Wertung: 10 von 10

Jaja, die Schweden!

Die scheinen den Retro-Sound wahrlich mit Riesen-Löffeln gefressen zu haben!

THE MOVEMENTS beweisen auf ihrer aktuellen Promo, dass der swinging Sound der 60`s nichts von seiner Faszination verloren hat und kommen dabei alles andere als verstaubt daher.


Hier wird zum Tanz gebeten. Frisch und energiegeladen geht das nach vorne – da fließt der Schweiß in Strömen!

Geiler 60`s Garage Rock`n`Roll! Leider leider liegt mir nur die Promo vor, da die Jungs bisher noch kein Full-Length-Album rausgehauen haben! Auf der Promo gibt`s aber 4 Kracher von den zwei bisher erschienenen EPs, quasi Hit auf Hit auf Hit auf Hit, die einfach nur ganz viel Spaß und Appetit auf mehr machen. Soundmäßig und stilistisch erinnern die Songs stark an „Mando Diao“, sind aber um einiges krachiger, was schon mal direkt Gutes verheißt. Im ersten Song “Instead Of Catching A Disease (I Caught A Thing Called Love)” kommen THE MOVEMENTS schnurstracks mit der ersten Sing-Along-Hookline um die Ecke, die geradezu (tata) Beatles-mäßig in`s Ohr geht. Soulige Backingvocals inklusive. Im zweiten Stück „Cry For You“ tritt die Farfisa-Orgel mit einer fluffigen, lockeren Melodie in den Vordergrund und darf am Ende kurz solo brillieren. Mit „I Don`t Wanna Be Like You“ wird `ne klare Ansage im mehrstimmigen, kanonähnlichen Refrain gemacht (das zelebrieren die Jungs wirklich gerne, denn auch in den ersten beiden Songs tauchen mehrstimmige Parts auf). Das abschließende „It`s Time To Go“ überzeugt mit einem Gitarren-Riff, das auch auf einer der älteren „Hellacopters“-Platten seinen Platz gehabt hätte!

An catchigen Melodien, musikalischen Fähigkeiten und songwriterischem Ideenreichtum mangelt es THE MOVEMENTS ohnehin keine Sekunde, im Gegenteil – sie haben die Taschen voll davon! Ob es nun die charakteristische Stimme voller Seele (und stellenweise sympathischem schwedischen Akzent) von Sänger David Henriksson, die Gitarre mit dem schönen Garagen-Retro-Sound oder die allgegenwärtige (teilweise (tata) Doors-mäßige) Orgel ist, die die mitreißenden Melodien transportiert ist hierbei zweitrangig. Was zählt ist das Ergebnis, das dabei herauskommt. Und das wird Dich auf die Tanzfläche zerren! Der Sound ist bei der Produktion angenehm rau ausgefallen (besonders geil: der leicht angezerrte Gesang), was den Songs absolut dienlich ist, denn wenn wir mal ehrlich sind: es gibt jawohl kaum etwas Schlimmeres als aalglatt-produzierten Retro-Sound! Vielleicht liegt aber auch genau darin der Grund dafür, dass THE MOVEMENTS hierzulande noch nicht über Geheimtipp-Status herausgekommen sind.

Zu gönnen wär`s ihnen gewiss, wenn man bedenkt, wie einige ihrer Landsleute, die im selben Genre-Teich fischen, hier schon groß abgefeiert werden. Aber bei dem (Hit-)Potential habe ich da gar keine Bedenken!

Beide Daumen hoch!

TOPSCORE!

Anspieltipps:

Instead Of Catching A Disease (I Caught A Thing Called Love)

Cry For You

I Don`t Wanna Be Like You

It`s Time To Go

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