Die erste dieser war More The Head, die, unschwer zu erraten, Morörhead – Freunde waren. Und auch dementsprechend in die Saiten schlugen.

Die Resonanz im erst spärlich gefüllten Rosenhof war jedoch ebenso spärlich, und nur einige wenige Gäste zeigten sich wirklich interessiert an dem Geschehen auf der Bühne. Dieses war, auch auf den Sound bezogen, ziemlich solide, aber keinesfalls so mitreißend, wie man es bei der Umsetzung des Originals hätte erwarten könne. Lediglich bei dem zum Gassenhauer verkommenen „Ace Of Spades“ geriet die mittlerweile angewachsene Menge vor der Bühne in Bewegung – leider war dies zugleich das Letzte Stück, so dass More The Head nach einer knappen Dreiviertelstunde ihr Set beendeten.

Nach einem Bier ging es auch schon ziemlich bald mit Slayensemble weiter, die, nomen est omen, die Trash-Heroen Slayer zu ihrem Repertoire zählten.

Die Anzahl der Gäste war mittlerweile doch recht beachtlich und setzte sich zu einem Gutteil aus Mattenträgern zusammen, an denen Kurt Beck seine helle Freude gehabt hätte.

Die hatten die Metalfreunde auch, denn Slayensemble überzeugten wirklich. Hervorragender Sound meets technische Versiertheit mit einem Schuss „Hau drauf“-Gehabe – und das perfekte Rezept für ein Slayer – Tribut ist fertig. Viele der Fans honorierten dies mit entsprechender Euphorie, so dass der Gig schon wieder beendet war, als man sich gerade am Anfang wähnte, obwohl dieses bereits eine Dreiviertelstunde zurücklag.

Nun gut – Platz für Nutellica und für eine mittlerweile am Ort des Geschehens eingetroffene „Zwiebel“ (unser zweiter Redakteur am Orte!).

Es war also an Nutellica, die Halle zu rocken. Gänzlich gefüllt ist sie zu dem Zeitpunkt immer noch nicht, aber die Stimmung ist schon vor dem Auftritt gut. Das gezeigte AC/DC Video wird sogar schon gefeiert. Video? Richtig, Video. Die Jungs haben es sich nicht nehmen lassen, eine richtig große Leinwand hinter die Bühne zu hängen und darauf Filmchen zu zeigen. Natürlich passend zu den Songs und angeblich sogar diejenigen Filme, die Metallica zum Schreiben der Songs veranlasst haben. Ein weiterer Tribut an die Altmeister ist wohl die Dänemarkfahne am Drummkit.

So, dann gings auch schon los. Ein Intro erscholl und die Leinwand zeigt einen Typen, der über einen Friedhof rennt. Die Band betritt die Bühne und das Publikum feiert sie wie die Grossen, auch wenn der Altersschnitt deutlich höher ist als bei anderen Konzis, die ich in der Umgebung gesehen hab.

Die Jungs haben Metallica sicher noch zu seeligen Newstedt-Zeiten gesehen. Egal, gestartet wird mit „Creeping Death“ und einigen Bildern eines Bibelfilms über Moses. Der Sound ist extrem drucklos, aber das mag an meiner Position liegen. Als ich bei „For Whom The Bell Tolls“ in die Mitte gehe, drückt der Sound um so mehr. Von den vier Leuten auf der Bühne ähnelt nur einer seinem Original, und zwar Fronter Stefan. Gleiche Frisur, gleicher Bart, gleiche Haltung beim Klampfen, nur leider nicht die gleiche Stimme, was bei den alten und härteren Songs sehr deutlich wird.

Sagte ich gerade, nur Stefan hat was mit dem Original gemeinsam? Humpalla, natürlich ist das Gehabe von Arne, dem Drummer, auch reichlich Ulrichverdächtig. Aber sehen wir mal darüber hinweg.

Wenn mir etwas negativ aufgefallen ist, dann Basser Witti, der streckenweise lustlos wirkt. Aber ungeachtet dessen wurden Songs wie „Master Of Puppets“ oder „Seek & Destroy“ abgefeiert, besonders das „Zwischenteilmedley“ in letzterem.

Einsetzend mit einem Drumsolo wurden einige weitere Songs verwurstet. Unter anderem „Smells Like Teen Spirit“ und der berühmte Song von den “White Stripes“. Da stört es auch nicht, dass beim Solo von „One“ die Gitarre den Geist aufgibt. Nach dem finalen „Enter Sandman“ gibt’s nach reichlich Palaver noch „Whiskey In The Jar“ und nach noch mehr und mittlerweile zu viel Gelaber von der Bühne noch zwei vom Garage Inc. Album. Eine seltsame Mischung, aber trotzdem, schlecht sind „Breadfan“ und „Stone Cold Crazy“ nicht. Nur eben nicht die Hits, die ein Metallicafan am Ende hören will.

So ging dann auch dieses kurzweilige, aber nicht brilliante Konzert zu Ende und ich strebe meinem Bett entgegen.

S. und Zwiebel

Setlist More the head

n/a

Setlist Slayensemble

n/a

Setlist Nutellica

01 Creeping Death

(Video: Bibelszenen, hauptsächlich Moses)

02 Memory Remains (V: Seltsamer schwarz/weiß Krams)

03 For Whom The Bell Tolls

(V: For Whom The Bell Tolls bzw. Die verwendeten Szenen)

04 Fade To Black

(V: Vater mit einem ertrinkenden Kind)

05 Intermezzo ohne Namen

06 Master Of Puppets

(V: Clockwork Orange)

07 Blackened

(V: US_Luftwaffe im Irakkrieg)

08 Seek & Destroy

(V: Eine Lehrsendung in Zeichentrick)

09 One (V: Szenen die auch im Video verwendet werden)

10 Nothing Else Matters (V: Skuriles Video über einen Jungen der sich ständig selbst umbringt)

11 Enter Sandman (V: Szenen aus dem Video)

12 Whiskey In The Jar (V: Witziges rund ums Saufen)

13 Breadfan (V: Keins)

14 Stone Cold Crazy (V: Der Pate)

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