Am 05. Oktober sollten die Wände des Rosenhofs in Osnabrück wackeln. Overkill luden zur Killfest Tour und sorgten mit ihrem Old-School Thrash bei jung und alt für kreisende Köpfe und akuten Tinitusbefall. Unterstützt wurden die amerikanischen Metal-Ikonen von 3 Inches Of Blood aus Kanada, den Norwegern Purified In Blood und Degredead aus Schweden.

Leider keine Fotos.

Pünktlich um 19:00 Uhr öffnete der Rosenhof seine Pforten und lockte die ersten durstigen Metalheads in die Halle und zu den Merchständen. Die Stunde bis zum offiziellen Anpfiff wollte ja überbrückt werden. Allerdings stürmten die Herren von Degradead bereits eine Viertelstunde vor Beginn die Bühne um der noch recht übersichtlich gefüllten Halle einzuheizen. Mit modernem Melodic Death Metal sorgten die Schweden auch für die ersten nickenden Köpfe des Abends. Im Laufe ihres halbstündigen Auftritts präsentierten die Jungs einen kurzen Überblick aus ihren drei bisher veröffentlichten Alben und legten einen routinierten Auftritt hin. Alles in allem ließ die Beachtung des Publikums jedoch eher zu wünschen übrig.

Es sollte sich an den modernen Sounds zunächst auch nicht wirklich etwas ändern. Die Norweger von Purified In Blood spielen Metalcore mit politischen Texten und ein Teil der Band pflegt einen Straight-Edge Lebenstil. Das Publikum wurde nur langsam warm mit den modernen Klängen der Norweger, die einige Titel von Ihrem aktuellen Album „Flight Of A Dying Sun“ präsentierten. Die Stimmung war also durchaus noch steigerungsfähig.

Als dann die ersten Töne des „Leather Lord“ durch die Boxen schallten, wurde das Publikum plötzlich lauter. Für viele waren die Herren von 3 Inches Of Blood ein zusätzlicher Grund um nach Osnabrück zu pilgern. Die Kanadier, die durch ihre Mischung aus Power und schnellem Heavy Metal und insbesondere ihrem letzten Album „Long Live Heavy Metal“ von sich reden machten, brannten ein ordentliches, metallisches Feuerwerk ab und die Halle wurde zum ersten Male an diesem Abend laut. Mit einem Querschnitt aus Ihrem bisherigen Schaffen und Songs wie „Destroy The Orcs“, „Deadly Sinners“ und dem großartigen „Battles and Brotherhood“ lieferten die zum überwiegenden Teil bärtigen Herren eine perfekte Einstimmung auf den Headliner des Abends.

Um 22:30 Uhr sprangen dann Overkill um Frontsau Bobby Blitz auf die Bühne und eröffneten Ihr Set mit „Come And Get It“ vom aktuellen Langspieler „The Electric Age“. Der Moshpit, der mit den ersten Gitarrensounds vom Zaum brach, sollte den Rest des Abends andauern. Bereits beim Klassiker „Rotten To The Core“ hörte man alle Kehlen erschallen und das Publikum raste. Blitz, der wild wie eh und je über die Bühne fegte, lies sich von der Stimmung anstecken und strapazierte seine Stimmbänder bis zum äußersten. Der Sound, der bei den Support-Acts noch hier und da ein wenig kränkelte, war nun glasklar und druckvoll (Die Ohren sollten am nächsten Tag definitiv an den Abend erinnern). Die New Yorker knüppelten sich quer durch ihre Diskographie, die bereits 16 Alben beinhaltet. Durch diese enorme Songanzahl wurden natürlich einige Klassiker nicht gespielt, so dass der ein oder andere Die-Hard-Fan sich noch ein paar andere Songs gewünscht hätte. Aber ultimative Klassiker wie „Ironbound“, „Thunderhead“, „Old School“ oder einer der Thrash Metal Übersongs „Elimination“ trösteten über diesen Umstand hinweg.

Nach dem ersten Abgang von der Bühne war der Hunger selbstverständlich noch groß. Mit der Zugabe zogen Overkill noch einmal alle Register und ballerten mit „Coma“, dem obligatorischen „Fuck You“ und „Powersurge“ noch ein letztes Mal großartige Metalsongs durch die Boxen. Am Ende standen verschwitzte, aber durchaus glückliche Kuttenträger mit klingenden Ohren an der Theke und stießen auf einen überaus gelungenen Konzertabend an.

Setlist (ohne Gewähr):

  • 1. Come And Get It
  • 2. Bring Me The Night
  • 3. Rotten To The Core
  • 4. It Lives
  • 5. Electric Rattlesnake
  • 6. Hello From The Gutter
  • 7. Ironbound
  • 8. Save Yourself
  • 9. The Wait
  • 10. Thunderhead
  • 11. Old School
  • 12. Who Tends The Fire
  • 13. In Union We Stand
  • 14. Elimination

Zugabe:

  • 15. Coma
  • 16. Fuck You
  • 17. Powersurge

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen