Zeichentrickserien und Musik – Zeichentrickserien gibt es vor allem in der US-amerikanischen Fernsehlandschaft wie Sand am Meer. Eine Aufzählung würde jeden Rahmen sprengen. Sie heißen zum Beispiel „Die Simpsons“, „Futurama“, „South Park“ oder „Family Guy“, um nur einige zu nennen. Die aufstrebenden Streaming-Dienste haben die Zeichen der Zeit erkannt, weshalb sie ebenfalls auf den Zug sprangen. Bald schuf Netflix Zeichentrick- und Animationsserien wie „F is For Family“, „BoJack Horseman“ und – zusammen mit „Simpsons“-Guru Matt Groening – die Mittelalterserie „Disenchantment“. Amazon Prime Video will dem großen Konkurrenten nicht nachstehen und hält seit 2018 mit „Die Abenteuer von Rocky und Bullwinkle“, einer Zeichentrickversion der gleichnamigen Komödie aus dem Jahr 2000, dagegen.

Metalocalypse - Eine Zeichentrick-Serie schreibt Fernsehgeschichte

Metalocalypse – Eine Zeichentrick-Serie schreibt Fernsehgeschichte

So unterschiedlich diese Serien auch sind, überschneiden sie sich doch in einem wesentlichen Punkt: Sie handeln weder von Musik noch sind sie in der Musikbranche angesiedelt. Tatsächlich war dieser Umstand lange Zeit eine Nische auf dem Zeichentrick-Markt – mit der Ausnahme der legendären MTV-Serie „Beavis and Butt-Head“ vielleicht, in der die beiden Titelfiguren begeisterte Musikfans waren und nichts anderes taten, als den lieben langen Tag Musikvideos zu schauen. Diese teilten sie in zwei Kategorien ein. Wir erinnern uns: „this sucks“ und: „this is cool“. Die Lücke an fehlenden Zeichentrickserien zum Thema Musik galt es also zu schließen. Im Jahr 2006 war es dann endlich soweit, als die beiden Produzenten und Autoren Brendon Small und Tommy Blacha für den US-Sender Adult Swim die musikalisch-rockige Zeichentrickserie „Metalocalypse“ schufen.

Darum geht’s in Metalocalypse!

„Metalocalypse“ ist in der Hardrocks-Szene angesiedelt. Dreh- und Angelpunkt der Serie ist die fiktive skandinavisch-US-amerikanische Death-Metal-Band Dethklok, die aus den ebenfalls fiktiven Mitgliedern Nathan Explosion, Skwisgaar Skwigelf, Pickles, William Murderface und Toki Wartooth besteht. Der sechste im Bunde ist Charles Foster Offdensen, der Manager der Band. Die einzelnen Episoden begleiten die Musiker im Alltag und bei ihren Auftritten. Dabei geht es nicht selten rabiat zu. Der Name der Band ist Programm. Dethklok ist nicht nur extrem populär, sondern auch eine echte Bedrohung für Leib und Seele. Serienschöpfer Small verglich die Dethklok mit den Beatles, nur dass Band und Mitglieder „tausendmal gefährlicher und millionenfach dümmer“ seien als die Pilzköpfe.

Dethklok stellen also eine Gefahr für die Gesellschaft und vor allem für ihre Fans dar. Überall wo sie auftreten, hinterlassen sie eine Spur der Verwüstung. Nach ihnen kommt die Sintflut. Für so manchen Fan ist der Besuch eines Dethklok-Gigs schmerzhaft bin hin zu tödlich. Weshalb sie vor dem Eintritt der Konzerthalle schon mal eine Klageverzichtserklärung unterzeichnen müssen für den Fall, dass während des Auftritts etwas passieren sollte. Doch Dethklok lenkt nicht nur die Aufmerksamkeit von Fans und Medien auf sich. Weil die Band eine so enorme Macht hat, gerät sie bald ins Visier einer Sekte namens The Tribunal.

Ausstrahlungsgeschichte Metalocalypse

Die Idee für „Metalocalypse“ hatten die beiden Serienschöpfer Brendon Small und Tommy Blacha irgendwann zwischen 2004 und 2005. Die Zeichentrickserie in der Welt der Metal-Szene ansiedeln war schon fast vorprogrammiert, denn Small und Blacha sind selbst Fans der Musikrichtung. Ursprünglich sollte das Format unter dem Titel „Deathclock“ erscheinen, weil der Name jedoch rechtlich geschützt war, griff entschieden sich die Macher für die Alternative „Dethklok“. Für den Erfolg der Serie dürfte die Titelwahl allerdings kaum ausschlaggebend gewesen sein. Die Fans liebten schlicht den makabren Humor und die Charaktere, die Small und Blacha ihnen schufen. „Metalocalypse“ ging im August 2006 auf dem Sender Adult Swim auf Sendung und entwickelte sich schnell zum Hit. Sieben Jahre lang schrieb die Serie Fernsehschichte, bis sie 2013 nach vier Staffeln und insgesamt 62 Episoden eingestellt wurde.

Die Macher von „Metalocalypse“

Die beiden zentralen kreativen Köpfe hinter „Metalocalypse“ wurden schon mehrfach genannt. Brendon Small und Tommy Blacha sind Multitalente, wie sie im Buche stehen. Small ist Autor, TV-Produzent, Komiker und Musiker. Seinen Durchbruch als Zechentrickschöpfer hat er mit der Zeichentrickserie „Home Movies“ (dt. Titel: „Der kleine Meisterregisseur“) über einen achtjährigen Filmemacher, der mit den Nöten des Erwachsenwerdens konfrontiert ist. Sowohl zu dieser Serie als auch zu „Metalocalypse“ schrieb Small auch die Musik, die er übrigens auch im echten Leben auf der Bühne zum Besten gibt. Sein Kollege Blacha begann seine Karriere als Comedy-Autor, als der er Gags für den Moderator Conan O’Brian schrieb. Später gehörte er zum Autorenstamm von Comedy-Sendungen wie „Late World with Zach“, die von „Hangover“-Darsteller Zach Galifianakis moderiert wurde.

Der Erfolg von „Metalocalypse“ verdankt sich jedoch nicht nur dem Talent ihrer Schöpfer. Entscheidenden Anteil daran haben auch die prominenten Synchronsprecher der Serie. Zu ihnen gehört neben Small und Blacha selbst auch die eine und andere Hollywood-Legende. Allen voran: Mark Hammil. Wie Small und Blacha synchronisiert auch die Die „Star Wars“-Ikone mehrere Figuren, darunter den Senator Stampington und Mr. Slacia. Auch Malcom McDowell, weltbekannt geworden mit dem Kultfilm „Uhrwerk Orange“, ist in mehreren Rollen zu hören. Zu den Synchrongästen gehören die Schauspieler Jack Black („School of Rock“) und Jon Hamm („Mad Men““) sowie der deutsche Kultregisseur Werner Herzog („Fitzcarraldo“).

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Von den Beatles zu Iron Maiden: Die echten Vorbilder von Dethklok

Wie so manch andere Serie strotzt auch „Metalocalypse“ nur so vor Anspielungen auf die Popkultur im Allgemeinen und die Musikgeschichte im Besonderen. Die Beatles als Vorbild für Dethklok wurden bereits erwähnt. Aber auch andere Größen der Rockgeschichte standen Pate. In Charakterdesign aber auch im musikalischen Stil der Bandmitglieder gibt es Parallelen zu Rocklegenden wie Roger Taylor, dem Frontmann von Cannibal Horse, George Fisher, und das eine oder andere Mitglied von Iron Maiden.

Dethklok verlässt die Grenzen der Fiktion

„Metalocalypse“ ist eines der wenigen Beispiele für Serien, deren fiktive Welt in die reale hinüberreicht. Die Musik von Dethklok kam bei den Fans so gut an, dass Small und Blacha beschlossen, sie auch im echten Leben musizieren zu lassen. 2007 veröffentlichten Dethklok um Small und Blacha das Album „The Dethalbum“, das es bis in die Top 30 der US-amerikanischen Billboard-Charts schaffte. Noch erfolgreich wurden die beiden Folgealben. Das 2009 erschienene „Dethalbum II“ kletterte bis auf Platz 15 der Charts, die drei Jahre später veröffentlichte Platte „Dethalbum III“ schaffte es sogar in die Top Ten. Der Erfolg setzte Small und Blacha in Zugzwang. Dethklok entwickelt sich zu einer Tourband, die ihre Fans auch von der Bühne aus begeisterten.

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Autor: Calypso Boy


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