Wertung: 7.5 von 10

Das „Blackened Melodic Death Metal“-Quartett aus Gera lieferte 2014 mit „Into Oblivion“ eine EP ab, die komplett in Eigenregie produziert wurde. Den Titeltrack „Into Oblivion“ kann man sich als Opener auf „You Tube“ anhören.

morthus

Geboten wird auf „Into Oblivion“ eine düstere Orgie aus brachialen Riffs, donnernden Bässen, rasanten Schlagzeugpasssagen und satten Gitarrenwänden im satanischen Text-Gewand. Die Stücke auf „Into Oblivion“ sind intelligent strukturiert und der hasserfüllte Gesang – so man ihn denn so nennen möchte – entspricht dem Genre. Die typischen Versatzstücke des „Black Metal“-Genres dürfen bei einer ambitionierten Debüt-EP natürlich nicht fehlen. Seit 2013 hat sich die vierköpfige Band aus Gera mit ersten Club-Gigs in die Aufmerksamkeit des „Death-Metal“-Publikums spielen können. Die Bandmitglieder sind Sänger „Kharon Phormeus Inferorum“, Leadgitarrist „Asgharoth Morthus Diaboli“, Rhythmus-Gitarrist „Hrafnagud“ und „Krypoth“ an den Drums. Die martialischen Pseudonyme markieren die gewollte Trennung zwischen Privatleben und Musikerdasein.

Die Debüt-EP von „Morthus“ ist der erste Meilenstein auf dem Erfolgsweg, nachdem die 2011 gegründete Band vor der Veröffentlichung ihres Debüts einige Rückschläge zu verkraften hatte. Die Inhalte der präsentierten vier EP-Stücke drehen sich um Tod und Düsternis, Okkultes und Mythologisches. Der erste richtige Longplayer von „Morthus“ soll im Herbst 2015 folgen. Die Mitglieder der Band haben sich vorgenommen, für den in Arbeit befindlichen Longplayer die musikalische Messlatte noch ein Stück höher anzulegen. Auch einige akustische Gitarrenparts sollen dann enthalten sein. Bis dahin kann sich die aufstrebende Band aus Thüringen über die positive Aufnahme von „Into Oblivion“ freuen. Die musikalischen Einflüsse schwedischer „Black Metal“-Bands wie „Dark Funeral“ oder „Dissection“ sind bei „Morthus“ unüberhörbar. Dennoch können sich die Kompositionen von „Morthus“ auch von den Vorbildern lösen. Die kompromisslosen Stücke auf der Debüt-EP werden beinhart instrumentiert und dürften auch wegen des martialischen Gesangs von „Kharon Phormeus Inferorum“ in der „Black Metal“-Gemeinde bestens ankommen.

Mit den 3 bis 5 Minuten langen EP-Tracks

1. Into Oblivion
2. Blinded by the Holy Light
3. Eternal Epidemic
4. Symphony of the Black Death

legen „Morthus“ Zeugnis von ihren musikalischen Ambitionen ab. Ob diese schon für einen internationalen Erfolg ausreichen, muss man abwarten. Gute Anfänge sind jedenfalls gemacht. Das düstere Cover-Artwork mit dem ins Dunkel führenden Säulengang lässt bereits ahnen, wohin die musikalische Reise geht. Abzusehen ist, dass „Morthus“ man trotz aller brachialen Soundwände Wert auf melodische Partien und intelligente Kompositionen legt. Insbesondere die Sologitarre schafft häufig feine Strukturen über dem Soundgewitter, so zum Beispiel bei „Blinded by the Holy Light“. Mit Rhythmuswechseln und eingebauten Synkopen werden die Soundwände im Stück aufgebrochen, um anschließend temporeich wieder zusammengeführt zu werden. Von „Morthus“ wird man mit Sicherheit noch hören.

Morthus – Into Oblivion

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