One Past Zero – Master of the ObscureSchon seit 2005 treiben die beiden Schwaben hinter ONE PAST ZERO ihr Unwesen, doch trotz dreier veröffentlichter Releases reichte es noch nicht ganz für den gewünschten Vinyl-Plattendeal. Mit der vorliegenden Vier-Track-Promo „Master of the Obscure“ soll das nun geändert werden. Dessen schwarz/weiße Aufmachung kommt auf den ersten Blick recht punkig rüber, doch gemäß der ausführlichen Darstellungen im Beipackzettel liegen die Einflüsse irgendwo weit verstreut zwischen Black Sabbath, Priest, Motörhead, Venom, Arthur Brown und Konsorten. Doch ich denke, diese breit ausgeführte Anhängselei ist auch ein wenig das Problem, denn der etwas übertriebene Worship lässt ONE PAST ZERO zunächst eher nach einem Tribute-Act denn als eine eigenständige Band aussehen.

Trotzdem machen die drei eigenen Songs eine recht gute Figur: Der Sound klingt schön nach Keller und Moder, die Gitarren rotzen leicht verstimmt und sehr schwammig herum und der verhallte Gesang verkündet ein herrlich versoffenes „Fuck you!“, ähnlich wie einst Ozzy auf frühen Sabbath-Platten. Auch textlich gibt’s düstere Kost, beeinflusst von hochwertiger Literatur á la Poe, Kafka oder auch Lovecraft. Der vierte Titel ist „The Antichrist“, ein Tribut an Slayer. Die drei eigenen Titel lassen zwar noch relativ wenig Einblick auf das Spektrum der Truppe zu, dennoch zeigt man sich schon recht selbstbewusst und legt dem Demo bereits vorsorglich mal ein Bandfoto im Postkartenformat bei, um sich für allen kommenden Ruhm zu wappnen. Wer sich von der Truppe ein eigenes Bild machen möchte, der kann ganz old-schoolig bei dieser Adresse vorstellig werden:

Uli Hildenbrand
Saulgauer Str. 2
89079 Ulm/Wiblingen

Oder man schaut einfach auf die oben verlinkte Facebook-Seite.

Tracklist:
1. End oft he road
2. No one
3. Under the wheel
4. The antichrist (Slayer Cover)