Wieder gab es einige Besetzungswechsel bei den Power Metallern aus Bad Grönenbach. Und mal wieder gibt es eine komplett neue Rhythmusfraktion, bestehend aus Constantine (2. Gitarre), Connie Andreszka (Bass) und Stefan Dittrich (Drums). Von den beiden Vorgängeralben sind nur noch Sänger „Lia“, Roberto Dimitri Liapakis, und Gitarrist Markus Pohl vertreten.

Dass Mystic Prophecy dennoch nichts von ihrem typischen Klang eingebüßt haben, wird schon beim Opener „Across The Gates Of Hell“ deutlich. Zwischen harten Gitarrenriffs und knallenden Double-Base Passagen überzeugt vor allem die gesangliche Leistung von Liapakis. Von getragenen cleanen Parts bishin zu gelegentlichen Growls hält seine Stimme alles bereit und hebt sich dabei stark von der Masse der üblichen bekannten Power Metal Bands wie Edguy und Hammerfall ab.

Mystic Prophecy schwimmen nicht mit, aber wissen mit ihrem eigenständigen Klang dennoch zu gefallen. Auf “Fireangel“ finden sich überwiegend Mid-Tempo Stücke wieder, wie zum Beispiel „Demons Crown“ oder „Fight Back The Light“. Deutlich schneller kommt etwa das Stück mit dem aussagekräftigen Titel „We Kill!! You Die!!“ daher. Stefan Dittrich malträtiert regelrecht das Double-Base-Pedal, dazu gibt es ein Gitarrensolo in bester Dragonforce Manier.

Insgesamt setzt “Fireangel“ die Linie, die Mystic Prophecy mit ihren bisherigen Alben eingeschlagen hat, grandios fort und strapaziert die Nackenwirbel schon beim ersten Anspielen. Das Album macht einfach Spaß!

Fazit: „Fireangel“ gehört auf jeden Fall ins Power Metal Regal, und auch wer mit genretypischen Bands nicht viel anfangen kann, sollte ruhig mal ein Ohr riskieren!

Anspieltipps: Across The Gates Of Hell; We Kill!! You Die!!; Father Save Me; To The Devil I Pray, Gods Of War