Dass es sich bei Obliteration allerdings wirklich um Norweger handelt, mag man beim Anhören der Musik kaum glauben. Nicht etwas schwedische Nachbarn wie z.B. Entombed standen Pate bei der Musik, sondern eher die alte US-Schule Marke Morbid Angel, Autopsy oder Obituary. Selbst der Sound klingt so, als sei das Album Ende der 80er Jahre irgendwo in Florida aufgenommen worden und dürfte daher vor allem engstirnigen Old-School-Fans Freudentränen in die Augen treiben. So cool dies auch auf der einen Seite ist, so wird man auf der anderen Seite aber auch nie das Gefühl los, dass man das alles irgendwann schon mal gehört hat. Der Death Metal Bereich ist nun mal schon ziemlich ausgereizt was das Songwriting angeht und auch wenn ich der Band durchaus ihre Verbeugung vor den alten Helden der US Death Metal Szene abnehme, so unspannend sind dann doch die 10 Songs ausgefallen. Dabei möchte ich die instrumentalen Fähigkeiten gar nicht in Abrede stellen, spielen können die Jungs. Nur hätte „Perpetual Decay“ vor 20 Jahren rauskommen müssen um noch für etwas Aufmerksamkeit sorgen zu können.