Marilyn Manson – The High End Of Low

Marilyn Manson - The High End Of Low

Marilyn Manson – The High End Of Low

Brian Warner hat sich wieder ins Zeug gelegt und mit seinen drei Kumpanen in Studio gesetzt. Entstanden ist „The High End Of Low“, das neuste Werk des Skandalrockers Marilyn Manson.

Wer kennt ihn nicht, den geschminkten, bösen Mann mit der etwas psychedelischen Musik. Auch hier ist er wieder für eine Überraschung gut. „The High End Of Low“ begeistert mit elektronischer Rafinesse und kranken Texten. Wie war es auch anders von ihm zu erwarten. Auch wenn man einige Zeit nichts von Marilyn Manson gehört hat, er ist da, verändert hat er sich auch nicht.

In guter, alter Manier ist es geblieben, stilistisch hat sich nicht viel am Konzept von Warner geändert. Das heißt aber noch lange nicht das die Vorstellung von Musik und das Genre, die er vertritt, ausgelutscht oder langweilig sind. Marilyn Manson hat es geschafft sein Konzept weiter leben zu lassen, es zu verfeinern und etwas neues zu schaffen ohne das es sich Endloswiederholung der ersten CD anhört. Allein schon dies ist eine große Leistung und nicht zu verachten. Wer also schon die eine oder Platte zuhause stehen hat, braucht keine Angst zu haben, „The High End Of Low“ ist anders.

Lyrisch ist Marilyn Manson sich auch treu geblieben. Es geht auch hier wieder von endloser Misanthropie bis zu den gewaltverherrlichenden Fantasien ist wieder alles dabei. 1999 stand Marilyn Manson schon einmal im Kreuzfeuer der Medien, das Columbine-Attentat. Zwei Schüler töteten damals 12 Schüler und einen Lehrer. Kurze Zeit später kamen Gerüchte auf, das die beiden Amokläufer Manson-Fans seien. Man darf also auf den nächsten Skandal gefasst sein, denn „The High End Of Low“ ist auf keinen Fall zärtlich.

Fazit: Skandale sind vorprogrammiert, wer mitreden will, für den ist diese Platte ein Muss. Einige Ohrwürmer sind inbegriffen.

Anspieltipps: Leave A Scar, Arma-Goddam-Motherfuckin-Geddon, I Want To Kill You Like They Do In The Movies, Into The Fire

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Label: Universal Music Group
Genre: Industrial / Alternative Rock
Releasedate: 2009-05-22
Web: http://www.marilynmanson.com/
Punkte: 8

Autor: Skilfinger

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Nachtblut – Antik

Nachtblut - Antik

Nachtblut – Antik

Nachtblut sind die mit Abstand am heißesten diskutierte Undergroundbands des Landes. Die einen lieben die vier Jungs und das Mädel und feiern sie schon jetzt als würdige Nachfolger für Bands wie Eisregen, Rammstein oder Cradle Of Filth, die anderen bezeichnen die Osnabrücker als drittklassigen Abklatsch eben dieser Bands

Welches der beiden Lager nun mit seiner Einschätzung richtig liegt sei mal dahingestellt, was ich aber dazu sagen kann ist, dass Nachtblut es mit nur einem Album geschafft haben, dass jeder, der sich im Underground herumtreibt ihren Namen kennt und sich darüber hinaus auffällig oft im Vorprogramm von Eisregen zu platzieren.

Optisch wirkt das in Eigenregie im Osnabrücker Trollheim Studio aufgenommene Album schonmal wesentlich professioneller, doch auch musikalisch hat die Band einen Schritt in Richtung Eigenständigkeit gemacht. Zwar schimmern immer noch überall die Einflüsse der oben genannten Bands durch, aber vielleicht sind das auch genau die Dinge, die Nachtblut ausmachen.

Der Sound ist wesentlich fetter abgemischt als auf dem Debüt, und jedes Instrument nimmt den Raum ein, den es benötigt. Logischerweise gibt es keinerlei musikalisches Gefrickel zu hören, doch die Instrumente sind sauber eingespielt, was will man mehr? Und auch Sänger Askeroth hat an seinem Gekeife gearbeitet und schafft es auf beeindruckende Art und Weise seine Texte immer verständlich rüber zu bringen. Wo wir dann auch schon an der größten Schwachstelle des Albums wären: Die Texte. Diese wirken oft als ob sie nach dem Schema „Reim Dich, oder ich fress‘ Dich!“ geschrieben worden wären, und strahlen nicht selten (Zum Beispiel: „Des Menschen Kunst Blindheit zu sähen“, „Die Mutter, die ihr Kind verlor“) eine gewisse pseudointellektuellität aus, aber das ist bei Bands aus diesem Genre ja oft so.

Zum Abschluss gibts dann noch eine Coverversion als Hidden Track: „Alles nur geklaut“ von Die Prinzen wird Dark Metal-technisch und mit Michael Seifert von Rebellion und Xiron an den Backingvocals umgesetzt. Ob dieser Song nun ein Geständnis oder ein Augenzwinkern in Richtung der Kritiker ist muss jeder für sich selber entscheiden, ich tendiere aber eher zu letzterer Möglichkeit.

Fazit: Ein gelunges Gesamtpakt, und genau das richtige für Fans von Eisregen, Cradle Of Filth, Creamatory und Co. Zu beziehen ist die CD über die Homepage der Band.

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Label: Eigenproduktion
Genre: Dark Metal
Releasedate: 2009-01-30
Web: http://www.Nachtblut.com
Punkte: 6

Autor: El Padre

Deviated Presence – Fractured Mind

Deviated Presence - Fractured Mind

Deviated Presence – Fractured Mind

Auf den Spuren von Opeth? Deviated Presence wollen mit ihrem dritten Album „Fractured Mind“ ordentlich nachlegen. Vom Solo- zum Bandprojekt, ob das dem Trio ais dem Ruhrpott gelungen ist?

Die erste CD wurde 2004 in Eigenregie produziert und publiziert. „Fall’s Passage“ hieß das gute Stück. Kurz darauf im Jahr 2005 folgte dann „Eerie Sphere“. Diese Alben zählten auch als Soloprojekt von Felix Gebhart (Gitarre und Gesang), der mit Unterstützung von verschiedenen Gastmusikern und eines Drumcomputers die CDs komplettierte. Mit ihrem aktuellen Album begraben sie die Ära des synthetischen Sounds und starten mit einem neuen Line-Up durch. Anne Schäfer an der Gitarre und Daniel Dickmann am Schlagzeug. Was soll jetzt noch schief gehen?

Das erste Lied „Fractured Mind“ dauert dann auch gleich elf Minuten. Grandios. Trotzdem hören sich die ersten Minuten wirklich gut an. Wobei ich sagen muss, dass mir der Klargesang nicht wirklich gefällt. Das bösartige Growlen hat einfach mehr Intensität und Kraft. Die Instrumente sind ausgezeichnet und alleine die Melodie gefällt.

Keine leichte Kost, die uns die Band vorlegt. Schnelle Wechsel, kantige Riffs oder Breaks machen das Hören nicht leichter. So auch bei dem dritten Stück, „Silent Hours“, ruhige Passagen, die schlagartig umschlagen und abgrundtief giftig klingen. Hätten sie den Klargesang weggelassen, würde ich das Gesicht auch nicht so häufig verziehen. Ist aber auch wirklich Geschmackssache.

Das letzte Lied, „Pointless After All“, würde ich eher in die Kategorie Ballade stecken. Sehr ruhig und langsam. Schöne Melodie, aber schrecklicher Klargesang. Klavierbegleitung sorgt für eine schöne Atmosphäre. Ein gutes Pendant zum ersten Lied.

Fazit: Nun ja. Interessant ist die CD wirklich. Anstrengend, aber vielfältig. Gute Growls, schlechter Klargesang. Fans von Opeth und Co. könnten Gefallen daran haben, aber auch nur bedingt. Denn Deviated Presence sind noch kontrastreicher und vertrackter und einfach Deviated Presence.

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Label: Yonah Records
Genre: Progressive Metal
Releasedate: 2009-04-24
Web: http://www.deviated-presence.de
Punkte: 6

Autor: Susanna

The Bluesation – Over The Top

The Bluesation - Over The Top

The Bluesation – Over The Top

Mit „Over The Top“ veröffentlichen The Bluestation bereits ihr zweites Album in Eigenregie und zeigen dass sie etwas mehr drauf haben als einen Wortwitz im Namen. Erdiger Stoner Rock, der nach Whisky, Harley Davidson und amerikanischer Prärie klingt, doch aus dem kalten Finnland kommt.

The Bluestation sind abwechslungsreich, wechseln sie auf „Over the Top“ die Stile wie (laut Promozettel) die Mädchen. Man wird alle Nase lang an Classic Rock, Stoner Rock, Hard Rock oder Grunge Rock erinnert, und die Stimme wechselt auch zwischen Chris Cornell (Audioslave) oder Brad Arnold (3 Doors Down). Ohne Schnörkel fließen die 12 Songs in einem Guss durch und die vielen verschiedenen Stile setzen die Songs jeweils in ihr eigenes Licht. The Bluestation sind als Rock’n’Roll typisches Trio unterwegs, dadurch sind die Songs teilweise sehr minimalistisch geraten, aber weniger ist manchmal mehr und diese Reduzierung des Sounds tut ihr Übriges zur Bikeratmosphäre. Ohrwürmer wie „Bigger than Jesus“, groovige Killer wie „Suecide“ oder Uptemponummern wie „Over The Top“ machen den Reiz des Albums aus und beim zweiten oder dritten Durchlauf finden sich hier und dort noch Riffs, die eigentlich direkt ins Ohr gehen, sich aber ein wenig verstecken.

The Bluestation legen mit „Over The Top“ einen erdigen, dreckigen Stoner Rock/Blues Bastard vor, der für sich selbst überzeugt. Vier Gitarren!

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Label: Eigenproduktion
Genre: Stoner/Hard Rock
Releasedate: 2009-02-27
Web: http://www.the-bluesation.com
Punkte: 8

Autor: Darkthrone

Misery Speaks – Disciples Of Doom

Misery Speaks - Disciples Of Doom

Misery Speaks – Disciples Of Doom

Münster – Misery Speaks – Melodic Death Metal. Die fünf Jungs melden sich mit ihrem dritten Album, „Disciples Of Doom“, zurück. Es hat sich viel getan: neuer Sänger, neuer Produzent, neues Album.

Weg vom Geballer – hin zu den den groovigen Sounds. Und das mit einer ordentlichen Portion Rock. Jonas Kjellgren (Sonic Syndice, Scar Symmetry, The Abscence etc.), der neue Produzent, sorgt für „tightere“ Gitatarrensounds und eine professionelle Aufnahme.

Mit dem Intro „Out Of The Unknwon…“ wird erstmal versucht ein wenig Atmosphäre aufzubauen. Doch das ist nicht von langer Dauer – langsame Melodien werden ohne zu zögern zu schnellen, tiefen Klängen mit „Burning Path“. Przemek Golomb, der neue Sänger, versteht es wirklich, tief und düster zu singen bzw. zu gröhlen. Denoch viel Melodie und sehr viel Groove. Der Song gefällt direkt beim ersten Hören.

Lied fünf, „Disciples Of Doom“, ist sehr dunkel und klingt stellenweise wirklich angepisst. Aber gerade das sind die besonderen Indikatoren bei diesem Album. Keine permanenten Blast-Parts, lieber groovend und rockig.

Lied acht, „Fragile“, wurde vom Fronter geschrieben und ist sehr persönlich. Ehrlich, selbstbewusst und vielseitig. Viel Melodiegetöse im Hintergrund rundet das Lied ab. Passt sehr gut zusammen und wird nicht langweillig. Mit „Into The Unknown“ beenden die Fünf ihre eindrucksvolle CD. Und hinterlassen einen wirklich guten Eindruck.

Fazit: Ich war überrascht, aber diese CD gefällt mir richtig gut. Der neue Sänger passt perfekt zu den Jungs und konnte ein wenig als Muse tätig sein. Der etwas neue Sound wird sich mit Sicherheit positiv auswirken. Misery Speaks haben mit „Disciples Of Doom“ eine neue Richtung eingeschlagen.

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Label: Drakkar Records
Genre: Melodic Death Metal
Releasedate: 2009-04-24
Web: http://www.miseryspeaks.com
Punkte: 8

Autor: Susanna

Faust Again – The Trial

Faust Again - The Trial

Faust Again – The Trial

Polen,1999 – Grudziadz: Die Band Faust Again bildet sich. Fünf Personen wurden ausfindig gemacht, welche sich dieser Gruppe der extremen Musik angeschlossen haben. Besonders auffällig dabei war ein Herr Namens Marcin. Er neigt dazu in der Gegend herumzuschreien. Ein weiterer Herr trägt auch den Namen Marcin. Er allerdings baut seine Aggressionen durch heftiges Aufschlagen von Stöcken auf große Hohlkörper ab.

Aleksander und Wojciech sind in der Organisation für das Zupfen von 6-saitigen Holzkörpern zuständig. Adrian hat man nur 4 Saiten zugesprochen.

Nun propagieren sie ihre Erzeugnisse, auch Musik genannt, mit einem Datenträger, welche von den fünf „The Trial“ betitelt wird und unterstützt werden sie dabei von der Organisation Bastardized Recordings.

Nun aber zurück in die Alltagssprache: Faust Again sind ein Metalcore-Quintett aus Polen und ihre CD „The Trial“ kommt bald auf den Markt.

Durch Synthesizerzwischenspiele oder kleine Samples wie das Tropfen in einer Höhle (in „The Ninth Gate“) versuchen sie Atmosphäre zu schaffen, was ihnen leider nur in geringen Anteilen gelingt. Positiv anzumerken ist aber der drückende Klang von den Gitarren, welche mal mit der einen oder anderen Melodie versehen sind.

Sänger Marcin lässt einen Bastard aus Growling und dem Hardcore-Shouting auf die Massen los, teilweise versucht er sich auch am klaren Gesang. Leider empfinde ich genau dies als störend.

Beispielsweise beim Track „Call For Life“ gibt es kleine, gerufen/gesungene Parts, die sich in meinen Ohren einfach nicht gut anhören.

Auch das Shouting des Herren wirkt teilweise zu roh und unausgereift. Vermutlich wollen „Faust Again“, dass es so klingt um etwas Individualität in ihre Musik zu bringen, doch ich hätte einen typischen Metalcore-Gesang für diese Art von Musik besser gefunden.

Auf „The Trial“ findet man weder einen extrem schwachen noch einen extrem guten Track. Dies könnte auch an der fehlenden Abwechslung des Silberlings liegen. In meinen Augen und Ohren wird „The Trial“ schnell langweilig und man hat sich schnell satt gehört, da man auch nur einen Track in der Endlosschleife hören könnte, wenn man Faust Again mag. Allerdings verpasst man dann die bereits erwähnten, gesampleten Zwischenspiele, welche aber leider die CD nicht aufwerten sondern eher als störend empfunden werden.

Fazit: Noch nichts Ausgereiftes und für den 0-8-15-Metalcoreler wahrscheinlich zu rohe Kost.

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Label: Bastardized Recordings
Genre: Metalcore
Releasedate: 2009-05-22
Web: http://faustagain.com
Punkte: 5

Autor: Wolli

War From A Harlots Mouth – In Shoals

War From A Harlots Mouth - In Shoals

War From A Harlots Mouth – In Shoals

Fünf Berliner spielen um ihr Leben – das lässt das erste Hören von „In Shoals“ vermuten. War From A Harlots Mouth sind zurück mit ihrem zweiten Album: Hardcore trifft Jazz, mit einer Prise Melodie.

Mit ihrer ersten Scheibe „Transmetropolitan“ konnten die Jungs bereits einen Fuß in die Tür bekommen. Doch mit ihrer aktuellen Scheibe beweisen sie, dass das letzte Album noch steigerungsfähig ist. Möglich macht es der neue Sänger, Nico (Ex-The Ocean), der mit seiner Stimme einige Stimmlagen mehr als sein Vorgänger beherrscht.

Das erste Lied, „They Come In Shoals“, bietet dem Hörer einen schnellen und harten Einstieg. Man bemerkt jedoch schnell, dass nicht nur stumpfe Härte geboten wird, die brachial auf einen einhämmert, sondern dass das gesamte Lied irgendwie nicht stimmig wirkt. Mal hier und mal da Melodie, dann wieder ein extrem schnelles Schlagzeug und plötzlich absolute Outro-Stimmung, die dann zu extrem genialen Jazzspuren ausläuft.

Mit „Crooks At Your Door“, Lied vier, wird ebenfalls wieder viel Abwechslung geboten. Dennoch wird das Hören nicht leichter. Man muss genau hinhören und die vielen Komponenten verdauen.

„Appropriate Tools Required To Intercept And Obstruct Errorism“ ist das achte Lied und hat viele stimmlich fiese Passagen, die immer leiser werden und im Vordergrund stehen dann die freundlichen Jazzläufe. Das Schlagzeug übt den nötigen Druck aus, um die Atmosphäre aufrecht zuhalten. Wieder hört es sich sehr unstimmig an, als würde jedes Bandmitglied für sich alleine spielen. Aber wenn man genau drauf achtet, passt alles perfekt.

Mit „Scully“, dem letzten Lied, gibt es ein relativ langes Outro. Passt ganz gut in die Atmosphäre und rundet die letzten Minuten noch mal ab.

Fazit: Wirklich keine leichte Kost. Als ich die CD das erste Mal gehört habe, war ich wirklich ein wenig verwirrt. Aber ich fand es dann umso genialer, desto mehr ich die CD gehört habe. Man hat immer mehr Details entdeckt und es wurde nicht langweilig. Anspruchsvolle Musik und auch die Texte sind nicht sinnfrei. Das Gesamtpaket stimmt absolut!

!TOPSCORE!

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Label: Lifeforce Records
Genre: Mathcore
Releasedate: 2009-04-22
Web: http://www.myspace.com/warfromaharlotsmouth
Punkte: 10

Autor: Susanna

StormHammer – Signs Of Revolution

StormHammer - Signs Of Revolution

StormHammer – Signs Of Revolution

Nun also mal wieder Heavy Metal! Endlich, ich hatte ihn schon vermisst. Ich finde Bands wie StormHammer sollten viel häufiger was in die Richtung veröffentlichen. Das sag ich aber jetzt alles, ohne direkt Stellung über die tatsächliche Qualität beziehen zu wollen.

Denn „Signs Of Revolution“ ist zwar nicht das Schlechteste, was ich auf dem Gebiet gehört habe, aber das Beste ist es auch nicht. Es ordnet sich eben ziemlich genau im Mittelfeld ein. Wobei ich auch unterstreichen will, dass die zwölf Tracks untereinander nur wenig von einander abweichen.

Und genau da sehe ich ein weiteres Problem. Die Grundrichtung finde ich, wie ich ja schon gesagt habe, gar nicht mal übel. Aber es fehlt über alle ein Bisschen an Power und Sänger Mike Zotter könnte meiner Meinung nach doch etwas mehr darauf achten die Melodie nicht vollends zu zerstören. Die Instrumente sind im Gegensatz zu ihm nämlich viel zu sehr aus dem Fokus, so das weder Potential sichtbar wird, noch ausreichend viele ansprechende Riffs zum Tragen kommen.

Klar, es gibt Ausnahmen. „Bridges To Eternity“, die einzige Ballade, ist wirklich nicht schlecht, aber auch „Ride On A Razorblade“, was durch den Anfang wirklich sehr kraftvoll erscheint, später unglücklicher Weise auch an überzeugenden Argumenten verliert, sind solche. Leider gibt es sie vornehmlich in der zweiten Hälfte des Albums, sodass nach dem Hören der ersten Tracks nicht mehr die wirkliche Freude aufkommt.

Nach Sichtung der vorgelegten Kritikpunkte komme ich auf nicht mehr als drei Gitarren. Und die sind auch nur für die Produktion, das äußere Erscheinen und das Grundprinzip. Ansonsten: Macht Euch nix draus! Nächstes Mal wird’s sicher wieder besser.

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Label: Silverwolf
Genre: Heavy Metal
Releasedate: 2009-05-22
Web: http://www.stormhammer.de
Punkte: 6

Autor: Gou

Mystic Prophecy – Fireangel

Mystic Prophecy - Fireangel

Mystic Prophecy – Fireangel

Mit „Fireangel“ entflammen die süddeutschen Griechen von Mystic Prophecy ihr sechstes Studioalbum. Der Nachvolger von „Satanic Curses“ ist Heavy Power Metal der besten Sorte.

Wieder gab es einige Besetzungswechsel bei den Power Metallern aus Bad Grönenbach. Und mal wieder gibt es eine komplett neue Rhythmusfraktion, bestehend aus Constantine (2. Gitarre), Connie Andreszka (Bass) und Stefan Dittrich (Drums). Von den beiden Vorgängeralben sind nur noch Sänger „Lia“, Roberto Dimitri Liapakis, und Gitarrist Markus Pohl vertreten.

Dass Mystic Prophecy dennoch nichts von ihrem typischen Klang eingebüßt haben, wird schon beim Opener „Across The Gates Of Hell“ deutlich. Zwischen harten Gitarrenriffs und knallenden Double-Base Passagen überzeugt vor allem die gesangliche Leistung von Liapakis. Von getragenen cleanen Parts bishin zu gelegentlichen Growls hält seine Stimme alles bereit und hebt sich dabei stark von der Masse der üblichen bekannten Power Metal Bands wie Edguy und Hammerfall ab.

Mystic Prophecy schwimmen nicht mit, aber wissen mit ihrem eigenständigen Klang dennoch zu gefallen. Auf “Fireangel“ finden sich überwiegend Mid-Tempo Stücke wieder, wie zum Beispiel „Demons Crown“ oder „Fight Back The Light“. Deutlich schneller kommt etwa das Stück mit dem aussagekräftigen Titel „We Kill!! You Die!!“ daher. Stefan Dittrich malträtiert regelrecht das Double-Base-Pedal, dazu gibt es ein Gitarrensolo in bester Dragonforce Manier.

Insgesamt setzt “Fireangel“ die Linie, die Mystic Prophecy mit ihren bisherigen Alben eingeschlagen hat, grandios fort und strapaziert die Nackenwirbel schon beim ersten Anspielen. Das Album macht einfach Spaß!

Fazit: „Fireangel“ gehört auf jeden Fall ins Power Metal Regal, und auch wer mit genretypischen Bands nicht viel anfangen kann, sollte ruhig mal ein Ohr riskieren!

Anspieltipps: Across The Gates Of Hell; We Kill!! You Die!!; Father Save Me; To The Devil I Pray, Gods Of War

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Label: Massacre Records
Genre: Dark Heavy Power Metal
Releasedate: 2009-05-22
Web: http://www.mysticprophecy.net
Punkte: 9

Autor: Miri

Suckceed – Sonication 24/7

Suckceed - Sonication 24/7

Suckceed – Sonication 24/7

Das ist also das neue Album der Sieger des WOA Metal Battles Österreich 2008. Interessant, denn wenn die Jungs um Sänger Franky auch sicherlich wissen was sie machen, so könnte eine solche Band doch erheblich mehr Schwung haben.

Die ganze Geschichte klingt wie eine Mischung aus Hard Rock mit einem starken Powermetal-Einschlag („Sonication 24/7“ oder „Set The World On Fire“) oder eben vice versa („Devils Pay“ oder „Save My Soul“).

Diese Mischung wird auch gut gespielt und auch über den Sound oder die Produktion kann man nicht wirklich meckern. Doch irgendwie wollen die Songs nicht so richtig zünden. Am Besten lassen sie sich wohl als „Easy-Listening-Metal“ beschreiben.

Es geht niemandem auf die Testikelchen aber es bewirkt auch keine exstatischen Zuckungen mit den Nackenwirbeln. Schade eigentlich, denn Ansätze der guten alten Hamburger Schule sind zu erkennen und man hätte aus einigen Riffs sicherlich mehr machen können. Wer einige Kostproben wünscht, sollte sich an „Devils Pay“ und „Set The World On Fire“ gütlich tun.

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Label: Eigenproduktion
Genre: Power Metal
Releasedate: 2009-03-06
Web: http://www.suckceed.com
Punkte: 6

Autor: Zwiebel


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