Ebenso wie man sich die Szene vorstellen (nicht wie im Film, nein wie beim lesen im Buch) kann, als der König der Nazgul seine Heerscharen aus dem Tor von Minas Morgul gen Minas Tirith führt: Dunkel, majestätisch, donnernd und böse. Genauso lässt sich die Mucke der 5 Aushilfsorks beschreiben. Ziemlich basslastig donnern die teilweise schnellen, aber auch irgendwie stampfenden Riffs aus den Boxen. Dazu die Kriegsschreie von Sänger Rico und man fühlt sich echt ein wenig in den Herrn der Ringe versetzt. Nur nicht auf die Seite, die immer beleuchtet wird. Nein, hier wird mehr die dunkle Seite der Geschichte thematisiert. Die Texte sind daher auch sehr, wenn nicht schon zu misanthropisch. Aber man stelle sich mal vor, man wäre ein Ork. Die hassen Menschen nun mal. Was leider an den Texten auch noch auffällt, aber vielleicht auch auf die deutsche Sprache zurückzuführen ist, ist der Einschlag des Avantgardistischen. Meistens aber doch relative gut gelöst und nicht so unglaublich geschwurbelt, wie bei manchen Vertretern der schwarzen Kunst. Nur warum hat man dann “Eisenfaust” nicht auch mal konsequent übersetzt. “Teufels Griff, die Eisenfaust….”. Hätte dem Originalinterpreten, namentlich L. Kilmister, sicher gefallen. Nette Idee auf jeden Fall.Ansonsten kann ich dem willigen Orkazubi noch „Meer Aus Blut Und Stahl” und vielleicht “Aus Blut Gemacht” als ersten Einstieg empfehlen.Wir sehen uns dann auf den Pelennor.