Nightmare before X-Mas mit: Greenbox & Yours Sincerely & One Hot Minute & Pannkooken

Am 17. Dezember war es soweit.

Initiiert von den Absolventen des „Freiwilligen Sozialen Jahres“ am Ziegenbrink und präsentiert von OsnaMetal sollten die willigen Osnabrücker vor der totalen Weihnachtsstimmung bewahrt werden.

Zu diesem Zweck waren gleich vier Bands angetreten, um dem Weihnachtsmann einmal kräftig in den Allerwertesten zu treten..

Opener des Abends waren Greenbox aus Münster und Dortmund.

Mit nach innem gekehrten, harmonischen, aber immer auch rockigen Klängen sorgte die Mannschaft bei dem zurückhaltendem Publikum für gute Laune. Die undankbare Aufgabe, als erste zu spielen, meisterten die vier mit Bravour.

Der Hauch von College Rock mit Anlehnung an „Tom Petty“ sorgte dafür, dass die gute, handgemachte Rockmusik einen äußerst gesunden Einstieg in den Abend lieferte.

Gleich nach Greenbox folgte der heimliche Headliner.

Yours Sincerely, welche beim Osnabrücker Newcomer-Wettbewerb „Rock in der Region“ nur zwei Wochen vorher den zweiten Platz abgeräumt hatten, gaben sich die Ehre und waren offensichtlich für große Teile des Publikums auch der Anlass gewesen, sich mit dieser Festivität das Warten auf’s Christkind zu verkürzen.

Schon vor Setbeginn war der Saal vor der Bühne gut gefüllt, und mit viel Gefühl und harten Riffs bretterten die vier „Emo-Ranger“, wie sie in gewissen Kreisen betitelt werden, los.

Wieder einmal war man überrascht von dem Können, welches sich den Zuschauern darbot. Ein stimmgewaltiger Wechselgesang von Angelino und Steffen, beide zugleich an der Gitarre bzw. am Bass tätig, welcher von dem furiosen Zusammenspiel von Miksi am Schlagzeug und Kai an der Gitarre getragen wurde, begeisterte die angereisten Fans und diejenigen, welche es an diesem Abend wurden.

Nach einem begeisterndem Set machte die Band Platz für One Hot Minute, eine, der Name lässt es erahnen, „Red Hot Chili Peppers“-Tribute – Band.

Diesem Anspruch wird die Band aber durchaus gerecht. Der Tribute, den sie den Heroen guter Rockmusik dabei zollen, braucht sich dabei kaum hinter ihren Vorbildern zu verstecken. Sänger Magnus wird auf der Homerpage der Band als „Reinkarnation von Anthony Kidies“ bezeichnet, „wenn dieser nicht noch leben würde“.

Diesem Vergleich ist man geneigt zuzustimmen, wenn man die vier Freunde live hört. Selbstverständlich ist es mehr als ein bloßes Abkupfern, die Songs sind durchaus eigenständige bearbeitete Stücke. Dabei klingen sie aber immer noch so unverschämt gut nach den Originalen, dass man, sofern man dieser Musik zugeneigt ist, nicht umhin kommt, ihnen Anerkennung auszusprechen.

Diese Auffassung vertrat wohl auch das Publikum. Zwar war der Andrang vor der Bühne geringer als bei Yours Sincerely, aber die gute Stimmung machte sich dafür im rückwärtigen Teil des Saales breit, wo vereinzelte Anhänger der guten Musik zu „Californication“, Suck my kiss“ und anderen Hits jedwede vorweihnachtliche Trübsal hinwegtanzten.

Abschluss des Abends bildeten schlussendlich Pannkooken: Vier Jungspunde aus Georgsmarienhütte bei Osnabrück, welche schon neben Größen wie „Rantanplan“ auf der Bühne standen und mit dem hohen Anspruch auf qualitativ hochwertigen Punkrock ankommen…

Da dabei auch noch ein Keyboard zum Einsatz kommen soll, mag man im Vorfeld skeptisch sein. Dass dieses aber gänzlich unangebracht ist, bewies die Combo ziemlich eindrucksvoll.

Mit grandios schnellem Schlagzeugspiel trumpfte Drummer Ingo auf, während eine Mischung aus Texten mit abwechselnd sinnfreien und politischem Inhalt auf das Publikum einprasselte. Gepaart mit dem Keyboardspiel des Sängers Marco, möglicherweise mit „Van Halen“ zu vergleichen, klang das dann gar nicht nach billigem Parolenpunk, sondern nach einer guten Portion satter Pogo-Mucke.

Das ließen sich Anwesenden nicht zweimal sagen. Zwar war nur noch ein Bruchteil der Leute anwesend, welche vorher den Saal bevölkert hatten. Der klägliche Rest aber verhielt sich keineswegs zurückhaltend und folgte begeistert den Mitgröhl-Animationen des Sängers zu Stücken wie „Primitiv und laut“.

So kam am Ende noch einmal eine richtig gute Stimmung auf, was auch die Band selber offensichtlich begeisterte.

Alles in allem also ein Konzert, wie man es bei Konkurrenzveranstaltungen wie der Release-Party von Boozed kaum erwartet hätte, mit hochwertigen Bands, die ihr Ziel sicherlich erreicht und den Zuhörern ein paar prächtige adventliche (Alp)-Träume beschert haben.

Setlist Greenbox:

01 Everybody’s naked

02 I can see your light

03 Song for Morrie

04 The ball that`s passed at me

05 You`re the one

06 Wall of hope

07 Fear

08 You cannot breathe without me

09 Daydream

10 Let things slide

11 Rudolph, the red-nosed reindeer

Setlist Yours Sincerely:

n/a

Setlist One Hot Minute:

01 Intro

02 By the way

03 Brandy

04 Universally speaking

05 Aeroplane

06 Scar tissue

07 Fortune faded

08 Purple Stain

09 Around the world

10 Californication

11 Otherside

12 Can’t stop

13 Search’n’Destroy

14 Suck my kiss

15 Give it away

Setlist Pannkooken:

01 Intro

02 Ein Lied über Rock’n’Roll

03 Sklaven des Konsums

04 Ohne mich

05 Kannst du mich verstehen

06 Macht kaputt, was euch kaputt macht

07 USA

08 Primitiv und laut

09 Capitalism sucks

10 Du hast die Macht

11 Schmeiß dein mühevoll zusammengekauftes Leben über Bord der Aida

12 Guten Morgen, Deutschland

13 Hit the lights

14 Deine Eltern sind von Nike

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Autor: xxxxxxxx


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