Wertung: 8 von 10

Beginnend mit einem atmosphärischen Intro gehen die Ostfriesen über in einen Song, der mich erst stutzen lässt. Live kam die Band doch besser an …


Allerdings nimmt der Song dann langsam Fahrt auf und bereits hier werden die komplexen Strukturen der Nordlichter deutlich. Beim zweiten Werk der Scheibe wird dann alles richtig gemacht. Vom Klangbild irgendwo nahe an Insomnium und weiter entfernt von Opeth und typischen Death Metal-Bands wird hier einiges geboten. Besonders der melodische Mittelteil lässt mein Herz höher schlagen. Mit “Neon God” wird gleich ein schöner Stampfer nachgeschmissen, genauso muss das sein und ähnlich geht’s auch weiter. Zwar kommen die “Autumn Memories” eher dem Feeling ihres Titels nach, aber trotzdem ist hier einer der Anspieltips versteckt. Allerdings offenbart sich hier auch das Problem, unter welchem auch oben genannte Bands leiden. Sie sind zwar technisch sehr gut, aber ihre Songs bleiben nur sehr schwer im Ohr. Dieses Problem muss ich leider auch Nailed To Obscurity attestieren. Trotz schöner Melodien, coolen Riffs, gotischen Einflüssen und einem gehörigen Progfaktor. Bei “Todessehnsucht” geht es dann auf Deutsch weiter. Eine Eigenschaft, die ich an Bands wenig schätze, aber die in diesem Fall von Sänger Alex gut kaschiert wird. Bei “Kubus Aus Glas” kommt es dann schon deutlicher durch und verleiht diesem Song, zusammen mit den atmosphärischen Keyboards und der traurigen Melodie einen leicht mittelalterlichen Einschlag. Damit wären wir auch schon am Ende der illustren 42 Minuten und ich muss sagen, es gefällt mir durchaus. Daher gebe ich 4 von 5 Punkten nach Ostfriesland.

Tracklist

  • 01. Abyss…
  • 02. Chapter Of Doom
  • 03. Neon God
  • 04. Autumn Memories
  • 05. Fallen Leaves
  • 06. Todessehnsucht
  • 07. Bloodlust
  • 08. Kubus Aus Glas
  • 09. Outro
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