Wertung: 8 von 10

Munruthel bietet ukrainischen Metal und mit dem neuen Album „CREEDamage“ ein facettenreiches Werk, das man sich nicht entgehen lassen sollte.


Angefangen hat alles im Herbst 1995 als Silentium. Doch die ersten Gehversuche waren eher schwach und so dauerte es noch zwei Jahre bis der Drummer der Formation Nokturnal Mortum sein erstes richtiges Soloalbum auf den Markt brachte. Unter dem Titel „Yav, Nav i Prav“ (deutsch: Reality, Regeln und Nav, also Tod) stellte Vladislav „Munruthel“ Redkin klar, wo die musikalische Reise hingehen sollte. 1999 folgte das zweite Album „Oriana Tales“ und beschrieb eine Welt von Göttern, Geistern und slavischen Mythen.

Mittlerweile sind einige Jahre vergangen, Redkin hat sich seit langer Zeit von seiner ehemaligen Band getrennt und macht mit Munruthel ein eigenes Projekt, das ihm sehr am Herzen liegt. Im November erscheint das fünfte Studioalbum, das eine Neuauflage des 2006 erschienenen Longplayers „Epoch Of Aquarius“ darstellt. Redkin setzt dabei auf ein facettenreiches Spiel verschiedener Musikstile. Er beginnt mit einem instrumentalen Stück namens „Ardent Dance of War’s God“, das an mitreißende Filmmusik aus „Herr der Ringe“ und ähnlichen Blockbustern erinnert. Der Titelsong „CREEDamage“ hingegen driftet eher in den Metalbereich ab, der auf gekonnten Gitarrenriffs und wohlplatzierten Shouts basiert. Immer wieder wechselt Munruthel zwischen Streichinstrumenten, die einen weichen, tragenden Klang in die Lieder bringen, und hartem E-Gitarren- und -Bass-Sound, der dann schnell dahinfegt und die Ruhe des Anfangs zunichtemacht. Es ist ein Feuerwerk an Musik; eine gekonnte und mit viel Leidenschaft gestaltete Mischung aus Symphonic-, Folk- und Pagan-Metal, die Lust auf mehr macht. In diesem Album stecken Ohrwurmpotential, Headbanggarantie und Power.

Das Cover ist wohlüberlegt gestaltet worden: Eine Holzhütte mit kleinem Türmchen und Zwiebeldach, die in Rauch aufgeht – oder gerade aus ihm entsteht, bei Märchenwelten weiß man so etwas nie ganz genau. Zusätzlich sieht man das Gesicht eines Zauberers mit spitzem Hut, wie man ihn noch aus Märchenbüchern kennen mag. Schaut man genauer und für längere Zeit hin, kann man noch mehr entdecken und vielleicht sogar die Fantasie spielen lassen.

„CREEDamage“ ist ein tolles Album, das genreübergreifend begeistert. Die Platte lohnt sich und zieht mit, sie fasziniert, verwundert und macht Lust auf mehr und einen Live-Auftritt der Formation.

Tracklist:

  • 01. Ardent Dance of War’s God
  • 02. Rolls of Thunder form Fiery Skies
  • 03. CREEDamage
  • 04. The Mown Dawns Lie On The Ground
  • 05. The Age of Heroes
  • 06. The Lake (BATHORY cover) – feat. Wulfstan
  • 07. The Eyes of Abyss
  • 08. Carpathians’ Shield
  • 09. Krada I: The Blood
  • 10. Krada II: The Surya
  • 11. Krada III: The Fire

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