Wertung: 7 von 10

„Allen, die bisher noch nichts von den Rocker um Sänger Adrian Busen gehört haben, sei gesagt: Mojo Jazz Mob haben weder etwas mit Jazz, noch mit Stuck Mojo, noch mit Mob Rules zu tun.“


Tja, zumindest insofern ist schonmal keine Veränderung zu früher festzustellen. Und das ist beachtlich. Schließlich stammen die oben zitierten Worte von meinem Kollegen Marco aus dem Jahre 2004 und betrafen die EP „Idiots Galore“. Aber gut. Das Zitat hat auch nicht soviel veränderbare Aussage.

Heute haben sich die fünf Musiker aus dem schönen Münster dazu aufgerafft ein weiteres Werk auf den Markt zu schmeißen, dass den interessanten Namen „Westfalenwalze“ trägt. Dass die EP die elfte Veröffentlichung von dieser Gruppe ist, ist beachtlich, bedeutet sie doch ein gewisses Maß an Ausdauer.

Inhaltlich scheint klar eine Linie des Stoner Rock verfolgt worden zu sein. Die Lyrics werden auf typische Weise runtergeleiert, die Instrumente auch entsprechend gespielt, auch wenn diese doch ein etwas steiferes Konzept zu verfolgen scheinen. Die fünf wenig variierenden Tracks haben, neben einem gewissen Abwechslungsmangel, noch ein anders Problem. Es scheint fast, als hätten die Künstler in dem Track „Samba“ auf Biegen und Brechen versucht einen Teil der entsprechenden Musikrichtung (also Samba) einzubauen. Leider passt das meiner Meinung nach überhaupt nicht in den Gesamteindruck, der ohne diesen Part gar nicht übel zu sein scheint. Hier und da ein paar mehr Gitarren und alles wäre im Lot.

Falls ich die Band jetzt total verreissen sollte, bitte ich um Entschuldigung. Durch die relative Härte, sowie ordentliche Geschwindigkeit und den somit aufkommenden Anschein von Spielfreude und Spaß an der Musik, ist doch etwas vorhanden, was man als rundum positiv deklarieren kann und was der Sache einen angenehmen Nachgeschmack verleiht.

Und darum genug der Beschwerden. Zwar schaffen es Mojo Jazz Mob nicht an ihre Bewertung aus dem letzten Jahr heran zu kommen, aber trotzdem gilt das, was auch schon der gute Seba Stone zur „Pacific Daybreak“-Scheibe (2008) gesagt hat: „Jemand, der vorher damit nichts anfangen konnte, wird dadurch sicher auch nicht zum Fan. Aber ein Freund des tiefen Fuzz’n’Buzz kann hier sicher nichts falsch machen.”.

Von mir gibt’s positiv gemeinte 3,5 Punkte.

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