Torture Killer – Sewers

Torture Killer - Sewers

Torture Killer – Sewers

Mit ihrem nun dritten Album „Sewers“ melden sich die Finnen Torture Killer zurück. Der Vorgänger „Swarm!“ war ja schon ein voller Erfolg und hat viele gute Bewertungen erhalten.

Ok, Torture Killer sind auch kein unbeschriebenes Blatt, schließlich hat der Ex-Cannibal Corpse- und jetziger Six Feet Under-Fronter Chris Barnes die „Swarm!“ eingegrunzt, aber wir sind ja nun beim aktuellen Werk angelangt.

Wieder mit an Bord ist Juri Sallinen, welcher sich nun wieder bereit erklärt hat, für Torture Killer seine Stimmbänder zu vergewaltigen.

Ein Mix aus Old-School und Groove Death Metal wird hier geboten und es findet schnell Gefallen.

So handelt es sich nicht um das übliche Geblaste sondern um groovigen, angenehm brutalen Death Metal ohne Kompromiss.

Jeder Song ist ein Leckerbissen für sich und die Scheibe wird einfach nicht langweilig.

Nicht zu langsam und nicht zu schnell würde ich sagen.

Meiner Meinung nach klingt das ganze wie Cannibal Corpse zu Chris Barnes Zeiten, nur nicht ganz so schnell.

Nunja, was soll ich noch groß über diese Scheibe sagen?

Jeder Fan des Groove Death Metal sollte sich diese CD zulegen, ich verspreche euch, ich werdet es nicht bereuen und somit kann ich mit gutem Gewissen 3,5 von 5 Gitarren verteilen.

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Label: Dynamic Arts Records
Genre: Death Metal
Releasedate: 2009-03-27
Web: http://www.torturekiller.com
Punkte: 7

Autor: unbekannt

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Wednesday 13 – Bloodwork [EP]

Wednesday 13 - Bloodwork [EP]

Wednesday 13 – Bloodwork [EP]

Wednesday 13 bringen wieder ein wenig Horror nach Deutschland. Mit ihrer EP „Bloodwork“ wollen sie uns das Fürchten lehren und demonstrieren, dass Horror Punk einfach grooved.

Wer sich gerade fragt, warum Mittwoch der 13. und nicht Freitag, dem sei gesagt, dass es sich um eine Mischung aus der Adams Family und der Adresse der Munsters („1313 Mockingbird Lane“) handelt. Die Freude an Horrorfilmen ist dabei nicht wegzudenken, die der Fronter Joseph Poole (u.A. Murderdolls) mit in die Musik und in die Texte einbringt. Die Musik erinnert mich ein wenig an eine Mischung aus Rob Zombie und Alice Cooper. Diese gewonnene Erkenntnis erhöht meine Vorfreude auf das erste Stück „B-Movie Babylon“.

Gruselige Snytieklänge untermalen den düsteren Gesang. „Schwere“ Riffs und ein geniales Schlagzeug motivieren mich zum Wippen. Die Atmosphäre breitet sich im Raum aus und man wartet nur drauf, dass von oben Spinnen herab gleiten, um den Raum in Spinnennetzen zu hüllen. Was ich eigentlich damit sagen wollte war, dass der Einstieg schon sehr authentisch ist und Lust auf mehr macht.

„Return Of The Living Dead“ erinnert stark an den Horrorfilm und ist ein schnelles, punkiges Lied. Natürlich mit dem typischen Horrorsound im Hintergrund. Die Stimmt passt hervorragend und gepaart mit den Instrumenten eine klasse Sache, die nicht so schnell langweilig wird. Ich mag den fiesen, giftigen Sound. Und die Texte sind absolut amüsant.

Das dritte Lied „Runnin‘ Down A Dream“, ist ein Cover Stück von Tom Petty And The Heartbreakers. Hier sind die Gitarren besonders im Vordergrund. Einige schnelle und fetzige Gitarrensoli und ein starkes Schlagzeug bestimmen das Tempo. Dynamik und dennoch ein Hauch von Bösartigkeit – herrlich.

Jetzt kommt mein Lieblingstück, dass ebenfalls älter ist und ursprünglich von Frankenstein Drag Queens From Planet 13, einem älteren Projekt von Frontmann Wednesday 13 stammt und zu den „Evergreens“ gehört: „I Love To Say Fuck“. Ein absolutes Ohrwurm-Stimmungslied. Dazu die aufmüpfige Art und das Rotzige sind absolut genial.

Das Vorletzte Stück „My Demise B.C.“ ist ein akustisches Stück und glänzt mit der markanten Stimme von Joseph Poole. Und ist ein Pendant zum Rest der Scheibe, finde ich aber nicht störend. Ich finde, dass dieser Kontrast die CD aufwertet, da man merkt, dass nicht nur eine Schiene gefahren wird, sondern dass es auch anders geht.

„Skeletons A.D“ ist ebenfalls ruhig und akustisch. Die tiefe, rauchige Stimme baut gleich eine intensive Atmosphäre auf. Das Zuhören bereitet Freude. Mit dem letzten Akkord fällt dann auch der Vorhang der kleinen Horrorshow und man darf gespannt sein aufs nächste Album, welches hoffentlich bald hinterher gefeuert wird.

Bei den beiden letzten Songs handelt es sich übrigens um akustische Neueinspielungen des letzten Albums „Sekeletons“.

Fazit: Ein schaurig-schöne CD, die mich als eher Genrefremde überzeugt hat. Für alle, die eine markante Stimme wollen, die einem das Gruselkabinett nach Hause bringt.

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Label: DR2 Records
Genre: Horror Punk
Releasedate: 2009-03-20
Web: http://www.wednesday13.com
Punkte: 8

Autor: unbekannt

Semlah – Semlah

Semlah - Semlah

Semlah – Semlah

Knapp eine Stunde läuft die erste CD der neuen Doom-Hoffnung aus Schweden. Gemeint sind die Stockholmer Jungs von Semlah, also die Truppe des Ex-Count Raven-Bassers Tommy „Wilbur“ Eriksson.

Geboten wird klassischer Epic Doom á la Candlemass oder eben Count Raven. Viel Melodie mit guten Soloeinlagen paart sich mit der dunklen, leicht zähen Atmosphäre der elf Stücke inklusive Intro. Dabei wird vornehmlich im langsameren Bereich gerockt. So entsteht ein Album aus einem Guss mit teilweise schönen Ideen.

Dennoch fehlt hier und da noch so das Quentchen Überklasse. Kann man die druckvolle Produktion noch auf der Haben-Seite verbuchen, vermisst man doch ein wenig die ganz großen Augenblicke in den Stücken. Trotzdem ist „Semlah“ bei weitem kein schlechtes Album. An die Klasse einer Band wie Candlemass reichen die Schweden aber noch nicht heran. Was soll´s, es ist ja erst das Debüt der Band.

Höhepunkt der CD ist für mich das vorletzte Stück „My spirits fail“, was gerade durch seine etwas mystische Atmosphäre am Anfang des Titels und die interessante Abwechslung in Rhythmik und Dynamik überzeugt. Abschließend kann man guten Gewissens 3 Gitarren vergeben. Mal sehen, was die Zukunft bringt. Potential ist auf jeden Fall da.

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Label: Cyclone Empire
Genre: Epic Doom Metal
Releasedate: 2009-03-27
Web: http://www.semlah.se/
Punkte: 6

Autor: Nitro

My Dying Bride – For lies I sire

My Dying Bride - For lies I sire

My Dying Bride – For lies I sire

Die Grenze zwischen Doom Metal und Gothic Metal ist nicht immer ganz eindeutig zu ziehen, vor allem nicht bei Bands, die sich im Laufe einer langen Karriere schon auf beiden Seiten befunden haben. Wer kann anderes gemeint sein, als die einstmals Helden des britischen Doom Metal My Dying Bride.

Ging man seinerzeit mit dem Debüt der Band noch heftigere Wege, kam man mit den Jahren immer mehr zur Melodie, konnte sogar mit dem einen oder anderen Stück in die Schublade der Gothic-Rocker geschoben werden.

Ruhig und melodiös geht man auch auf dem allerneusten – zehnten Album – der Musiker zu Wege. Doch kann man Ruhe und Melodie auch mit einer bestimmten Art Härte verbinden. Und genau dieses tun My Dying Bride auf „For lies I sire“, denn zu den gerade genannten Eigenschaften dieser CD kommt noch eine gehörige Portion Stahl, der die Band doch recht deutlich wieder in Richtung Metal drückt. Ob man hier nun mehr Doom oder mehr Gothic zu hören bekommt kann man schwer sagen. Elemente von beiden Stilrichtungen findet man, ja sie wechseln sich regelrecht innerhalb der Titel ab. Eines bleibt aber beiden Seiten gemein: Es ist ganz großes Kino, was hier geboten wird. Großartige Songs mit einem klasse Sänger, der teilweise emotional druckvoll, teilweise schon zerbrechlich agiert und den Stücken auf „For lies I sire“ noch eine zusätzliche, ganz besondere Note verleiht.

Dieser Monat hat wahrlich gute Alben zu bieten. Nach dem grandiosen Debüt der Power Doomer Black Sun Aeon folgt schon der nächste potentielle Klassiker.

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Label: Peaceville Records / SPV
Genre: Doom Metal / Gothic Metal
Releasedate: 2009-03-27
Web: http://www.mydyingbride.org/
Punkte: 9

Autor: Nitro

Sólstafir – Köld

Sólstafir - Köld

Sólstafir – Köld

Richtige Langeisen sind es, die uns auf „Köld“, dem neuen Album der finnischen Solstafir hier geboten werden. Kaum einer der acht Titel unterschreitet die Acht-Minuten-Marke. Dabei haben sich die Nordmänner dem atmosphärisch angehauchten, zähen Progressive Post Doom Metal mit gewollter Klangschichtung verschrieben.

Großflächige Soundebenen überlagern sich, um die sphärischen Momente dieser CD genauso zur Geltung zu bringen wie die zeitweise versteckten, zeitweise recht deutlich hervortretenden rohen, ja rockigen Elemente. Solstafir beschreiben dieses Konzept in ihrem Promoschreiben recht gut mit „wild savage“.

Allgemein ist es nicht wirklich einfach gleich zu Beginn hinter die verwobenen Strukturen zu kommen. Da ist die bereits erwähnte Länge der einzelnen Stücke nicht gerade hilfreich. „Köld“ ist eine Platte zum Wirken lassen. Keine Partymusik oder dergleichen (auch wenn einige Passagen durchaus partytauglich wären, wie zum Bespiel in „She destroys again“ oder „Love is the devil“). Genießen, zurück lehnen und befluten lassen ist der richtige Ansatz sich dieser CD zunähern. Runterkommen vom Altagsstress und mittreiben lassen auf Geschwindigkeitshöhen und in Atmosphäre-Täler.

Eine gerechte Wertung zu finden ist sicherlich nicht einfach. Fans des Vorgängers „Masterpiece of bitterness“ können auch bei „Köld“ ohne Probleme zuschlagen, Neueinsteiger sollten auf alle Fälle erstmal die Myspace-Tracks der Band antesten. Ich vergebe 3,5 Gitarren für dieses neue Werk aus dem Hause Spikefarm Records.

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Label: Spikefarm Records
Genre: Progressive Post Doom
Releasedate: 2009-02-27
Web: http://www.dordingull.com/solstafir/
Punkte: 7

Autor: Michael

Timor – Aeons Of Despite

Timor - Aeons Of Despite

Timor – Aeons Of Despite

Die Schweizer Death-Thrash Metaller von Timor haben mit „Aeons of Despite“ ein Werk zustande gebracht, dass überzeugen kann.

Diese Scheibe hat es in sich: melodischer Death Metal, der an At The Gates erinnert, gepaart mit thrashlastigen Riffs, gewaltige Vocals, Bass Soli, die immer wieder zwischendurch erscheinen und eine Doublebass, die alles in Schutt und Asche legt. Unterstrichen wird dieses durch die saubere Produktion, die von den 5 Herren selber übernommen wurde.

Leider hört das Album sich so an, als hätte man es irgendwann und irgendwo schon einmal gehört. Trotzdem würde ich mich darüber freuen die Schweizer in nächster Zeit einmal Live zu sehen, denn ich glaube, dass sich die Songs auf der Bühne sehr gut machen.

Mit „Aeons Of Despite“ legen Timor ein tolles Debüt hin und ich glaube, dass das nicht das Letzte ist, was wir von ihnen zu hören bekommen.

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Label: Eigenproduktion
Genre: Death/Thrash Metal
Releasedate: 2008-11-22
Web: http://www.timor.ch
Punkte: 6

Autor: Dextro

Dave Evans – Judgement Day

Dave Evans - Judgement Day

Dave Evans – Judgement Day

Dave Evans, Gründungsmitglied von AC/DC, hat ein neues Solo Album veröffentlicht, welches sehr stark an die aus Australien stammenden Rock Legenden erinnert.

Wenn man sich in dem Hard Rock bereich nicht auskennt, könnte man „Judgement Day“ glatt für eine ältere AC/DC-Platte halten. Simples Riffing, einfache Strukturen und unkomplexe Songtexte. Wie man es halt von diesem Genre gewöhnt ist.

Sowohl Mid-Tempo Songs wie „We Don’t Dance To Your Song“, als auch schnellere Stücke wie „Little Headbanger“ sind auf der Scheibe vertreten und wissen zu überzeugen. Nichts neues, nichts Innovatives, dafür aber eine saubere Produktion und Kompositionen, die sich Live bestimmt super machen. Total überflüssig ist jedoch das Cover von „House Of The Rising Sun“ welches überhaupt nicht gut klingt.

„Judgement Day“ ist sicherlich eine gute neu Anschaffung für alle AC/DC-Fans und auch für Leute, welchen die aufstrebende Band Airbourne gefällt, ein interessantes Album.

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Label: STF Records
Genre: Hard Rock
Releasedate: 2009-02-05
Web: http://www.myspace.com/daveevansrocks
Punkte: 6

Autor: Dextro

Celesty – Vendetta

Celesty - Vendetta

Celesty – Vendetta

Orchester, Chöre und Power Metal, eine Kombination die es in sich hat. Nein, wir reden hier nicht von Manowar – denn die haben den Power Metal schon lange abgelegt, falls sie ihn jemals zelebriert haben. Auch die Italiener von Rhapsody (of Fire) sind nicht gemeint. Wir orientieren uns hier eher nördlich unseres Heimatlandes.

Um genau zu sein befinden wir uns musikalisch in Finnland. Und die Band, die hier ihr neues Album vorstellt sind die aus Seinäjoki stammenden Celesty. Das gute Werk ist bereits ihr viertes Studioalbum. Sämtliche Vorgänger hatten in der Fachpresse gute bis überragende Kritiken eingefahren. Da ist es doch nur verständlich, dass ich sehr gespannt darauf war, ob „Vendetta“ diesen Level halten kann.

Vorab sei schon mal erwähnt, dass diese CD das erste Release auf ihrem neuen Label Spinefarm Records ist. Diese etablierte Klangschmiede könnte das Sprungbrett für die sympathischen Musiker werden. Man merkt bereits an der ausgefeilten und sauberen Produktion, dass hier Leute dahinter stecken, die wissen wie es geht. Aber auch die beste Produktion bringt nichts, wenn die Songs nichts taugen.

Glücklicherweise ist das hier ganz und gar nicht der Fall. Erhaben, stellenweise gar brillant, symphonisch, aber immer noch genug Power, so präsentiert sich „Vendetta“ der Öffentlichkeit. Dabei treffen die Finnen genau die richtige Mischung aus Epik und Härte, nicht nur im Musikalischen. Man beachte auch das genial gestaltete Cover. Die neue Scheibe von Celesty kann also ohne weiteres mit ihren Vorgängern mithalten. Am besten gefällt mir neben allen anderen guten Songs vor allem „Lord (of this kingdom)“. Dieser Titel würde alleine schon für eine Kaufempfehlung reichen. Also los und zuschlagen.

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Label: Spinefarm Records
Genre: Epic Symphonic Power Metal
Releasedate: 2009-04-17
Web: http://www.celesty.net/
Punkte: 8

Autor: Horsti

Konkhra – Nothing is sacred

Konkhra - Nothing is sacred

Konkhra – Nothing is sacred

In wieweit sich eine Band im Laufe der Jahre stilistisch wandeln kann, ist besonders gut beim neuen Konkhra Album zu erkennen. Zumindest für die, die in den Genuss kommen, eine der Limited Editions zu ergattern. Bevor wir hier nämlich zum eigentlichen Werk „Nothing is sacred“ kommen fällt auf, das sich bei dieser Version noch eine zweite CD mit in der Hülle befindet. Quasi zum zwanzigjährigen Geburtstag leisten es sich die Dänen ihre beiden ersten Demos als remasterte Bonustitel auf diese Zusatz-CD zu bannen.

Ganz klar ist zu erkennen, woher der Hase gekommen ist. Die Demos „The Vicious Circle“ und „Malgrowth” bieten feinsten Underground Death Metal mit kaum merklichen Thrash-Anleihen. Kein Wunder, dass das Material seinerzeit weg ging, wie warme Semmeln. Wenn auch die Produktion – zumindest von einem der beiden Demos – natürlich nicht mit heutigen Maßstäben mithalten kann, gibt diese Bonus-CD doch einen guten Einblick in die Anfänge von Konkhra.

Aber nun zum eigentlichen Werk, dem neuen Album „Nothing is sacred“. Rein optisch deutet das Cover schon ein gewisses Chaos an auch wenn viel mit Symbolik gearbeitet wird. Da ich vorher wenig Kontakt mit der Band an sich hatte und meine ersten Erfahrungen auf den Demos beruhten, war ich doch überrascht, welchen weiten Weg die Nordeuropäer musikalisch zurück gelegt haben. Old School ist hier nichts mehr. Das Groovige ist ganz und gar dem Technischen gewichen. Vermehrte Thrash und New-Thrash-Anleihen geben dieser CD ein modernes Gewand. Punktgenaue Riffs und Rhythmik zeigen die spielerische Klasse der Dänen auf. Aber gerade diese Thrash-Anleihen geben dem technischen Death Metal immer mal wieder leichte Core-Noten mit. Hier versucht man auf zwei Stühlen gleichzeitig zu sitzen und folgt so dem Trend, den viele Bands dieser Tage gehen. Leider bleibt dabei die Innovation etwas auf der Strecke. Alles klingt irgendwie schon mal gehört, auch wenn sich Konkhra Mühe geben, dem ganzen noch ihren eigenen Stempel aufzudrücken. Auch nerven die zwischen den Titeln immer wieder auftauchenden Sprach-Samples ein wenig.

Nicht dass diese CD schlecht wäre. Nur wird es schwer in dieser Zeit mit diesem Massen-Extrem-Metal gegen die wirklich herausragenden Releases zu bestehen. So bleibt mir endgültig nur die Möglichkeit, eine der Leistung angepasste, durchschnittliche Note zu vergeben.

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Label: ChopShop Records / Soulfood
Genre: Technical Death Thrash Metal
Releasedate: 2009-03-27
Web: http://www.konkhra.com/
Punkte: 5

Autor: Hammer

Seneca – Reflections

Seneca - Reflections

Seneca – Reflections

Als ich die ersten Töne des Albums „Reflections“ der Band Seneca hörte, wirkte die ganze Sache fast schon progressiv. Mag vielleicht daran liegen, dass das Intro offenbar absichtlich mit verworrenen Klängen gefüllt wurde. Aber, man glaubt es kaum, es handelt sich um eine Art Metalcore, den die Amerikaner hier vorlegen.

Klar, irgendwie bleibt einem der Eindruck aus dem Intro auch bei den weiteren Songs in Erinnerung, aber progressiv klingen nun nicht mehr die vereinzelten Geräusche aus diesem, sondern viel mehr die unterschiedlichen Härteabstufungen, wie in „Carousels“. Teilweise kommt der Track nämlich selbst Black Metal ziemlich nah, ehe er wieder auf sowas wie Emo-Core umschwingt.

Vielen wird einem das jetzt als unmögliche Mischung vorkommen, aber auf der anderen Seite steht auch fest, das ein riesen Spektrum an stilistischer Vielfalt abgedeckt wurde. Wem Emo-Core zu pussyhaft ist, der findet möglicher Weise die Hard- und Metalcore Anteile ansprechend oder die noch härteren Sachen.

Insgesamt würde ich Seneca am Ehesten für die künstlerische Vielfalt würdigen, weniger für die Musik selbst. Zum normalen Hören ist das nicht zu empfehlen, aber trotzdem nicht schlecht umgesetzt. Muss ja nicht alles immer auf den Stereotypen irgendeiner Richtung abgestimmt sein oder auf überhaupt jemanden. Darum gibt es hier auch vier Gitarren für eine gute, faszinierende Idee.

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Label: Lifeforce Records
Genre: Metalcore
Releasedate: 2009-03-30
Web: http://www.myspace.com/senecaband
Punkte: 8

Autor: Gou


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Metaller.de CD-Reviews März 2009 (aus dem OsnaMetal.de Archiv) Teil 4: 1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne5,00von 5 Punkten, basieren auf 1abgegebenen Stimmen.
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