral Winds an Bord.

„Monument Of Brimstone“ wurde schon 2008 unter ihrem eigenem Label „S.A.R.S. Productions“ veröffentlicht.

Es beginnt mit etwas gewitterähnlichem, gefolgt von einer Atmosphäre, die man von Urfaust kennt, was sich aber schlagartig wieder ändert und man den üblichen, für die meisten mit Sicherheit schon abgestanden Black Metal, bekommt. Wer Bands wie Watain mag wird es genauso mögen, denn was geboten wird, hört sich doch ähnlich an wie das schwedische Original.

Wer jetzt denkt, dass das ganze Album so eintönig ist, liegt auch falsch. Denn mit einer Mischung aus düsteren, langsamen, schon fast Doom Metal artigen, Parts und schnellem Powerchord- Gespiele, schaffen die Herren etwas, woran man sich doch gewöhnen muss, dennoch hört es sich nach einiger Zeit sehr gelungen an.

Das ganze Album erinnert mich an Bands wie Windir, Vreid, Watain und Urfaust.

Fraglich finde ich jedoch die Reihenfolge der Lieder, denn anstatt von ruhigen zu schnellen Songs oder umgekehrt hört sich alles ziemlich Durcheinander an.

Als „Fire, Deliverance“ mit einem Feuerprasseln und Akustik- Intro anfing, fühlte ich mich wie am Lagerfeuer beim Zelten mit guten Kumpels und Bier, hieran änderte auch das kurz darauf folgende Elektronische nichts mehr. Dazu nicht einmal Geschrei, sondern schon fast Sprechgesang und Flöte.

Hier merkt man, dass die Band auch Folk-Einflüsse wie Borknagar hat.

Etwas Neues, Ungewöhnliches und doch etwas, was einem bekannt vorkommt. Ein Album was man so nicht alle Tage geboten kriegt, was aber auch gar nicht so schlecht ist. Und dank der unglaublichen Vielfalt gibt es auch ganze 3 von 5 Punkten.

Sore: 3 von 5 Gitarren

———-

Label: Spikefarm Records
Genre: Black Metal
Releasedate: 2009-05-29
Web: http://www.myspace.com/israthoum
Punkte: 6

Autor: Urfaust

Oliver Weers – Get Ready

Oliver Weers - Get Ready

Oliver Weers – Get Ready

Oliver Weers – ein neuer Stern am Hard Rock Himmel? Mit dem Debütalbum „Get Ready“ haben die Herren ein leidenschaftliches Werk geschaffen, was schnell zum Abgehen lockt.

Wie schon erwähnt, ist „Get Ready“ das Debütalbum der dänischen Band Oliver Weers. Das Album gibt es allerdings schon fast ein Jahr, denn es wurde im September 2008 in Dänemark veröffentlicht, und nach guten Kritiken hat sich die Band dazu entschieden, die Scheibe auch in weiteren Ländern Europas zu veröffentlichen. Unter anderem spielt der dänische Gitarrist Søren Andersen bei diesem Projekt mit.

Mit „Calling Out For You“ geht’s auch direkt los. Ob man nun melodischen Hard Rock mag oder nicht, man kommt nicht drumherum mit den Fingern im Takt zu schlagen, ansetzen zur Luftgitarre zu machen oder, auch ohne den Text zu kennen, mitzusingen.

Melodisch, klangvoll, wohltuend und angenehm sind Wörter, die der Platte schon gar nicht mehr gerecht werden. Das ist mehr als angenehm, das ist genial! Von der Ballade bis zum rockigen Song ist alles vorhanden, was nahezu perfekten melodischen Rock ausmacht.

Trotzdem gibt es einen kleiner Kritikpunkt, denn ein paar Lieder laden zwar zum Abrocken ein, dennoch fehlt Power bei diesen.

Unterstützt wird der Longplayer mit einem Solo bei „Hands High“ von Timmy Chris, zwei Soli („Even Giants Cry“, „Will You Be Mine“) von Henrik Berger und der Violine bei „Crawling Back Again“ von Jane Clark.

Besonders hervor gestochen ist „Will You Be Mine“, denn es hört sich wie ein fast schon romantisches Stück für ein Musical an. Man bekommt ein pures Gänsehautfeeling.

An sich sollte ich hier jeden Song einzeln beschreiben, denn das ist das was das Album ausmacht. Aber ich komme lieber zum Fazit:

Ohne weitere Worte 4,5 von 5 Gitarren!

———-

Label: Target Records
Genre: Melodic Hard Rock
Releasedate: 2009-05-29
Web: http://www.myspace.com/oliverweersband
Punkte: 9

Autor: Urfaust


Wie hat Dir der Artikel auf metaller.de gefallen?

Metaller.de CD-Reviews Juli 2009 (aus dem OsnaMetal.de Archiv) Teil 1: 1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne5,00von 5 Punkten, basieren auf 1abgegebenen Stimmen.
Loading...