In Reykjavík geschieht ein schreckliches Verbrechen. Der Archäologe Baldur ist verschwunden, in seinem Haus wurde ein Ritual abgehalten. Die Museumspädagogin Embla wird zur Auflösung um Hilfe gebeten. Sie vermutet eine Verbindung zu Baldurs umstrittene Thesen über die Herkunft der Isländer. Gleichzeitig geschehen in ganz Nordeuropa Morde, begangen durch die fixe Idee, einen alten Wikingerbund wieder aufleben zu lassen.

Der Isländer Óttar Martin Norðfjörð schafft mit „Das Sonnenkreuz“ einen Thriller, der an Dan Browns Verschwörungsromane erinnert. Die Geschichte ist vor allem für Leser interessant, die sich mit dem Symbolmissbrauch der NS-Zeit und historischen Begebenheiten im alten Island auskennen. Neben der Recherchearbeit sind auch Norðfjörðs Theorien und Ideen zu loben. Die Sprache bleibt dabei allerdings gewaltig auf der Strecke. Und auch die Auflösung des Ganzen wirkt unglaubwürdig und an den Haaren herbei gezogen.

Ein Thriller, der von seiner Spannung lebt, dessen Sprache aber kaum Lesespaß vermittelt. Am Ende des Buchs gelangt man zu der Überzeugung, dass weniger doch meist mehr ist.

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