„Katatonia ist Männermusik“-

– da hast du nichts verloren“, bekam ich per SMS von jemanden mitgeteilt, als ich auf dem Weg nach Essen war.

Ich bin natürlich ganz anderer Meinung. „Solche Musik verstehen Frauen nicht“, bekam ich etwas später vor der Halle zu hören..

Mir kam es nämlich ganz anders vor. Klar als wir an der „Zeche Carl“ in Essen ankamen sahen wir größtenteils mehr wartende Kerle als Frauen. Jedoch denke ich das wir Frauen die Texte der Band auch verstehen, vielleicht interpretieren wie sie etwas anders… 😉

Der Einlass verlief ruhig, wir tranken uns vorher an der Theke noch etwas und entschlossen uns das Treiben vom Balkon aus zu beobachten.

Nach dem es endlich mal dunkel wurde, betraten Novembre die Bühne. Melodischen Doom/Death Metal aus Rom. Anfangs kritisch, später freudig sah ich der Band beim Spielen zu. Wir entschlossen uns dann die Band von „nahen“ anzusehen.

Mir fiel auf, dass ich zuvor nie wirklich was von Novembre gehört hatte. Um so erfreulicher war es für mich als ich fest stellen musste, dass die Band mir sehr gefällt. Enttäuschend musste ich jedoch später am Merchandisestand feststellen, dass es keine CD von der Band zu kaufen gab (dafür aber String-Tangas!!).

Darüber hinaus hatte ich keine Chance an eine Setliste zu kommen, so kann ich noch nicht mal ein Lied von dieser Band wiedergeben. Es sei euch aber gesagt: Wenn Novembre in eure Stadt kommen sollte, geht hin!

Der Bassist, welchen Namen ich hier nicht wiedergeben kann da weder Freund google noch die offizielle Page darüber Auskunft gibt, ging meiner Meinung am meisten ab. Selten habe ich jemanden so Bass spielen gesehen. Welch ein Augenschmaus 😉

„crosslink“ href

„bilder/konzertbilder/gallery/2006-05-11katatonia/index.html“

target

„_blank“>src

„bilder/konzertbilder/2006-05-11katatonia/001.jpg“ width

„180“ border

„0“ style

„float:right; margin-right:10px“>

Den Drummer Giuseppe sah ich kaum, zwar war sein Schlagzeug nicht gerade riesig, jedoch sah ich nur ab und an die lange schwarze Mähne fliegen. Sänger Carmelo überzeugte mich absolut mit seiner Stimme und ich könnte mich immer noch darüber aufregen das es keine CD am Merchstand gab. Der Gitarrist Massimiliano ging komplett unter, was eventuell daran lag, dass wir auf der falschen Seite gestanden haben. Im Goßen und Ganzen fand ich Novembre als absolut gelungen Vorband für Katatonia und sobald sie wieder in Deutschland Halt machen werde ich wohl wieder hingehen, in der Hoffnung das der unbekannte Bassist ein festes Mitglied der Band geworden ist. Nach knapp 45 Minuten, verließen die Italiener die Bühne und mir kam die Frage auf: Wie sind Katatonia wohl Live? Selten hab ich eine Band so intensiv gehört wie Katatonia.

Der Umbau dauerte nicht allzu lang und man merkte, dass gleich Katatonia auf die Bühne kommen würden, denn es wurde etwas kuscheliger in den ersten Reihen.

Dann war es so weit, die Schweden betraten die Bühne.

Die Reihenfolge der Lieder kann ich leider auch nicht wiedergeben. Die Setlisten waren unerreichbar weit weg und nach dem Konzert so schnell weg gegriffens dass man keine Chance hatte auch nur ein Bild davon zu machen.

Aber natürlich, als Katatonia -Fetischistin bleiben so einige Lieder im Gehörgang hängen. Als erstes legten sie mit „Leaders“ vom neuem Album „The Great Cold Distance“ los,.

Sie spielten viele neue Lieder aber auch einige „Alte“ waren im Programm wie z.B. „Teargas“

Ich sah die Band das erste mal Live und muss ganz ehrlich sagen das ich mir genau so eine „Show“ versprochen hatte. Viel Action war auf der Bühne nicht zu sehen. Sänger Jonas verdeckte sein Gesicht mit seinen langen Haaren und die einzige, stetige Bewegung war seine Hand die immer zu auf seinem Bein hin und her wippte.

Der einzige der etwas „Action“ zeigte war Gitarrist Anders, der mich mit seinen Backingvocals ab und an (vor Freude) erschaudern ließ. Ehrlich gesagt hätte ich mir aber mehr Motivation erwünscht, dennoch passte das Bild, was die Schweden auf der Bühne ablieferten zu den Songs.

Es war ein relativ ruhiges Konzert, zwar bangten manche bei den schnelleren Songs aber es herrschte allgemein Ruhe. „My Twi“n wurde angekündigt und die Halle jubelte, allgemein wurde jedes Lied freudig in Empfang genommen.

Gegen Ende des Konzertes entschlossen wir uns wieder hoch zu gehen und die letzten Lieder im Sitzen zu genießen. „July“ und „In the White“ wurde gespielt und es war mein persönliches Highlight des Konzertes. Es war traumhaft von oben die Band zu sehen. Ja mir wurde ja fast schon melancholisch zu mute. Wie gut, dass es dann irgendwann vorbei war 😉

Die Band verabschiedete sich und während den „Zugabe“ Rufen verließen wir die Halle, um im Vorraum beim Merchandisestand die Sachen zu checken.

Katatonia kamen zurück, jedoch entschlossen wir uns weiter den Merch zu begutachten und später auch etwas zu kaufen (nein nicht den Novembre-String 😉 )

Wir hörten die restlichen zwei Songs im kleinen Vorraum und machten uns, nachdem die Halle immer leerer wurde, ebenso auf dem Weg.

Im Großen und Ganzen war es ein schöner Abend. Ich hätte nie gedacht, Katatonia einmal live zu erleben und war froh, mich doch entschlossen zu haben dorthin zu fahren. Direkt nach dem Gig hatte ich nicht mehr das Bedürfnis die Band irgendwann noch mal live zu sehen, aber jetzt einige Tage später… Klar sofort immer wieder 😉

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen