Wertung: 7 von 10

Finnischer Metal geht also auch ohne Operngejaule, Keyboardgeklimper, Folk-Gedudel, Texten über Orks, Elfen, Drachen und Co. und sonstigen Kram, bei dem man sich fragen muss, ob da jetzt eine Kirmestruppe oder eine Metal-Band auf der Bühne steht.


Auch wenn Oz alles andere als taufrisch und schon relativ früh in ihrer Karriere von Finnland nach Schweden gezogen sind dürften die wenigsten Leser die Band kennen. Kein Wunder, denn das letzte Album „Roll The Dice“ erschien 1991. Kurz darauf löste sich die Band auf, da sich während des Death Metal-Booms in Schweden kaum noch jemand für ihre Musik interessierte.

Nun meldet sich die Band mit fünf neuen Songs und sechs Neu-Einspielungen ihrer größten Klassiker zurück. Zum Line-Up gehören jetzt, neben den altbekannten Mitgliedern Ape DeMartini, Jay C. Blade und Mark Ruffneck die Gitarristen Michel Santunione (u.A. Gitarrist im Queen-Musical „We Will Rock You“) und John Berg (Ex-Dynasty).

Wenn man die neu eingespielten Klassiker nicht kennt fällt es einem schwer zu unterscheiden welcher Song schon 30 Jahre auf dem Buckel hat und welcher erst dieses Jahr geschrieben wurde. Zudem ist auch die Produktion von Nicke Andersson (Ex-Entombed, Ex-The Hellacopters) sehr gelungen, die Songs tönen zwar fett und knackig durch die Boxen, aber der Sound versprüht dennoch eine analoge Wärme sodass eigentlich jeder, der nicht ausschließlich auf rumpeligen Kartoffelkellersound steht zufrieden sein dürfte.

Musikalisch bewegt sich die Truppe irgendwo zwischen Saxon, Thor und Accept, mal eher 70er Hard Rock, mal NWOBHM-Sound aber immer eingängig und mit genialen Melodien und Refrains, so dass man sich ernsthaft fragt, wieso diese Truppe damals nicht wesentlich bekannter geworden ist.

Fazit: Eine wirklich sehr Scheibe voll mit feinstem traditionellem Heavy Metal, die jedem Oz-Fan einen Überblick gibt, wie die Band im Jahre 2011 klingt, die aber auch jedem anderen, der mit klassischem Metal etwas anfangen kann wärmstens ans Herz gelegt sei.

Tracklist:

  • 01. Dominator
  • 02. Searchlights
  • 03. Let Sleeping Dogs Lie
  • 04. Fire In The Brain
  • 05. Seasons In The Darkness
  • 06. Turn The Cross Upside Down
  • 07. Burning Leather
  • 08. Gambler
  • 09. Enter Stadium
  • 10. Total Metal
  • 11. Third Warning

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