mountshastabeastDer Albumtitel ist nirgends zu finden, hier lässt die Band das Cover für sich selbst sprechen. Ja das Cover hat mich in seinen Bann gezogen. Das Motiv ist zwar recht klassisch, doch durch die detailreiche Darstellung schön anzuschauen. Interessanterweise sind es oft Logos, Cover oder schlicht Bandnamen, die der Erstkontakt zum jeweiligen Künstler sind. CDs, die man im Plattenladen erstmal eine bis zwei Minuten ungläubig hochhält und sich fragt, welche Musik sich darauf verbirgt…

Im Falle von Mount Shasta Collective handelt es sich nicht, wie das Cover vermuten lassen würde, um Black Metal oder Okkult Rock. Sondern um Alternative mit starker Stoner Rock Schlagseite. Beim Hören erinnert mich MSC an Mastodon oder Arktika. MSC gingen aus der Band Mount Shasta hervor, die 2010 in Lauf an der Pegnitz gegründet wurde, Mount Shasta nahmen ein Demo auf, welches noch im MSC-Shop erworben werden kann. Nach einem Besetzungswechsel entschied sich die Band 2012 den Bandnamen auf Mount Shasta Collective zu erweitern. Norman Themel (Bass), Thomas Hummel (Schlagzeug) und Stefan Hummel (Gitarre) waren vor MSC bei der Progressive Death Metal Band „Beneath Flowers“ aktiv, bei einigen Teilen lässt sich die heutige Marschrichtung schon deutlich raushören.

„The Cold“ läutet die Platte ein und startet mit einem fast cleanen Intro, welches im Laufe des Songs noch öfter im Hintergrund zu hören ist. Im Anschluss folgt ohne Intro „The Red Below“ der älteste Song der Platte, der bereits 2012 als Demo auf YouTube veröffentlicht wurde und durch den Einsatz von Slide-Gitarren besonders hervorsticht. Ich möchte an dieser Stelle mit dem Spoilern aufhören, und euch ermöglichen, die Songs selbst für euch zu entdecken. „Beast“ ist so detailreich und vielseitig, dass ein schlichtes aufzählen von Songs der Platte nicht gerecht wird. Das Mount Shasta Collective hat ein Alternative/Stoner Rock/Metal- Album für Gourmets aufgenommen.

Am besten mit gleichzeitigem Nachlesen der Lyrics im Booklet. Für Fans der hohen Lyrik ist anzumerken, dass der Song „The Bells“ ausschließlich aus Passagen aus Edgar Allen Poe’s Gedicht „The Bells“ besteht. Unentschlossenen empfehle ich, „Beast“ auf Spotify probezuhören, Entschlossene dürfen gerne zur CD greifen. Ich möchte aber anmerken, dass im Laufe des Jahres ein Vinyl-Release folgen soll. Bei all meiner Euphorie fehlen mir für die Höchstpunktzahl wilde Uptempo-Passagen. Man ist das ganze Album über eher mit angezogener Handbremse unterwegs. So würde ich der Platte musikalisch 8 bis 8,5 Punkte geben. Durch das geile Cover, gute Lyrics und die gelungene Songfolge vergebe ich 9 von 10 Punkten. Also fast ein Klaus Kinski auf der Cholerikerskala.

Tracklist:
1. The Cold
2. The Red Below
3. Fear
4. Beast
5. Hunt Them Down
6. Apathy
7. Flame
8. The Bells
9. Mount Shasta


Mount Shasta Collective – Apathy [official video 2015]

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