Am Anfang wurde der zu der damaligen Zeit sehr beliebte Krautrock gespielt aus dem sich Nektar dann später zu einer der ersten und führenden Prog Rock Bands entwickelten. Sie hatten in den 70ern drei Goldalben und lösten sich Anfang der 80er auf. Erst im Jahre 2001 entschlossen sich zwei der Gründungsmitglieder ihre ehemalige Band wieder aufleben zu lassen. Und so habe ich jetzt das Vergnügen die letzte Veröffentlichung der Band zu rezensieren.Es handelt sich hierbei um ein Re-Release der CD „…Sounds Like This“ aus dem Jahre 1973. Als Bonus ist noch eine zweite CD mit alten und zum Teil bisher unveröffentlichten Aufnahmen beigefügt.

Vorweg schon mal etwas Gutes was so eine wiederveröffentlichte CD mit sich bringt. Ohne negativ zu klingen kann man behaupten man hat alles irgendwie schon mal gehört. Für mich ist das aber alles Andere als ein Nachteil, weil die Lieder obwohl sie schon einige Jahre auf dem Buckel haben zum größten Teil noch frisch und jung klingen. Verständlicherweise hat sich der Prog Rock seit seinen Kindertagen weiter entwickelt und klingt heutzutage etwas differenzierter. So fehlt mir bei den Songs doch hier und da das gewisse Etwas. Negativ finde ich auch, dass fast alle Lieder in etwa ein Tempo besitzen, so bin ich doch das ein oder andere Mal mit meinen Gedanken abgedriftet.Das Konzept dieser CD wirkt am Besten, wenn man nicht auf die einzelnen Songs als Individuen eingeht, sonder die CD als Gesamtkunstwerk betrachtet. So will ich auch gar keinen Song besonders hervorheben. Da die alten Stücke beim erneuten Release gleich auch remastert wurden, kann auch nicht von einer schlechten Aufnahme geredet werden. Ich glaube die Lieder würden für mich noch mehr Kraft besitzen, wenn ich die Möglichkeit hätte sie via Plattenspieler inklusive Knacken zu hören. Ich habe da auch schon den Vater einer Bekannten im Hinterkopf, der die Platte bestimmt seit den 70ern sein Eigen nennt.br>Die Lieder der Bonus CD sind für mich qualitativ etwas schlechter. Teilweise handelt es sich um etwas veränderte Songs der ersten CD, wobei die ersten Varianten in meinen Ohren durchweg besseres Gehör finden. Daher kann man behaupten, dass sie damals zu Recht nicht auf die CD gekommen sind.Unbedingt erwähnen will ich noch, dass auf der CD einige Lieder in drei Teile unterteilt sind. So ist z.B. „A Day in the Life of a Preacher“ in a. Preacher, b. Squeeze und c. Mr. H aufgeteilt. Das nenn ich mal progressiv. Außerdem muss man die Länge der Lieder ansprechen. Heute sagt man immer wie gut und eigenständig einige Bands sind, wenn sie achtminütige Lieder spielen, aber gegen Nektar sind das nur Kindergarten-Zeiten. Bei der ersten CD kommen Nektar bei neun Liedern auf eine Spielzeit von 74 Minuten. Bei der Bonus CD hingegen kommt man sogar bei acht Liedern auf über 76 Minuten Spielzeit. Das ist richtiges Ausnutzen der CD Kapazität.Fazit: So gut die lange Spieldauer der CDs sind, solche Längen haben sie dann auch bei mir entwickelt. Da konnte auch nicht der Qualitativ hohe Standard der Lieder drüber hinweghelfen. Wie erwähnt fehlte für mich hier und da der Pepp bzw. die gewisse Härte.

Fans der alten Genesis und Pink Floyd-Scheiben kann ich die CD aber genauso empfehlen wie Fans des ruhigeren Prog Rocks.