Airbag – Identity

Airbag - Identity

Airbag – Identity

Über 200.000 Downloads von der Website und über 35.000 Klicks bei myspace.com verschafften, der Band, die sich nennt wie eine Sicherheitsmaßnahme in Autos, eine ordentliche Internetpräsenz. Das Debüt der Norweger von Airbag namens „Identity“ soll nun in der Musikbranche Fuß fassen. Und dem Albumtitel entsprechend gelingt es ihnen schonmal, mit der ersten Scheibe eine selbstbewusste „Identität“ rüberzubringen.

Das Album-Cover ist schlicht gehalten: Ein schwarzer Hintergrund mit einem großen Auge, das den Betrachter direkt anblickt. Drunter eine einzelne rote Träne. Treffender konnte dieses Bild nicht gemacht worden sein. In acht Stücken steigert sich die Melancholie immer ein Stückchen mehr, die Texte funktionieren als Ventil für die leicht depressive Person, verkörpert von Asle Tostrup’s Stimme. Gefühlvoll, ruhig und fesselnd singt er sich von einem nahezu endlosen Lied zum nächsten. Dabei muss erwähnt werden, dass Airbag ihrem Stil gerecht werden und sowohl progressiv sind, viel Atmosphäre mit Hilfe von unterschiedlichen Mitteln, wie z.B. Streicher, Klavier, Uhrticken oder Synthesizer einbringen, und ab und an auch mal etwas Rockelemente einfließen lassen. Alles zusammen macht das Album unheimlich interessant, was beim ersten Hören eher abschreckend und schwer verdaulich wirkte. Ganz klar, machen Airbag keine Musik für die Hartgesottenen unter uns. Jemand, der sich gerne mal zurücklehnt, die Augen schließt und sich von langsamen und träumerischen Melodien leiten lässt, um für ein paar Minuten alles um sich herum zu vergessen, ist da besser beraten. Denn solche Stellen gibt es öfter auf „Identity“.

Leider nicht durchgehend. Zwischendurch stören die „atmosphärischen“ Elemente ein wenig, oder der Song wird irgendwann ideenlos und zieht sich nur noch hin. Absolute Highlights, die auch ihre acht Minuten durchhalten, sind „Colours“ und „Sounds That I Hear“. Wer die Musik von beispielsweise Anathema, Pink Floyd oder auch Porcupine Tree mag, kann sich mal Airbag vornehmen. Für ein Debut, klingt „Identity“ äußerst selbstständig und stark und verdient das Attribut „bemerkenswert gut“.

———-

Label: Karisma Records
Genre: Atmospheric Progressiv Rock
Releasedate: 2009-06-22
Web: http://www.airbagsounds.com
Punkte: 5

Autor: Kraut

Nr. 1
Soilwork Verkligheten T-Shirt schwarz
Soilwork Verkligheten T-Shirt schwarz*
von Soilwork

Soilwork Verkligheten - Männer - schwarz

Preis: € 17,99 Jetzt kaufen bei EMP - Europas großer Rock-Mailorder!*
Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten
Nr. 2
Jinjer Destroyed Earth T-Shirt schwarz
Jinjer Destroyed Earth T-Shirt schwarz*
von Jinjer

Jinjer Destroyed Earth - Männer - schwarz

Preis: € 17,99 Jetzt kaufen bei EMP - Europas großer Rock-Mailorder!*
Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten
Nr. 3
Johnny Cash Lyrics T-Shirt schwarz
Johnny Cash Lyrics T-Shirt schwarz*
von Johnny Cash

Johnny Cash Lyrics - Männer - schwarz

Preis: € 17,99 Jetzt kaufen bei EMP - Europas großer Rock-Mailorder!*
Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten
* Zuletzt aktualisiert am 15. December 2018 um 16:38 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr. (Hier handelt es sich um Werbung. Beim Klick auf die Anzeige wirst Du auf eine neue Webseite weitergeleitet!)

Various Artists – Demonic And Devine

Various Artists - Demonic And Devine

Various Artists – Demonic And Devine

Das junge, britische Label Femme Metal Records hat Anfang des Monats Juli eine Compilation veröffentlicht, die den Namen „Demonic And Devine“ trägt. Ähnlich der Reihe „Beautiful Voices“ von Nuclear Blast sind auf diesem Sampler ausschließlich Gruppen mit weiblicher Frontbesetzung vertreten, da das Konzept von Femme Metal Records, wie man dem Namen entnehmen kann, die Metal–Frau in den Mittelpunkt stellt. Der Mann fungiert hier, wenn überhaupt, als Support und hat wenig zu sagen, geschweige denn zu singen. Und das ist auf diesem Doppelalbum auch ganz gut so, denn die hier vertretenen Damen wissen eindeutig was sie tun.

Es wird ein umfangreiches Paket verschiedener Stile und Stimmen geliefert, von zart bis hart ist weitestgehend alles vertreten. Das Female-Fronted Metal-Musik nicht immer wie Nightwish, Epica oder dergleichen klingen muss, wird gut hörbar in 30 Songs mit 2:26 Stunden Spielzeit bewiesen.

Die Zusammenstellung besteht weitestgehend aus unbekannteren Bands, die nur teilweise aus dem Repertoire von Femme Metal stammen. Insgesamt gibt es eine bunte Mischung „weiblicher“ Bands aus vielen Ecken der Welt und wenigstens genauso vielen Genres. Von Death Metal, weiter mit Pagan, Power oder Melodic bis hin zu Gothic ist wirklich alles dabei.

Aber ganz abgesehen von den weiblichen Stimmen, die bisher im Mittelpunkt standen, leisten die Musiker dahinter, die interessanterweise überwiegend männlichen Geschlechts sind, denn auch ihren Part? Eindeutig Ja.

Tatsächlich war ich zu Beginn noch skeptisch. Der Titel klang gut, „Demonic And Devine“, eine Compilation mit ausschließlich weiblichen Sängern, aber mit weniger bekannten Künstlern. Das konnte genauso gut schlecht sein, denn ein guter Titel macht noch lange keine gute Veröffentlichung. Umso angenehmer überrascht war ich dann davon, wie eingängig, vielseitig und gut gemischt das Ergebnis war.

Einen Sympathiepunkt muss ich noch verteilen: Femme Metal Records unterstützt mit dieser Veröffentlichung die britische Krebsforschung und die wiederum den Macmillan Cancer Support zur Verbesserung der Lebensumstände von Krebspatienten.

Ich kann eigentlich gar nicht anders als vier Gitarren zu vergeben, das Produkt ist einfach super, die Verarbeitung und Zusammenstellung der Stücke passt perfekt zusammen, die Präsentation und das Cover sind ansprechend und aufwendig gestaltet und darüber hinaus gibt es einen guten, unterstützenswerten Zweck. Der Preis ist für ein Doppelalbum alle mal wert (12 Euro umgerechnet).

———-

Label: Femme Metal Records
Genre: Metal
Releasedate: 2009-07-06
Web: —
Punkte: 8

Autor: Sage

Planet Pluto – Demo 2009

Kauzige Texte gibt es auf der neuen Planet Pluto-CD. Aber was will man erwarten, bei Songtiteln wie „Zitadellen-Superhelden“ oder „Monopoli und Mörder“?

as Quartett aus Bramsche spielt auf ihrer ersten Demo einen Mix aus Indierock und melodischem Punkrock. Dabei wird über Liebe und dem Sinn des Lebens philosophiert, ganz im Stile von Tocotronic.

Auch musikalisch deutet vieles darauf hin, dass hier ein weiterer Act der „Hamburger Schule“ heranwächst. Die Songs sind alle leicht melancholisch und brauchen mehrere Anläufe bis sie zünden. Die Soundqualität der Demo-CD ist leider recht bescheiden. Man merkt, dass sie live aufgenommen wurde, vor allem der Gesang kommt oft zu leise und undeutlich rüber.

Fazit: Viele Songs auf dieser CD scheinen noch nicht ganz ausgereift, wie zum Beispiel der Opener „Herbst In Paris“. Dennoch können einige Songs wie „Sonnenregen“ durchaus überzeugen. Hornbrille tragende Studenten sollten mal reinhören.

———-

Label: Eigenproduktion
Genre: Punk Rock/ Indie Rock
Releasedate: —
Web: http://www.myspace.com/planetplutomusik
Punkte: 5

Autor: Schneider

Europe – Last Look At Eden [EP]

Europe - Last Look At Eden [EP]

Europe – Last Look At Eden [EP]

Totgesagte leben länger. Das gilt auch für die Schweden von Europe. Bereits seit 2003 sind die Mannen um Joey Tempest wieder zusammen und sogar Originalgitarrist John Norup ist wieder dabei. Zudem feiert man dieser Tage das 30-jährige Bandjubiläum. Grund genug also für das Album „Last Look At Eden“, das voraussichtlich im September erscheinen wird. Auf den Titeltrack gibt es jetzt mit der gleichnamigen EP schon einen kleinen Vorgeschmack.

Und dieser Song hat es wirklich in sich! Wenn man sich ihn anhört, dann denkt man unwillkürlich, dass es sich hierbei ja fast schon um Melodic Metal handle. Die Gitarren stampfen zümpftig aus den Boxen und die Rhythmussektion baut ein knackiges Untergerüst. Dazu kommen noch diverse Streichersamples, so dass das Lied an epischen und melodischen Metal – als Beispiel sei hier die „Suite Lingua Mortis“ von Rage genannt – erinnert.

Der zweite – ebenfalls auf dem kommenden Album enthaltene Track „U Devil U“ zeigt dann schon eher das klassische Bild der Hard Rock Pioniere. Hier gibt es melodischen Hard Rock in bester 80er Manier, der phasenweise im AOR wildert. Dabei haben die Schweden schon immer die etwas melodiösere Variante a la Kiss oder Def Leppard bevorzugt.

Beide Tracks sind durchaus nicht schlecht, können aber leider nicht den hymnischen Ohrwurmcharakter der Gassenhauer wie „The Final Countdown“ oder „Rock The Night“ erreichen. Man hat einfach das Gefühl, dass in diesem Genre schon alles gesagt wurde. Abgerundet wird die EP durch die Livetracks „Superstitious“ und „Start From The Dark“ sowie das Led Zepplin Cover „Since I’ve Been Loving You“. Alle drei Songs wurden beim Abschlusskonzert der letztjährigen Tour im legendären Londoner Hammersmith Odeon aufgenommen.

Ein Kauf dieses Silberlings lohnt sich also nur bedingt: Wer nicht gerade als Hardcore-Fan jede Live-Aufnahme seiner Lieblinge haben muss oder das neue Album gar nicht mehr erwarten kann, der darf getrost auch bis zum September warten, wenn das komplette Album – ebenfalls unter dem Namen „Last Look At Eden“ – veröffentlicht wird.

———-

Label: Ear Music
Genre: Hard Rock
Releasedate: 2009-06-26
Web: http://www.europetheband.com
Punkte: 6

Autor: Daniel Popp

Valkyrie’s Cry – Valkyrie’s Cry

Valkyrie's Cry - Valkyrie's Cry

Valkyrie’s Cry – Valkyrie’s Cry

Valkyrie’s Cry sind ein, aus Kanada stammendes, Quartett, dass seit 2004 unter diesem Namen True/Epic/US Metal macht. Vier Jahre nach der Demo „Black Knight“ brachten Dip Evil (Vocals), Lord Godin (Gitarre), Lord Kilian (Bass) und Kaveh (Drums) mit dem selbstbetitelten Album „Valkyrie’s Cry“ am 22.5. ihr Debüt auf den Markt.

Wie schon der Name der Band, der Bandmitglieder und des Albums, sowie der Demo impliziert, geht es hier thematisch nicht um rosa Wattebälle, sondern um Mythologie, die „zwangsläufig“ und klischeebefriedigend mit epischen Schlachten, Ehre des Kriegers und bedingt auch mit Geschichte assoziiert wird. Und um die Klischees weiter zu bedienen, umfasst die musikalische Umsetzung des Themas langanhaltende Gesänge, inklusive Schreie, stampfende Drums, schnelle Gitarren, inklusive Soli, sowie ledertragende, langhaarige, muskulöse Musiker.

Dieser letzte Punkt ist allerdings auch wirklich das einzige, was bei dieser Veröffentlichung stimmt. Es ist eine gute Sache, eine Musikrichtung einzuschlagen, die diverse Bands bereits eingeschlagen haben, selbst 20 Jahre später, wenn man etwas neues, aufregendes oder revolutionäres hinzufügen kann.

Es ist aber eine schlechte Sache, eine Musikrichtung einzuschlagen, die diverse Bands bereits eingeschlagen haben, selbst 20 Jahre später und absolut nichts innovatives, einfallsreiches, sondern ganz und gar qualitativ mangelhaftes vorzuweisen.

Und so stellt sich dieses Album dar, insbesondere die Qualität lässt zu wünschen übrig. Es kommt einem vor als wäre jede Tonspur zufällig miteinander verknüpft worden, sodass zwar grob ein Rhythmus durch die Drums zu erkennen ist, allerdings scheint sich der Rest der Band entweder wenig daran zu halten, oder andererseits jeder das zu spielen, was ihm gerade in den Sinn kommt. Ab und an mal ein Gitarrensolo macht dann auch nichts besser.

Darüber hinaus ähneln sich die Songs überaus stark, sodass es höchstens anhand der Intensität der Drums oder der zeitlichen Position des Gitarrensolo, das so sicher vorkommt wie das Amen in der Kirche, möglich wird zu bestimmen inwieweit ein Song sich vom anderen unterscheidet.

Der Rest ist aus der musikalischen, epischen Imitation des Pferdegalopps einer reitenden Streitmacht gestrickt, darüber die Stimme des Sängerknaben, der, ob man es glaubt oder nicht, laut Website eine Opernausbildung genossen haben soll, und der obligatorische Chor.

Bester Song meiner Meinung nach ist „Berserker“, allein weil er mich an eine Filmsequenz aus Clerks erinnert.

Den Vergleich anderer Berichte mit klassischem US-Metal kann ich nicht ziehen, und erst recht nicht damit, dass es „kurzweilig Spaß macht“, dieser CD zu lauschen, das enthaltene Chaos macht eher Kopfschmerzen. Von mir gibt es daher nur einen von fünf möglichen Gitarren für das hübsche Artwork, einem blutigem Normannenschwert auf rotschwarzem Grund, und die „fantastische“ Übersetzung der Website ins Deutsche, die ich jedem empfehlen kann, wenn man mal so richtig herzhaft über epische Zeilen lachen will, wie zum Beispiel über die Reise des Herrn Godin und des furchtlosen Kriegers Soßenübel aus Valhalla, wo das Feuer verbrennt usw…

———-

Label: Pure Steel Records
Genre: Heavy Metal
Releasedate: 2009-05-22
Web: http://www.valkyriescry.com
Punkte: 2

Autor: Sage

Nazareth – The Anthology

Nazareth - The Anthology

Nazareth – The Anthology

Die 70er Jahre waren für viele Rockfans eine aufregende Zeit. Ein ganz neues Genre war entstanden, das damals Hard Rock genannt wurde und jetzt von vielen als Classic Rock definiert wird. Bands wie Deep Purple, Led Zepplin oder Black Sabbath gingen ihre eigenen musikalischen Wege abseits des bis dahin so beliebten Glam Rock. Mittendrin waren auch Nazareth< aus Schottland, die gerade im letzten Jahr ihr 40 jähriges Bandjubiläum feiern konnten. Kaum eine andere Band aus dieser Zeit hat so lange durch gehalten.

Gründe für ein Best-Of Album gab es also viele. Zwar hat es seit 1975 bereits acht Best-Of und Live-Alben der Band aus Dunfermline gegeben, aber dieses hier ist das einzige auf dem aktuellen Stand, das alle 21 Studioalben berücksichtigt. Angefangen vom Debüt „Nazareth“ bis hin zum 2008 erschienenen „The Newz“, das von zahlreichen Promotion Auftritten – beispielsweise auch in der „Ultimativen Chartshow“ – begleitet wurde.

Bei diesen Auftritten lagen die Akzente naturgemäß auf den größten und erfolgreichsten Hits der Combo: Den Balladen „Love Hurts“ und „Dream On“. Nazareth haben allerdings wesentlich mehr geschaffen als nur Balladen. In erster Linie steht die Band für den kompromisslosen Rock der 70er Jahre. Wie im Rausch flirrende Gitarrensoli, für die Zeit mächtig treibende Rythmen und eine atemberaubende Melodieführung der Gesangsstimme haben nicht nur Bands wie Deep Purple oder Led Zepplin berühmt gemacht, sondern eben auch Nazareth.

Dabei waren die Schotten allerdings weit weniger vom Erfolg verwöhnt als andere Bands des Genres und musste vor allem oft mit ihrem Management oder ihrer Plattenfirma kämpfen. Beide wollten natürlich kommerziellen Erfolg und versuchtem demzufolge die Band – je nach Zeitgeist – in Richtung Glam Rock der ausgehenden 60er oder Poprock der 80er und 90er zu drängen. Die Musiker ließen sich jedoch nur selten beirren und besannen sich immer wieder auf ihre Stärken: Mit reichlich Blues angereichertem Hard Rock, der einen an Herz und Seele packt.

Braucht die Band also wirklich noch ein neuntes Album mit allen Hits von Nazareth? Die Antwort lautet eindeutig: Nein! Wer die Band kennt und liebt der kann auf diese Compilation aus zwei CDs getrost verzichten. Bietet sie doch nichts Neues an. Wer allerdings gerne mal über den Tellerrand des Metal schauen und erleben möchte wo diese Musik ihre Wurzeln hat, der ist mit einem Kauf genauso gut beraten wie jemand, der sich noch nicht so weitschweifig mit der Band auseinander gesetzt hat und gerne einen Überblick über ihr Schaffen erhalten möchte.

———-

Label: Salvo
Genre: Classic Rock
Releasedate: 2009-06-26
Web: http://www.nazarethdirect.co.uk/
Punkte: 7

Autor: Daniel Popp

Death Before Dishonor – Better Ways To Die

Death Before Dishonor - Better Ways To Die

Death Before Dishonor – Better Ways To Die

Ruhe und Frieden („Peace And Quiet“), so heißt der erste Song auf dem neuen Death Before Dishonor-Album „Better Ways To Die“. Wer aber Ruhe sucht, hat sich hiermit definitiv die falsche CD herausgesucht.

Die Band aus Boston schiebt nach ihrem, in der Hardcore-Szene schon sehr erfolgreichen, Album „Count Me In“, ihr viertes Album hinterher, und schon nach dem, etwa eine Minute langen, Opener sollte jedem die Marschrichtung klar sein. Im Gegensatz zum sehr Mosh- und Breakdownlastigen Vorgänger erinnert dieses Album zu jeder Zeit an Bands wie Blood For Blood oder Agnostic Front zu „Something’s Gotta Give“ Zeiten.

Streetpunk- und Arbeiterklasse-Attitüde ziehen sich wie ein roter Faden durch das Album, was sich auch, wie zum Beispiel bei „Boys In Blue“, auf die Texte niederschlägt. Death Before Dishonor besitzen genau die Kredibilität, die man bei hiesigen Hardcore Bands oft vermisst.

Fazit: „Better Ways To Die“ ist in Zeiten, in denen Hardcore-Bands mit Breakdowns und Metalriffs nur so um sich werfen eine erfrischende Abwechslung. Sollte die Band weiter so kontinuierlich gute Alben machen, brauchen sich Agnostic Front und Sick Of It All keine Sorgen mehr um einen würdigen Nachfolger zu machen.

———-

Label: Bridge 9
Genre: Hardcore
Releasedate: 2009-07-31
Web: http://www.deathb4dishonor.com
Punkte: 8

Autor: Schneider

Stimpack – Dunkle Wasser

Stimpack - Dunkle Wasser

Stimpack – Dunkle Wasser

Nie gibt es was, wo sich wirklich alle einig sind. Warum kann es nicht mal eine Band geben, die Musik macht, die allen gefällt? Wobei… ich glaub fast, diese Frage kann ich selbst beantworten: Es würde einfach scheiße klingen.

Worauf ich eigentlich hinaus will ist das Debüt-Album der Band Stimpack mit dem wunderbaren Namen „Dunkle Wasser“. Denn auch hier scheiden sich die Geister. Während die Einen das Quintett schon als Nachfolger von Rammstein feiern, sagen die Anderen zu der Musik die da von der Scheibe abgespielt wird mit einem müden Lächeln Deutsch Rock.

Okay, zugegeben, Deutsch Rock ist in dem Fall wirklich eine Beleidigung, denn was sich da tatsächlich auf dem Markt gespielt hat ist mit Sicherheit vielmehr in Richtung Metalcore, oder einfach nur Metal, einzuordnen. Und nicht nur vom Stil her ist die Band eher in den härteren Bereich einzuordnen (ich orientiere mich am Mainstream, also bitte wundert euch nicht). Nein, auch die Texte sind ausnehmend düster und haben zum großen Teil sogar einen ernsten Hintergrund. Vor allem Gesellschaftskritik scheint dominant.

Das Gesamtbild ist jeden Falls durchweg solide. Der Klang stimmt, es wird ein immer konstant gut gehaltener Ausgleich zwischen Rhythmus und Melodie gehalten, sodass man hier wirklich nicht sagen kann, dass eines von beiden übermäßig in den Vordergrund gedrängt wird. Der Gesang ist ebenfalls nicht von schlechten Eltern und kommt schön hart und aggressiv zur Geltung. Dass der wiederum an den entscheidenden Stellen durch kraftvolle Riffs und kreative Soli abgelöst wird, ist nur ein weiteres Zeichen der hohen Qualität.

Abschließend denke ich, dass Vergleiche zu Bands Grantig oder Schweisser, wie sie von unserer Konkurrenz oft angeboten werden, ganz zutreffend sind. Klar, „Dunkle Wasser“ ist noch ausbaufähig, unter anderem in dem die Unterschiede zwischen den einzelnen Songs noch weiter ausgearbeitet werden. Aber alles in allem eine schöne Leistung, die ich mit vier Gitarren belohnen will.

———-

Label: Rocking Ape
Genre: Metal/ Metalcore
Releasedate: 2009-06-22
Web: http://www.stimpack.net
Punkte: 8

Autor: Gou


Wie hat Dir der Artikel auf metaller.de gefallen?

Metaller.de CD-Reviews Juli 2009 (aus dem OsnaMetal.de Archiv) Teil 3: 1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne5,00von 5 Punkten, basieren auf 1abgegebenen Stimmen.
Loading...