Wertung: 7 von 10

Laut Beipackzettel existiert das norwegische Trio Nidingr bereits seit 1996, veröffentlicht allerdings erst zehn Jahre nach der Bandgründung ihr Debüt. Zuvor hatte man lediglich ein Demo veröffentlicht.


Nach Betrachten des Covers, auf dem bis auf das unleserliche Logo und dem Albumtitel kaum etwas zu erkennen ist, rechnete ich mit schlecht produziertem Black Metal à la Dark Throne; doch die Band mit dem beinahe unaussprechlichen Namen bietet superschnellen und vor allem gut produzierten Black Metal der frostigen Sorte, der ein wenig an Satyricon oder alte Enslaved erinnert. Keyboards kommen zwar zum Einsatz, sind jedoch bei weitem nicht so dominant wie bei diversen Kindergarten-Black Metal-Outputs und fügen sich überraschend gut in den Gesamtsound ein. Die Drumparts übernimmt ein Drum-Computer, was aber nicht wirklich auffällt, da dieser sehr gut programmiert wurde. Am meisten stechen die sägenden Gitarren, der brummige Bass und vor allem die Death Metal-Vocals des Sängers (klingt ein wenig nach dem Vader-Shouter) heraus, die diese Scheibe empfehlenswert erscheinen lassen.Nidingr erfinden das Rad zwar nicht neu, machen aber Spaß, da es auch nach dem zehnten Hören noch immer etwas zu entdecken gibt.Anspieltipps sind ’The Watch-Towers Of The Universe’ und ’Mystery Of Toil’.Fazit: Ein sehr gelungenes Debüt. Wer leicht progressiven, doch stets hasserfüllten Black Metal mag, sollte sich diesen Silberling auf jeden Fall zulegen.