Hier zeigt sich Black Metal in seiner ursprünglichen, hässlichen Form. Statt Keyboard, Drumcomputer und Elfenstimme regiert hier Dreck, Hass und Schmutz – das alles regiert nicht etwa von der geliebten E-Gitarre, sondern von zwei (!) Bässen, die die altgeliebte Klampfe zum Statistendasein degradieren. Aber keine Angst: Hier regiert nichtsdestotrotz die Axt, wenn auch in tieferer Form. Necromantia schaffen hierbei den Spagat zwischen purem Chaos, gar Raserei und songwriterischer Finesse. Hat man erst einmal das verstörende Intro sowie den reichlich verworren anmutenden Opener „Order Of The Black Sphinx“ überstanden, offenbart sich einem ein versifft-schwarzes Juwel. Track 3, „For The Elder Magi“ ist nach kurzer Eingewöhnungsphase ein lupenreiner, herausgekotzter Hit, der allerdings erst das Vorspiel bildet zum eigentlichen Albumhighlight „Architecture Of Exqusite Madness“, in dem die beiden Protagonisten The Magus (auch bekannt als „Magus Vampyr Daoloth“, u.a. Diabolos Rising, Necromancy, Septic Flesh) und Baron Blood (Terra Tenebrae) plus Sessiondrummer Fotis Benardo (Septic Flesh) den schwarzen Anfängen von Manowar huldigen – das Ganze klingt wie eine pestkranke Hommage an den Übertrack „Mountains“ vom „Sign Of The Hammer“-Klassiker! Wer sich ein Gebräu aus Blastbeats, Wikingerchören und Schweinesuhle als angenehm vorstellen kann, liegt hier genau richtig!