Wertung: 4 von 10

Fangen wir mit den rein technischen Fakten an. Auf der aktuellen, und meines Wissens bisher einzigen Scheibe des damals noch Bielefelder Duo’s Non Valueless Art, die übrigens fast komplett schwarz daher kommt, sodass ich im ersten Moment dachte, die Hülle sei leer – befinden sich fünf Eigenkompositionen, Intro und Outro, sowie ein Cover der norwegischen Ragnarok.


Zusätzlich erwarten den geneigten Hörer noch drei Rehersal-Tracks vom 2003er Demo-Tape, die auch den ersten drei Tracks dieser CD entsprechen, nur dass sie auf letzterer musikalisch ausgereifter klingen.

Zu diesem Thema werde ich im nächsten Absatz etwas sagen, da ich mich erstmal dem offensichtlich größten Manko dieser CD widmen möchte, nämlich dem Sound beziehungsweise der Produktion. Nun ist es nichts ungewöhnliches, dass Kellercombos ihre Musik in den Anfangstagen selbst produzieren, doch sollte man immer vorsichtig sein, ob eine Veröffentlichung dieses so gemischten Materials von Fall zu Fall auch wirklich band-dienlich ist. In diesem Fall würde ich mir meine, diesbezüglich gestellte, Frage ganz klar mit nein beantworten. Die Qualität ist dermaßen schlecht, dass es schwer fällt, die Musik über längere Zeit zu hören. Ein deutliches Rauschen übertönt alles, die wenigen rauschfreien Stellen sind teilweise leicht übersteuert und das Ganze ist alles deutlich zu leise. Auch ist die Abmischung der Instrumente nicht wirklich gelungen. So hört man den Bass nur ganz ganz selten- auch für eine aus dem Black-Bereich stammende Band. Die Drums sind das Gegenteil von druckvoll und irgendwie klingt alles ziemlich undifferenziert.

Das war´s jetzt aber mit dem Meckern, denn neben der produktionstechnischen Sicht, die in ihrem Teilgebiet ganz klar mit 0 Punkten zu bewerten ist (auch wenn mich Mastermind h.s. im Vorfeld schon vorwarnte) geht die Bewertung musikalisch in eine ganz andere Richtung. Geboten werden hier einige schöne Pagan Metal-Kompositionen, die auch mal durch akkustische Passagen oder Geräuscheffekte abgelöst werden. Hier hat der Sound sogar etwas dazu beigetragen, leichte Raw Black Metal-Einflüsse auszumachen. Gerade die atmosphärischen Zwischenparts wecken ein Gefühl, welches gut zur restlichen Aufmachung dieser CD passt. Hätte man diese Stücke doch bloß in einem richtigen Studio aufgenommen, wäre man karrieretechnisch heute schon ein ganzes Stück weiter (so ist mir zu Ohren gekommen, die Band, welche nun aus mehreren Personen besteht, hätte vor kurzem erst ihren zweiten Auftritt absolviert – zwei Jahre nach der CD-Veröffentlichung). Nichtsdestotrotz lässt die musikalische Seite hoffen. Für die gibt es klare 4 Punkte, sodass mit einem gezwinkerten Auge eine Gesamtwertung von 2 Punkten unterm Strich steht.

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