Darkness by Oath – Fear yourself

Darkness by Oath - Fear yourself

Darkness by Oath – Fear yourself

Man mag es kaum glauben, dass man es hier mit Südeuropäern zu tun hat. Vollmundig angepriesen als Spaniens beste Melodic Death Metal Band klingen die Jungs eher, als kämen sie geradewegs aus Schweden, dem Geburtsland des hier zugrunde liegenden Stils.

Ob diese recht optimistische Vorhersage des Mutterlabels Cyclone Empire denn auch wirklich zutrifft ist sicherlich Geschmackssache. Aber so groß ist die Bandbreite im melodischen Death Metal Bereich sicher nicht, als dass man Darkness by Oath eine Teilhaberschaft unter den Top Ten des Landes auf der Iberischen Halbinsel streitig machen sollte.

Der Gesang kommt recht aggressiv rüber, wechselt sich doch Growlen und Kreischen gegenseitig ab. Ein kurzes Aufflackern (wirklich sehr kurz) bilden die ganz selten gesetzten cleanen Passagen. Die Melodie geht überwiegend von den Gitarren aus, die immer mal wieder sogar doppelläufige Melodiebögen kreieren. Gestützt wird das ganze von einer ordentlichen Leistung der Rhythmussektion. Der Bass ist druckvoll aber genau passend abgemischt und die Drums sind streckenweise pfeilschnell, dann wieder groovend unterwegs. Aber immer präzise gespielt.

Die Produktion kann sich wirklich hören lassen. Schuld daran ist kein geringerer als Dan Swanö (Edge of Sanity, Ex-Bloodbath). Da weiß man auch, woher der enorme schwedische Einschlag kommt. Hat sich von seinen Landeskollegen aus Göteborg wohl einige Tipps geben lassen. In Flames oder At the Gates seien hier mal vorsichtig in den Raum geschmissen (auch wenn der Riff von „Pieces“ durchaus auch von Amon Amarth hätte stammen können).

Schlussendlich ist zu „Fear yourself“, welches übrigens das zweite Release der Spanier ist nur noch zu sagen, dass es sich um ein gutes Album mit einigem Unterhaltungswert handelt. 2,5 Gitarren mit einem großen Pluszeichen sind durchaus gerechtfertigt.

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Label: Cyclone Empire
Genre: Melodic Death Metal
Releasedate: 2009-03-27
Web: http://www.darknessbyoath.com/
Punkte: 5

Autor: Hammer

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Coppelius – Tumult!

Coppelius - Tumult!

Coppelius – Tumult!

Man schreibt das Jahr 1791. Die erste Hälfte von Coppelius trifft bei der Uraufführung von Mozarts „Zauberflöte“ aufeinander. Zwei Jahre danach, bei der Hinrichtung von König Ludwig XVI, beschließt man, gelangweilt ob des öden Vorprogramms, die Musikkultur zu bereichern.

So steht es zumindest auf der Homepage der Berliner Max Coppella (Gesang, Klarinette), Nobusama (Schlagzeug), Graf Lindorf (Gesang, Klarinette), Comte Caspar (Klarinette, Gesang), Sissy Voss (Bass) und Bastille (Butler, Gesang, Schlagzeug, Erfrischungsgetränke, Korrespondenz, Aufgaben des täglichen Lebens).

Etwa zweihundert Jahre nach ihrem ersten Auftritt (1803), veröffentlichten Coppelius am 30. Januar 2009 ihre zweite Langspielplatte „Tumult!“, welche an die Erfolge des Debütalbums „Time – Zeit“ anknüpfen soll.

„Kammermusikmetal“? Was bitte? Ähnlich wie zum Beispiel Apocalyptica haben sich Coppelius es sich zur Aufgabe gemacht, Metal mit eher genreungewöhnlichen Instrumenten zu spielen, und das Konzept funktioniert auch hier.

Der Vergangenheit getreu bleibend beginnt „Tumult!“ mit einem Vorwort von E.T.A. Hofmann zum Thema musikalische Erziehung, um kurz darauf mit „Habgier“ in rhythmische Celloriffs zu verfallen.

„Rightful King“ hebt sich allein deswegen schon von Repertoire der Band ab, weil der Song auf Englisch präsentiert wird. Wem Subway To Sally ein Begriff ist und hier denkt: „Moment, die Stimme kenn ich doch…“ hat recht, denn Eric Fish (Sänger STS) ist aus seiner U-Bahn ausgestiegen und leiht Coppelius bei diesem Stück seine Stimme. Auch bei Track fünf des Albums wird auf die Brandenburger Kollegen zurückgegriffen, denn hier gastiert Frau Schmitt (Geige) und bildet damit eine weitere musikalische Komponente in der ohnehin schon bunten Mischung die da heißt Coppelius.

Die Texte zu den Stücken sind im Allgemeinen dem täglichen Leben aus 200 Jahren Geschichte entsprungen. So lässt sich zum Beispiel Sänger Max Coppella bei „Lilienthal“ über seinen Zeitgenossen Otto Lilienthal und dessen erste Flugversuchen aus, und das Stück „Charlotte The Harlot“ soll augenscheinlich Verwirrung stiften, denn wer covert da eigentlich wen, angesichts dessen, dass Iron Maiden erst viel später gegründet wurde…?

Das Nachwort übernimmt erneut E.T.A. Hofmann mit einer Schilderung seines ersten Kontaktes mit der Musik.

Coppelius machen Spaß. Bemängeln würde ich einzig, dass das Album keine wirkliche Weiterentwicklung im Vergleich zum ersten bietet und sie auch bei weitem nicht an die live Darbietungen der Band heranreichen kann, bei welchen sie ihre Shows absolut perfektionistisch präsentieren (sie haben ja schließlich 200 Jahre daran gearbeitet).

Wer also nicht von neuen Klängen abgeschreckt wird, zugreifen! Oder noch besser, angucken!

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Label: Fame Recordings
Genre: Mittelalter Rock
Releasedate: xxxxxxx
Web: http://www.coppelius.eu
Punkte: 7

Autor: Jenny

Criminal – White Hell

Criminal - White Hell

Criminal – White Hell

Südamerika hat ja bekanntlich eine große Metalszene, deren Vorzeige Künstler die Cavalera Brüder und Bands wie Sarcófago und Violator sind. Es gibt jedoch noch viel mehr gute Bands aus diesem Bereich, wie zum Beispiel Criminal. Wer noch nichts von ihnen gehört hat sollte das schnellstens ändern!

Denn die 4 Musiker, die gebürtig aus Chile stammen, jedoch jetzt in England wohnen und bei Massacre Records unter Vetrag sind, haben mit „White Hell“ ein Album hervorgebracht, dass sich hören lassen kann.

Thrashlastige Riffs, Double-Bass, Gitarren-Soli und Groovige Passagen findet man auf der 50 Minuten langen Scheibe wieder. Der Gesang von Anton Reisenegger macht dann alles komplett.

Einziges Problem ist nur, dass man nach der hälfte der CD das Gefühl hat, die Songs schon einmal gehört zu haben. Aber das ist auch einer der wenigen Minuspunkte. Ansonsten lassen sich alle 12 Stücke einzeln sehr gut anhören. Ein bisschen mehr Abwechslung wäre jedoch schön gewesen.

Im großen und ganzen eine gute Platte, die nicht nur dem geneigten Thrash Metal-Fan gefällt. Wer sich eine Mischung aus Sepultura und At The Gates gut vorstellen kann, sollte sich dieses Werk zulegen.

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Label: Massacre Records
Genre: Thrash Metal
Releasedate: 2009-03-26
Web: http://www.myspace.com/criminal
Punkte: 7

Autor: Dextro

Deceiver – Thrashing Heavy Metal

Deceiver - Thrashing Heavy Metal

Deceiver – Thrashing Heavy Metal

Wenn eine Band extra noch mal zusammenkommt, um ein allerletztes Album zu erschaffen, liegt es entweder an Geldmangel, oder man möchte wirklich einen „runden“ Abschluss liefern. Bei den Jungs von Deceiver hat der runde Abschluss allerdings Ecken und Kanten (Nein, das muss auch bei Thrash Metal nicht so.).

Die Stilbezeichnung mit Thrash / Heavy Metal passt perfekt, alle Elemente sind quasi vorhanden. Seien es Iron Maiden–lastige Gitarrenläufe wie bei „Legacy“, eine an Mercyful Fate erinnernde Vorliebe für Dissonanzen (wie beim Opener), oder auch kurzzeitige Ausflüchte in groovigen Midtempothrash (wie beim titelgebenden letzten Stück). Ganz so schnell wie Slayer und Konsorten wird es zwar nicht, aber wenigstens wird großen Abstand genommen von sogenanntem „Modern Thrash“.

Oldschoolriffs, geniale Oldschoolsoli, treibendes Schlagzeug, wummernder Bass… Zumindest der instrumentale Teil hätte direkt aus den 80ern kommen können. Leider fehlt noch das Entscheidende, der „Gesang“. Und hier wird so gelangweilt und monoton geschrieen, dass man den Sänger am liebsten das Mikro aus der Hand reißen möchte.

Bands, die sich Oldschool auf die Fahnen schreiben, haben auch ein anderes Problem: Sie wollen so klingen wie alte Bands, müssen es aber auch schaffen, diese nicht einfach zu kopieren und immer frisch und neu klingen. Da sieht es bei „Thrashing Heavy Metal“ aber nicht ganz so rosig aus: Die einzelnen Songs verschwimmen in Einheitsbrei. Liegt zum Teil am etwas matschigen Sound, aber auch daran dass alles diesen „schon mal gehört“ Stempel trägt. Heraus stechen dabei Songs wie „Legacy“. Die Idee ein Instrumentalstück zu machen ist zwar auch nicht neu, aber „so was“ klingt dann doch noch Besonders. Das zweite Glanzstück ist der titelgebende „Thrashing Heavy Metal“. Flott nach vorne gespielt, Anleihen von örhead, gefällt.

Mit „Thrashing Heavy Metal“ haben Deceiver ihr letztes Album aus dem Feuer geholt. Vom Musikalischen her hätte ich hier gerne mehr Punkte vergeben, aber für eine derart gelangweilte Intonation gibt es Abzug.

6 Punkte für einen Aufguss von Iron Maiden und Motörhead, der sich aber durchaus ab und zu in der Anlage wieder finden wird!

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Label: Pulverised Records
Genre: Thrash/Heavy Metal
Releasedate: 2009-02-23
Web: http://myspace.com/deceiverswe
Punkte: 6

Autor: Darkthrone

Desert Sin – The Edge Of Horizon

Desert Sin - The Edge Of Horizon

Desert Sin – The Edge Of Horizon

„I bin so schö, i bin so doll, i bin der Andon aus Dirol…“ Genau an solches Grauen denke ich, wenn ich die Begriffe Alpen und besonders Tirol höre. Ü-40 Frauen feiern in einer alten Hütte mitten in den Alpen eine Aprés Ski Party und schütten sich mit Jagatee um. Ich bekomme Gänsehaut, wenn ich nur dran denke.

Aber halt!

Abseits von alldem gibt es in Tirol eine Band, welche mit den oben genannten Punkten in keinster Weise übereinstimmt.

Desert Sin nennt sich diese, und die haben es Faustdick hinter den Ohren.

Denn jene Band hat sich dem Heavy Metal verschrieben und kann mit ihrem neuen Album „The Edge Of Horizon“ zumindest bei mir punkten.

Schon im ersten Song „Shadow Queen“ geht es haushoch her, jener Song ist eine wirkliche Mitsinghymne und wird live bestimmt die Zuschauerherzen erobern.

Die Riffs sind abwechslungsreich, das Schlagzeug schön druckvoll und die Stimme kräftig, wie man sie hören will.

Einflüsse aus dem Bereich des Power Metal sind auch ganz klar zu hören, da Keyboarder Roman mal ganz gerne ein paar Finger auf die Tasten seines Instrumentes legt und somit alles ein wenig abrundet.

Die nachfolgenden Songs sind auch nicht von schlechten Eltern, alles sitzt genau an der richtigen Stelle, die Produktion ist absolut sauber und die Jungs verstehen ihr Handwerk.

Auf jeden Fall eine lohnenswerte Platte.

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Label: Pure Steel Records
Genre: Heavy Metal
Releasedate: 2009-03-06
Web: http://www.myspace.com/desertsinband
Punkte: 8

Autor: Apocalyptic Warhammer

In Solitude – In Solitude

In Solitude - In Solitude

In Solitude – In Solitude

Vor mir liegt gerade die CD von fünf schwedischen Jungspunden. Dass es in Schweden eben nicht nur IKEA und Knäckebrot gibt ist ja nichts neues, und das, was hier vor mir liegt ist keine Ausnahme.

In Solitude haben sich auf ihren selbstbetiteltem Debütalbum voll und ganz der New Ware Of British Heavy Metal verschrieben.

Anhand des Fotos dachte ich auf den ersten Blick, dass wir es hier mit einer 80er Jahre Black Metal Kapelle zu tun haben, so post man in gesteiften Stretchhosen, und hält Kerzen und Totenköpfe in der Hand. Aber dem ist nicht so.

Was man hier geboten bekommt ist Heavy Metal der alten Schule in Perfektion.

Eine sehr respektable Leistung haben sie hier abgeliefert, wenn man bedenkt, dass der Fünfer im Alter zwischen 18 und 20 Jahren ist.

Vetrieben wird das ganze über das Label Pure Steel Records, welches ja auch kein unbeschriebenes Blatt mehr ist.

Aber nun zur Musik.

Ohne Intro oder sonstiges Einstiegsgefiedel wird sofort losgespielt und die Jungs wissen definitiv, wie sie ihre Instrumente zu benutzen haben.

Abwechslungreiches Riffing, rauhes Schlagzeug, sehr professioneller Gesang und vielversprechende Soli machen diesen Rundling zu einem absoluten Muss für jeden Fan der NWOBHM.

Das Cover ist auch nicht ohne, so sieht man eine Reihe von Priestergeistern, welche auch Spargelköpfe sein könnten, vor dem Herrn Satan höchstpersönlich stehen, während im Hintergrund der Vollmond schimmert.

Heavy Metal halt.

Mehr kann ich zu dieser Scheibe auch nicht sagen, außer, dass sie ein absolutes Muss für jeden Heavy Metal-Fan ist, vor allem für jeden, die auf Iron Maiden, Mercyful Fate und Co. stehen.

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Label: Pure Steel Records
Genre: Heavy Metal
Releasedate: 2009-03-06
Web: http://www.myspace.com/insolitudeheavymetal
Punkte: 8

Autor: Apocalyptic Warhammer

Tribulation – The Horror

Tribulation - The Horror

Tribulation – The Horror

Mit „The Horror“ schwirrt schon wieder ein Erstlingswerk zur Tür herein. Die jungen Schweden machen dabei wie viele Bands heutzutage eine kleine Zeitreise und geben einen Dreck auf neuere Errungenschaften wie Keyboards oder cleane Gesänge. Mit den besten Zutaten aus Death, Black und Thrash Metal wird ein ziemlicher klarer, lauter Einstand geschmolzen.

Nach psychedelischen Klängen geht es mit „Crypt Of Thanatophilia“ direkt los und es wird unmissverständlich klar gemacht, worum es bei Tribulation geht: knallharter Death Metal, durchsetzt mit Thrash Metal Riffs und Black Metal Blastbeatattacken. Die acht Titel gehen nahtlos ineinander über, lassen keine Atempause. Schwere, dissonante Death Metal Keulen und schnelle absolut thrashige Riffs mit wahnwitzigen Soli darüber wechseln sich ab. Einzelne Songs aus dieser halben Stunde Trommelfeuer herauszupicken, ist beinahe unmöglich.

So holzen sich die vier Schweden auf ihrem ersten Album durch die Tiefen der Hölle. Der Sound ist düster abgemischt, breite Gitarrenwände, die sich mit dem Bass vermischen, ein vorantreibendes Schlagzeug und ein angsteinflößendes Gekrächze. Dennoch wirkt die Scheibe klar produziert und keinesfalls matschig, was sehr schnell passieren kann. Die Spielfreude und auch Freude an der Musik scheint durch das Album hindurch zu wirken, man spürt, dass Tribulation wirklich der Musik frönen und nicht nur irgendein Album produzieren wollen, sondern ihr eigenes. Dazu passt der Labelname wie die Faust aufs Auge, „pulverisiert“ wird alles, was nicht bei drei auf dem Baum ist.

Mit Tribulation steht also ähnlich wie die Nachbarn Deathchain wieder eine Band bereit, in der Vergangenheit des Death Metal rumzuwühlen und diese genauso zu zelebrieren. Doch kann das, was bereits vor 15 Jahren hätte aufgenommen werden können, noch innovativ sein? Die knappe Antwort lautet: Nein. Aber alleine die Tatsache, dass dieses Album vor 15 Jahren hätte erschienen können, zeugt doch auch von der Qualität. Nicht zuletzt pfeift einem dieses Album so die Gehörgänge durch, dass es auch ohne allzu viel Innovation (Oldschool!) und Schnickschnack (kein Oldschool!) schlichtweg sehr gut ist. Für Fans von Schwedentod und Morbid Angel uneingeschränkt zu empfehlen, für Fans von War Black Metal (klingt eigentlich genauso), Blackended Thrash (klingt auch genauso) und Brutal Death Metal (klingt eigentlich auch so) auch zu empfehlen. Ein sehr gutes Newcomerwerk!

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Label: Pulverised Records
Genre: Death/Black Metal
Releasedate: 2009-02-23
Web: http://www.myspace.com/soultribulation
Punkte: 8

Autor: Darkthrone

Anubis Gate – The detached

Anubis Gate - The detached

Anubis Gate – The detached

Ob eine Band wie Anubis Gate wohl noch Studiokosten zahlt, wo doch Jacob Hansen, Inhaber der überregional bekannten Hansen Studios schon seit einigen Jahren erst als Produzent dann als Sänger der Band am Auftstieg der Truppe einfließend teilnahm? „Andromeda Unchained“, Hansens Debüt bei Anubis Gate kam 2007 als drittes Album der Band auf den Markt und erzielte spontan Bestnoten.

Nun erscheint dieser Tage der Nachfolger der Progressive Metaler aus Dänemark. Die CD trägt den mystischen Namen „The detached“ und ist ein Konzept-Album über Bilao, einen Menschen, der dieser ganz bestimmten Rasse der „Detached“ angehört, die sich nicht an die Gesetzte von Raum und Zeit zu halten braucht. Dadurch entsteht eine interessante Reise durch wundervoll musikalisch vertonte Orte, die alle durch den roten Faden eines Individuums auf der Suche nach dem richtigen Platz im Leben und den Schwierigkeiten, welche diese Suche mit sich bringt verbunden sind.

Geboten wird hier sehr melodischer Progressive Metal / Rock, welcher aber nicht zu vertrackte Kost bietet und sich auch sonst mit seiner Progressivität in angenehmeren Bahnen bewegt. Es müssen ja nicht immer Zehn-Minuten-Frickel-Soli sein. Ein straighter Rhythmus kann auch entzücken, gerade wenn er so gekonnt in die Gesamtstruktur der Songs eingebunden ist.

Einziger Kritikpunkt ist vielleicht der Sound, der, obwohl glasklar produziert mir ein wenig an Druck vermissen lässt. Aber auch darüber kann man Anhand dieser recht eingängigen Kompositionen (für progressive Maßstäbe) leicht hinwegschauen. Gesamt betrachtet gute 4 Gitarren.

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Label: Locomotive Records
Genre: Progressive Power Metal / Rock
Releasedate: 2009-03-20
Web: http://www.anubisgate.com/
Punkte: 8

Autor: Progrocker

Replika – I don´t believe/Nem hiszek

Replika - I don´t believe/Nem hiszek

Replika – I don´t believe/Nem hiszek

Auch mal eine nette Idee für eine nicht englischsprachige Band sowohl die landeseigenen, wie auch die internationalen Fans auf sich aufmerksam zu machen. Die Lösung ist eigentlich ganz einfach. Anstelle einer CD, welche immer nur eine Seite so recht befriedigen kann, erscheint bei den ungarischen Replika ihr wohlgemerkt siebtes Studioalbum traditionell in ihrer Landessprache und eine zweite CD enthält dann dieselben Songs noch mal mit englischen Lyrics.

Obwohl die Tracks natürlich genauso druckvoll auch in Ungarisch klingen, empfahl sich für mich und die weitere Besprechung der Platte mit dem (ich wähle jetzt mal den englischen) Titel „I don´t believe“ natürlich die internationale Variante. Dass die Truppe schon sehr lange musikalisch unterwegs ist, kann man eindrucksvoll an der präzisen Spielweise der ab und an recht fixen Titel erkennen. Nichts desto trotz enthält „Nem hiszek“ – so der ungarische Titel der CD – auch eine Menge Melodie. Interessant klingt auch, wie Fronter Csató Péter die Vocals regelrecht mit der Melodie der Refrains mitkreischt. Als drittes unverzichtbares Element dieser Scheibe erscheinen immer mal wieder auflockernde groovende Parts. Sicherlich eine starke Liveband. Ich sehe das Publikum förmlich vor mir durch die Gegend „circlen“. Überbegrifflich kann man Replika am besten als moderne Thrash Band bezeichnen, die streckenweise ihre Vorliebe für corige Passagen sicher nicht verleugnet. Trotzdem dominiert hier der Metal, was diese CD auch für die Langhaarfraktion gut hörbar macht.

Neben den Songs der ungarischen CD bietet die englische Seite noch einen zusätzlichen Bonustrack, der wohl schon aus dem Jahre 1995 resultiert. Alles in allem berechtigte 7 Punkte für Replika´s englischsprachiges Debüt.

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Label: Edge Records / Hammer
Genre: Modern Thrash Metal / Metalcore
Releasedate: 2009-02-15
Web: http://www.myspace.com/replikacore
Punkte: 7

Autor: Hammer

ArthemesiA – a.O.a.

ArthemesiA - a.O.a.

ArthemesiA – a.O.a.

Obwohl das Cover nun wirklich optisch nicht gerade viel her mach ist es doch die Musik, die hier im wahrsten Sinne des Wortes den Ton angibt. Lang, lang ist es her, da kam das Debüt der Band mit dem unaussprechlichen und noch schwieriger zu schreibenden Namen heraus.

Ganze acht Jahre ist das nun her, als sich ArthemesiA aufmachten, den melodischen Black Metal Himmel (falls es den denn gibt) zu erobern. „Devs – Iratvs“ schlug damals ein wie die sprichwörtliche Bombe und heimste haufenweise Spitzenkritiken ein. Nun, anno 2009 erscheint endlich das von den treuen Fans lang ersehnte zweite Release mit dem interpretatorischen Titel „a.O.a.“. Hierbei bezieht man sich augenscheinlich auf das griechische Alpha und Omega. Erstaunlich, dass eine Black Metal Kapelle gerade das Omega mit einem großen O kennzeichnet, nicht wahr?

Neben viel Melodie setzt man vor allem auf Atmosphäre. Songstrukturen, die auch mal die 13-Minute-Marke knacken können, voll gepackt mit träumerischen Harmonien, gestützt durch den Keifgesang von Alpha Valtias Mustatuuli sind die Ingredienzien, aus denen diese knapp 52 Minuten lange CD besteht. Übrigens teilen sich diese Spielzeit nur fünf Stücke und das Intro.

Aber auch die metallischen Passagen kommen gut zur Geltung, wie zum Beispiel beim Titelstück. Lustigerweise klingt das Keyboard im Zwischenspiel ein wenig nach der Titelmelodie von Akte-X. Ab und zu entfernt man sich auch ein ganzes Stück vom melodischen Black Metal. Durch den vermehrten Einsatz von Keyboards und Chören gewinnt das musikalische Material sogar etwas an Wärme. Trotzdem, oder gerade deshalb ist „a.O.a.“ ein weit überdurchschnittliches Album, welches sogar solchen Hörern gefallen könnte, die sonst selbst den melodischen Black Metal meiden. Diese CD ist etwas ganz Besonderes.

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Label: Spikefarm Records / Soulfood
Genre: Melodic Black Metal
Releasedate: 2009-03-06
Web: http://arthemesia.blackmetal.fi/
Punkte: 8

Autor: Nitro


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Metaller.de CD-Reviews März 2009 (aus dem OsnaMetal.de Archiv) Teil 6: 1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne5,00von 5 Punkten, basieren auf 1abgegebenen Stimmen.
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