Wertung: 5 von 10

Seit 2006 existiert die siebenköpfige Frankfurter Combo Nachtgeschrei inzwischen, seit der Gründung aus, unter anderem, den Überresten der Bands Black Sheep und Paimon.


Trotz dieser relativ kurzen Zeitspanne haben Nachtgeschrei bereits mit den renommiertesten Bands der Szene, wie zum Beispiel In Extremo, Subway to Sally, Korpiklaani und den Apokalyptischen Reitern, eine Bühne teilen dürfen.

Ihr Debütalbum „Hoffnungsschimmer“ ist gerade einmal knappe 11 Monate fertig, da juckt es den Musikern wieder in den Fingern und der zweite Longplayer „Am Rande der Welt“ erscheint, zweifellos ebenfalls ein Hoffnungsschimmer am mittelalterlichen Himmel.

Die Scheibe beginnt wie so oft mit einem instrumentellen Stück, „Fiur“ (althochdeutsch für Feuer) genannt, welches mit einem akustischem Intro beginnt und dann nach und nach an Fahrt und Kraft zunimmt, wodurch es im Großen und Ganzen einen wirklich sehr starken Auftakt in das Album formt.

Im zweiten Song „Muspili“ wird der Hörer, nach einer eingängigen Melodie aus Dudelsack und Gitarre, mit einem umstrittenen Aspekt der Musik von Nachtgeschrei konfrontiert – dem Gesang von Holger Franz (Hotti). Von vielen geliebt und von vielen gemieden, sodass sich da jeder eine eigene Meinung zu finden sollte.

Der nächste Titel „Herz aus Stein“ bildet, angesichts des Textzeile „Am Rande der Welt, wo jeder Schleier fällt“, wohl den Titelsong des Albums, und ist ebenfalls ein eingängiges Stück mit typischen Instrumenteneinlagen wie Drehleier, Dudelsack und Flöte.

Textlich erfindet Nachtgeschrei das Genre sicherlich nicht neu, aber man bewegt sich sicher und authentisch auf den bereits gebahnten Pfaden.

Thematisch auffällig ist einzig das Stück „Niob“, bei welchem unverhofft in die griechische Mythologie eingetaucht wird.

Zu erwähnen ist auch das Coverbild des Albums, dessen feuriger Vulkan an Geschichten wie Herr der Ringe erinnert und von niemand anderem als Travis Smith (u.a. Opeth, Moonsorrow, Katatonia…) entworfen wurde.

Für Genreliebhaber wird „Am Rande der Welt“ keine Enttäuschung darstellen, da klassische Erwartungen durchaus erfüllt werden. Mit außergewöhnlichen Individualität kann Nachtgeschrei in diesem Album aber leider nicht punkten.

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