Wertung: 8 von 10

Nach dem Line-Up Wechsel 2009 erscheint nun das erste Album mit Jonas Blom an der Leadgitarre und das insgesamt vierte Album der Schweden.


Der Langspieler macht sich dabei keine Umstände mit einem langen Intro, sondern zeigt von Beginn an, was Sache ist: Die Äxte schreddern was das Zeug hält, die Drums haben einen kräftigen Wumms, übertönen den Rest aber nicht. Über diesen nett arrangierten Klangteppich, der ansich schon hörenswert ist, legen sich dann die Growls von Sänger Johan Lindstrand und erzeugen ein harmonisches Ganzes. Sowieso ist Lindstrand Stimme sehr variabel und passt sich gut ein.

Auch wenn bei diesem Album viel Wert auf kurzweiliges brachiales Geballer gelegt wird, kommen die Melodien nicht zu kurz, die hie und da durch das Death/Thrash Metal Gewitter dringen und den Liedern mehr Würze geben. Besonders zu erwähnen ist hier der Track “Dark Epic”, dessen Titel recht treffend ist: Ein leicht melancholisches Spiel auf der Akustikgitarre gibt die Melodie vor, die im Laufe des beinahe neun Minuten langen Liedes immer weiter verfeinert und erweitert wird, sich selbst aber treu bleibt. Nach gut fünf Minuten wird dann der Höhepunkt mit Einsetzen des Gesangs erreicht. Dann wird es wieder ruhiger und der Song verabschiedet sich, wie er sich angekündigt hat; mit besagtem Gitarrenspiel.

Wie die Faust aufs Auge passt im Anschluss das kurze und brutale “How I Love To Kill You”, welches einen angenehm scharfen Kontrast ergibt.

Das Album ist nicht unbedingt für Menschen zu empfehlen, die ihren immer gleichen Thrash hören wollen, und auch wird nicht das bedient, was man von einer typischen Death Metal Platte erwartet. One Man Army And The Undead Quartet schafft etwas Neues aus altbewährten Elemeten. Dabei merkt man aber, dass es immer noch die gleiche Band ist (vom Wechsel im Line-Up einmal abgesehen), die “21 Century Killing Machine”(2006) herausgebracht hat. Auch wenn diese einiges dazugelernt hat, indem zum Beispiel die Intros gekürzt, beziehungsweise spannender gestaltet wurden.

Bestimmt/ leider /zum Glück (?) nicht massentauglich aber durchaus interessant für Metaller, die nicht ewig das Gleiche hören wollen.

Trackliste:

  • 1.Stitch
  • 2.The Zombie Syndrome(of acid and man)
  • 3.Inside The Head Of God
  • 4.Sandman Apocalypse
  • 5.The Pleasures Of Slavery
  • 6.Skeletons Of Rose Hall
  • 7.Devil’s Harlot
  • 8.Dark Epic
  • 9.How I Love To Kill You
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