Überall wird in den Mai getanzt. Überall? Nein, der Falkendom in Bielefeld leistet Widerstand. Unter dem Motto „Thrash & Power“ wird nicht getanzt, sondern gemosht. Musikalische Unterstützung gibt es von Mania, Torian und Human Paranoid.


Während sich vor Beginn des Konzerts die meisten Besucher bei dem guten Wetter draußen vor dem Falkendom aufhielten, gab es auch drinnen schon etwas zu bestaunen: der Mailorder „Grind Attack“ (www.grind-attack.de) hatte einen Stand aufgebaut und bot einiges an Raritäten und Schnäppchen an. Gerade für Freunde der extremeren Gangart waren einige Leckerbissen dabei.

Den musikalischen Auftakt machten gegen 21:15 Uhr Mania. Mit den ersten Klängen von „Deathless Youth“ füllte sich dann auch der Saal und dem Motto des Abends wurde alle Ehre erwiesen. Die vier Blomberger überzeugten mit einem soliden Thrash-Metal Programm, während das Publikum fleißig die Matten kreisen ließ. Frontmann Simon „Siff“ wirkte nicht allzu begeistert von der Idee, den Pausenclown zu spielen, als es ein paar kleinere technische Probleme gab „Ich soll schon wieder irgendeinen lustigen Scheiß erzählen, da hab ich aber keinen Bock drauf!“ Da war das Problem dann aber auch schon wieder behoben und es konnte weiter gemosht werden. Nach etwa 45 Minuten verließen Mania eine sichtlich zufriedene Zuschauermenge mit der Zugabe „Forces Of Evil“.

Weiter ging es mit Torian, die für den Power-Metal Part dieses Abends zuständig waren. Der Opener „Headless Redeemers“ sowie der Großteil der gesamten Setlist finden sich auch auf dem im Januar erschienenen Album „Thunder Times“, doch auch ältere Stücke wie „Into The Winter“ durften natürlich nicht fehlen. Wie Sänger Marc so treffend ankündigte „Das ist ne Metal-Show! Gabeln hoch und mitsingen!!!“ Ein entscheidender Nachteil war der schlechte Sound, der insgesamt sehr matschig und deutlich zu laut rüberkam. Leider nahmen mit der Soundqualität auch die Publikumsmengen ab, so dass zur Hälfte des Sets nur noch die hartgesottenen Fans vor der Bühne verweilten. Nichts desto trotz gaben die Paderborner bis zuletzt Vollgas und die verbliebenen Gäste sangen beim „Torian“ lautstark mit.

Pünktlich zum Datumswechsel standen die Headliner Human Paranoid aus Herford auf der Bühne. Der Sound ließ leider noch mehr zu wünschen übrig als zuvor – inzwischen waren tatsächlich nur noch die ersten beiden Reihen besetzt und vereinzelte Headbanger im Raum verteilt. Dennoch feierten sowohl die Band als auch das verbliebene Publikum unermüdlich weiter. Bereits seit 10 Jahren beliefern Human Paranoid die ostwestfälische Metalszene mit saftigem Old School Thrash-Metal und sorgten auch diesmal mit neuen wie alten Songs von „Darkroom Alliance“ bis „Pathogenes of War“ für schmerzende Nackenmuskulaturen. Zwischendurch verschwand Gitarrist Jens spurlos von der Bühne, ohne jedoch seine Gitarrenarbeit zu unterbrechen und wurde auch kurz darauf von seinem persönlichen Gitarristenträger zurück auf die Bühne gebracht! Nach etwa einer Stunde „Thrash Till Death“ ging leider auch dieser Auftritt zu Ende.

Insgesamt war es, sieht man vom Ton einmal ab, ein gelungenes Konzert und warum sollte man in den Mai tanzen, wenn man auch moshen kann?!

Wer anschließend noch in Feierlaune war, konnte sich übrigens noch zur „Metalfield Party“ in die Bielefelder Uni wagen, um den Abend dort gemütlich ausklingen zu lassen.

Setlist Mania

  • 01 Deathless Youth
  • 02 Rest In Pieces
  • 03 Wildwechsel
  • 04 Destined To Drink
  • 05 Der Wolf
  • 06 Don’t Cross My Way
  • 07 Pain Inside
  • 08 The Trend Is Dead!
  • 09 Forces Of Evil

Setlist Torian

  • 01 Headless Redeemers
  • 02 Flame Of Mourning
  • 03 Born To Win
  • 04 Into The Winter
  • 05 Stormbringer
  • 06 Dragonfire
  • 07 Burning The Gates
  • 08 Thunder Times
  • 09 Torian

Setlist Human Paranoid

  • 01 Darkroom Alliance
  • 02 Philippica
  • 03 Breed Of Cain
  • 04 New Frontiers
  • 05 Fuck You
  • 06 Thrash Till Death
  • 07 Inferno
  • 08 Faceless Killer
  • 09 Blind
  • 10 Stillborn Resurrection
  • 11 Flag Of Hate
  • 12 Accion Mutante
  • 13 Pentagony
  • 14 Spectre Dragon
  • 15 Pathogenes Of War
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