Weg vom Geballer – hin zu den den groovigen Sounds. Und das mit einer ordentlichen Portion Rock. Jonas Kjellgren (Sonic Syndice, Scar Symmetry, The Abscence etc.), der neue Produzent, sorgt für „tightere“ Gitatarrensounds und eine professionelle Aufnahme.

Mit dem Intro „Out Of The Unknwon…“ wird erstmal versucht ein wenig Atmosphäre aufzubauen. Doch das ist nicht von langer Dauer – langsame Melodien werden ohne zu zögern zu schnellen, tiefen Klängen mit „Burning Path“. Przemek Golomb, der neue Sänger, versteht es wirklich, tief und düster zu singen bzw. zu gröhlen. Denoch viel Melodie und sehr viel Groove. Der Song gefällt direkt beim ersten Hören.

Lied fünf, „Disciples Of Doom“, ist sehr dunkel und klingt stellenweise wirklich angepisst. Aber gerade das sind die besonderen Indikatoren bei diesem Album. Keine permanenten Blast-Parts, lieber groovend und rockig.

Lied acht, „Fragile“, wurde vom Fronter geschrieben und ist sehr persönlich. Ehrlich, selbstbewusst und vielseitig. Viel Melodiegetöse im Hintergrund rundet das Lied ab. Passt sehr gut zusammen und wird nicht langweillig. Mit „Into The Unknown“ beenden die Fünf ihre eindrucksvolle CD. Und hinterlassen einen wirklich guten Eindruck.

Fazit: Ich war überrascht, aber diese CD gefällt mir richtig gut. Der neue Sänger passt perfekt zu den Jungs und konnte ein wenig als Muse tätig sein. Der etwas neue Sound wird sich mit Sicherheit positiv auswirken. Misery Speaks haben mit „Disciples Of Doom“ eine neue Richtung eingeschlagen.