Auf „Symmetry Of Delirium“ geht man aber viel technischer zur Sache. Vertrackt, trickreich und spielversiert zeigen sich die Südeuropäer von Murder Therapy, die mit dieser CD übrigens ihr Debüt-Album abliefern. Allgemein gibt es die aus Bologna stammenden Italiener erst seit 2007, was bemerkenswert ist, wenn man die kunstvoll konstruierten Soundgebilde durch den Gehörgang fließen lässt.

Dabei kann ich der Darstellung von Metal-Archives.com aber nicht folgen, die dort behaupten, bei Murder Therapy handele es sich um eine progressive Spielart des Metal. Technisch ja, verdammt schnell aber sicher. Nur für die Progressivität fehlt mir die Verspieltheit innerhalb der einzelnen Songs. Kein Wunder, da das Gros der neun Tracks die Drei-Minuten-Marke nicht erreicht. Nur der letzte Track sticht mit seinen zehn Minuten (inklusive Hidden Track) etwas heraus.

Die Produktion ist für ein Erstlingswerk überraschend klar und druckvoll. Die einzelnen Instrumente, vor allem die Saitenfranktion ist gut differenzierbar, was in meinen Augen ein Muss bei dieser Art von Musik ist.

Natürlich ist diese CD weit entfernt davon, leicht eingängig zu sein. Es braucht schon so einige Durchläufe, um zu begreifen. Doch diese sind dank der relativ kurzen Spielzeit gut zu schaffen. Von mir fliegen 3,5 Gitarren Richtung Süden.

Tracklist:

  • 01. The Scourge
  • 02. Extra-Ordinary Perfect Machine
  • 03. Staring at the Zodiac
  • 04. Tales of the Bizarre
  • 05. Equilibrium
  • 06. Two Shots in Colebrook
  • 07. Hidden in Lies
  • 08. Asymmetry
  • 09. Delirium