Die Siebziger strahlen sowohl aus Gestaltung als auch aus dem Sound. Da liegt die erste Verwandtschaftsvermutung richtigerweise klar bei Black Sabbath. Frühe Trouble wären noch zu nennen sowie, vorwiegend in Sachen Gemächlichkeit Kyuss.

Martin Missys Gesang ist die Faust aufs Auge der durchgehend guten Songs. Obrero ist ein schnörkelloses, doch wirkungsvolles Debut gelungen, auf dem absolute Riff-Passion den Tütendunst überdeckt. Nicht von ungefähr Demo des Monats in der letzten Rock Hard Ausgabe. Das hat man alles irgendwo schon mal gehört, aber nicht von Obrero. Und das sollte Anreiz genug sein. Obrero scheinen anno dazumal noch persönlich ein Tröpfchen aus der Ursuppe geschlürft zu haben. Die Schwemme an Bands, die sich am mutmaßlich beliebtesten Rockmusikjahrzehnt orientieren, kann meinetwegen weiter zunehmen und sprudeln.

Tracklist:

  • 01. The Wolf’s Hook
  • 02. Son Of Tutankhamun
  • 03. Svantovit
  • 04. The Fourth Earl
  • 05. Octaman
  • 06. Charles The Hammer
  • 07. Exterminate
  • 08. The Lost World