Ich habe die CD seit dem Release in meinem Regal stehen und ich muss sagen, dass ich schon beim Intro eine Gänsehaut bekomme. Nachtblut schmissen eine Bombe in die Osnabrücker Musik-Szene mit ihrem neuen Album, manche halten es für totalen Schrott, andere sagen, dass es das Beste ist, was sie seit langem gehört haben. Trotz der Mischung aus Rammstein, Cradle of Filth und Eisregen hört sich nichts geklaut an. Die Einsätze des Keyboards sind passend gewählt und wirken nicht nervig. Lyrisch sind die Osnabrücker auch gut, bis auf einige Einschränkungen.Das pochende Herz macht den Anfang der Scheibe und schafft eine schöne Atmosphäre die sich auch die ganze CD lang hält. Danach knallt „Ketzer“ durch eure Boxen, ein richtig guter Black Metal Song, der sich mit der Frage beschäftigt, ob es falsch ist anders als andere zu sein und natürlich mit dem verhassten Christentum. „Nie Gefragt“, mein Persönlicher Lieblingssong steht an dritter Stelle auf der CD. Ein einfach genialer Song, der mir schon den einen oder anderen Ohrwurm beschert hat. Der Song behandelt die Frage, was denn wäre, wenn du morgen tot wärst. Der Song, „Des kleinen Herzens Letzter Schlag“ ist für mich als Grindcore und Death Metal Fan ein ganz besonderer Genuss. In diesem Song geht es um einen Menschen, der einer schönen Frau nachstellt und sie sich zum Sonnenuntergang fängt, sie vergewaltigt und danach tötet. Nachtblut ist eine Ausnahmeband mit einem wachsenden Fankreis. Sie hat das Potential groß rauszukommen. Dem Hörer wird sehr viel auf diesem Album geboten. Es wird nie langweilig, auch nicht, wenn die CD nun zum dritten mal durchläuft. Jeder Song hat eine ganz besondere Atmosphäre, die nie abzubrechen scheint und die Hörer dazu verleitet einfach immer mehr hören zu wollen. Ich freue mich schon auf das neue Album der Osnabrücker.