Vielmehr rotiert in meinem Player gerade das Erstlingswerk von On A Warpath. Und auf dem Kriegspfad braucht man nun mal Kriegsbemalung! Nachdem man von einem Musikunterlegten Intro darauf eingestimmt wird, dass der Krieg jetzt losgeht, geht’s dann auch wirklich los!

Dem geneigtem Hörer bieten die fünf Jungs aus Nordcaliforniens Bay Area ein schönes Old Style Hardcorebrett. Besonders zu erwähnen sind auch die Künstlernamen der Bandmitglieder: C-Loc, Jared 510, Andrew Lose None, Big Joe, E-Ric und Mark Firey Sticks. Und überhaupt könnte man beim Anblick des Bandfotos auch von einer HipHop Gruppe ausgehen. Außerdem hat die Band zwei Sänger. Wobei es sich hier nicht um die gerade so gut und oft funktionierende Verteilung Growl und Cleanvocals handelt. Vielmehr sind beide Sänger mit tiefen Gowls vertreten, die den allergrößten Teil der Vocals ausmachen. Nur in einigen wenigen Passagen werden fast gerappte Parts eingestreut, die sich allerdings gut in die Lieder einfügen und nicht aufgesetzt wirken.

Tjo, kommen wir dann mal wieder zum allseits beliebten Namedropping! Laut Bandinfo erinnert diese Band an Strife, Hoods und Folsom. Ich denke das trifft es wohl. Energievoll vorgetragene Vocals mit typischen Hardcoremelodien, die nicht weniger druckvoll daher kommen. Angereichert mit stimmigen Breakdowns weiß diese erst Anfang 2005 gegründete band durchaus zu überzeugen.

Textlich geht es hier natürlich auch am die gängigen Themen: Rache, Krieg, wie bekämpfe ich das Biest in mir, fickt euch alle ihr Bastarde… alles ist dabei!

Dies ist vielleicht die größte schwäche dieser Combo: Das Rad wird hier sicherlich nicht neu erfunden! Daran ändern auch die gelegentlichen gesprochenen und gerappten Parts wenig!

Deshalb geht’s mit 3,5 Punkten auf den Kriegspfad! Wobei ich wirklich anmerken möchte, das sich Fans des reinen schnörkellosen Hardcore wie Terror oder Throwdown gerne noch nen halben Punkt dazu denken können, denn diese Band ist alles andere als langweilig!

Also, wir sehen uns in den ewigen Jagdgründen!