Wertung: 4 von 10

Frisch und klischeefrei präsentieren sich die fünf Niedersachsen von My Inner Burning. Frei von jeglichen Trends und weit entfernt von “Schneller, härter, lauter” setzen My Inner Burning mehr auf große Melodien. Das behauptet zumindest das Promoblatt zum selbst betitelten Debütalbum.


Ob sich die “Modern-Metaler” wirklich ihre eigene Nische geschaffen haben, wird sich noch herausstellen. In der Tat fällt es zunächst schwer die Musik in eine Kategorie einzuordnen. Mit einer weiblichen Stimme an der Front würde man zunächst an Gothic oder Symphonic Metal denken. Aber so leicht ist es dann doch nicht.

Die Stimme von Sängerin Rebecca lässt sich nicht in die Reihe der heulenden Pseudo-Opern-Gothicdiven einreihen. Im Gegenteil, der Gesang überzeugt am Meisten, so wirkt er doch erfrischend, rau und äußerst rockig. Nicht immer ganz perfekte Gesangsspuren, aber genau das macht das Besondere. Auch die ersten drei Songs gehen sofort ins Ohr und arbeiten mit vielen Keyboard- und Synthesizer-Elementen, simplen Rock/Metal Riffs und Betonung auf Gesang. Wer hier auf harte Metal-Riffs wartet, wartet lange. Der Schwerpunkt bei My Inner Burningliegt auf Melodie und schnell sind drei Ohrwürmer geschaffen. Der Rest des Albums ist eher durchwachsen bis nicht gelungen. “Judgement Day” oder noch vielmehr “Over And Over And Over Again” hört man sich besser nur einmal an. Die versuchten “Shouts” von Gitarrist Jörg sehen wirklich blass aus und gehen ziemlich krass in Richtung Trend. Man denke doch an die unzähligen Melodic Death Metal-Truppen, die sich derselben Technik bedienten und fast alle gleich klingen… Ein weiterer erwähnenswerter Song ist die Halbballade “Solitude Within You”. Schön gesungen, schönes Lied.Aber zur Begeisterung reicht es trotzdem noch nicht.

Fazit: Bewundernswert ist die Tatsache, dass diese Band erst seit Mai 2008 besteht und zusammenarbeitet. Dieses Album wirkt sehr professionell, von der Qualität der Musik mal abgesehen. Denn daran muss noch gearbeitet werden bevor man sich mit solchem Eigenlob (Klischeefrei…) bewerfen darf.

Tracklist

  • 01. Head On A Plane
  • 02. Guide To Fame And Wealth
  • 03. Fly With Me
  • 04. Judgement Day
  • 05. Solitude Within You
  • 06. What Has To Be Done
  • 07. Over And Over And Over Again
  • 08. Into Chaos
  • 09. Soul Inc.
  • 10. The Great Decline
  • 11. They Know Better
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