Somit kamen mein Fotograf und ich dann überpünktlich (20:30 Uhr) an und durften gleich schon mal den Ramekins beim Soundcheck zuhören.Liquid Garden indies haben weder Kosten noch Mühen gescheut und eine “Liquid Garden-Leuchtreklame“ vor der Bühne aufgestellt. Auch nett! 🙂

Zwar war der Beginn auf 21:00 angekündigt, doch aufgrund der wenigen Zuschauer zog sich der Start dann noch ´ne ganze Weile hin.

Um 21:30 Uhr waren dann ca. 40 Personen anwesend. Der Altersdurchschnitt war ca. 18 Jahre (eigentlich fast ausschließlich Jugendliche zwischen 14 und 16 aber dazwischen ein paar Menschen über 40, die den Schnitt somit arg in die Höhe rissen!)

Aufgrund der Verzögerung ging es dann augenblicklich, ohne irgendwelche Intro-Geschichten, um 21:30 los. Was sofort auffiel war, dass der Altersdurchschnitt bei den Ramekins recht niedrig ist (grob geschätzt 17-19).

Die 3 Jungs und deren Frontfrau spielten zwar einfach gestrickten, dafür aber sehr melodischen, Midtempo Pop-Rock, der mich zuweilen immer mal an Größen wie „Skunk Anansie“, „Cranberries“ oder neuere Sachen der „Guano Apes“ erinnerte. Zum Schluss gab’s dann auch ein paar uptempo Beats, die dem Set in Punkto Abwechslung definitiv gut taten.

Einzige Kritikpunkte meinerseits waren die statische Bühnenpräsenz und der Gesang der Sängerin, den ich für die Art von Musik etwas gewöhnungsbedürftig (Mischung aus Soul Sängerin und DIO -nur eine Oktave tiefer-) fand.

Nach einer Umbaupause von etwa 15 Minuten hieß es dann um 22:20: Vorhang auf für Mosaik!

Ihr Set begannen die 4 Osnabrücker mit einem Intro, dessen Melodie aus dem Film “Requiem for a Dream” (den ich an dieser Stelle erstmal allen an Herz legen möchte!) stammt. Schon nach kurzer Zeit war klar, dass sich eine deutliche Steigerung in Punkto Gesang und Bühnenpräsenz vollzogen hatte. Und somit war es dann auch nicht verwunderlich, dass die Stimmung alsbald sehr viel ausgelassener war. Mosaik spielten sich in ca. einer Stunde durch insgesamt 9 Songs, die sich nach einer Mischung aus den „Red Hot Chili Peppers“, „Selig“ und „Peter Maffay“ klangen und von vorn bis hinten zu überzeugen wussten.

Mosaik

Ihr Set schlossen sie mit dem Song “Kaffesahnedeckelsammler” einfach klasse ab und somit war ich sehr gespannt, ob Liquid Garden, die ich vor einiger Zeit im „Haus 4“ bereits live sehen durfte, dieses Niveau halten können.

Um 23:40, nach einer Umbaupause von 20 Minuten, begannen dann Liquid Garden als Headliner des Abends mit einem seltsam anmutenden Intro ihr Set. Als nächstes folgte der sehr ruhige Song “Dark Universe”.

Im Laufe der nächsten Stunde präsentierten sie ein, vom Sound her sehr ordentliches Midtempo-Brett. Zwar wirkte der Gesang etappenweise etwas unsicher dennoch wirkten die Jungs und die Sängerin Felicitas gut aufeinander eingespielt.

Trotz der leider etwas statisch anmutenden Bühnenshow (Locationbedingt – Ziegenbrink

sehr kleine Bühne!) ließen sich einige nicht lumpen und headbangten sogar bei den etwas schnelleren Stücken. Dafür gab’s dann von der Band für die wilden Derwische Bier spendiert!

Trotz einiger Schwächen in Punkto Gesang rockten sich Liquid Garden durch insgesamt elf Songs und beendeten somit die „Ziegenbrink Rocknacht“.

Fazit: GZ Ziegenbrink, lokale Rockbands, Eintritt 3 €, Sound okay….

Die Band des Abends war meiner Ansicht nach Mosaik (hätten Headliner sein müssen).

Liquid Garden und Ramekins haben meine (allerdings auch sehr hohen) Erwartungen leider nicht ganz erfüllt.