Der Sound ist eine Mischung aus Power- und Melodic Metal mit häufigen Einschüben aus dem Death- und Thrash Bereich. Teilweise bedienen sich Mindcrime sogar aus der Gothic Metal Ecke. Bei solch vielfältigen Einflüssen ist es meist schwer, einen eigenen, einprägsamen Sound zu erschaffen. Die 5 Siegener meistern dies jedoch auf eindrucksvolle Art und Weise.Getragen wird die Musik, die die Band selbst als „Dark Melodic Power Metal“ bezeichnet, durch die variablen Vocals von Christoph Weller, welche von melodischem, gefühlvollem Gesang bis zu aggressivem Schreien reichen und somit die ganze Bandbreite des musikalischen Könnens der Band wiederspiegeln. Die präzise Gitarrenarbeit von Bastian Brühl in Verbindung mit den die Songs in einen melodisch düsteren Klangteppich einwickelnden Keys von Benjamin Geldsetzter (Anm. des Red.: verließ nach den Aufnahmen die Band wg. musikalischer Differenzen) lässt ab und an Verbindungen zu Bands wie In Flames oder Sentenced zu. Doch auch das abwechslungsreiche und klicksichere Drumming von Jens Silz soll keinesfalls unerwähnt bleiben, legt es doch die Grundlage für jeden Song. Das Bassspiel von Mario Junker, der ebenfalls einen makellosen Job abliefert und sich bei „Lines in the Sand“ auch für den beachtenswerten gutturalen Gesang verantwortlich zeichnet geht teilweise leider ein wenig unter.Die Produktion ist um einiges besser als noch auf dem Vorgänger. Die Weiterentwicklung der Band ist unverkennlich, sowohl musikalisch als auch in Hinsicht auf das Schreiben von Songs mit Melodien, die im Ohr bleiben und danach schreien, immer wieder gehört zu werden.Ich kann Mindcrime hier nur ein Klassealbum bescheinigen welches sie zweifellos ein großes Stück nach oben bringen wird, wo sie meiner Ansicht nach auch hingehören!Anspieltipps: Lines in the Sand, Final Stage, Tearworks