Korpiklaani

Die Band Korpiklaani wurde 2002 in der finnischen Stadt Lahti gegründet und ist für ihren Folk-Metal und für ihre ansteckenden Gute-Laune-Songs bekannt. Auf Finnisch bedeutet Korpiklaani so viel wie „Clan der Wildnis“, was ihren eigenwilligen Stil sehr gut beschreibt. Die Texte ihrer fröhlichen Songs befassen sich mit Themen wie der Natur, Mythologie und natürlich auch dem Feiern. Nicht umsonst wird die Musikrichtung der Finnen oft scherzhaft „Bier-Metal“ genannt. Neben englischsprachigen und finnischen Liedern befinden sich auch einige Instrumentalstücke auf den Alben der Band.

Einflüsse

Korpiklaani selbst sehen ihre Einflüsse sowohl im Humppa als auch im traditionellen Heavy Metal, vor allem jedoch in der finnischen Folkloremusik. So kommt es auch, dass die Bandmitglieder neben Gitarre, Bass und Drums viele für eine Metal-Band eher ungewöhnliche Instrumente wie Violine, Akkordeon, Drehleier und Holzblasinstrumente spielen.

Bandgeschichte

Korpiklaani gingen aus der 1993 gegründeten Band Shaman hervor. 2003 veröffentlichten die Folk-Metaller ihr erstes Album „Spirit of the Forest“ bei der Plattenfirma „Napalm Records“. 2005 erschien der Nachfolger „Voice of Wilderness“. Spätestens zu diesem Zeitpunkt begab sich die Gruppe auf nationalen und internationalen Erfolgskurs. Nur ein Jahr später traten Korpiklaani zum ersten Mal auf dem berühmten Wacken Open Air, dem wohl größten Metal-Festival der Welt auf, wo sie sich mit ihrem feucht-fröhlichen Auftritt viele neue Fans erspielten. Es folgten unzählige weitere internationale Festivals und Headliner-Tourneen. 2008 wechselte die Band von „Napalm Records“ zum Major-Plattenlabel „Nuclear Blast“. Mit „Manala“ veröffentlichten die Finnen 2012 bereits ihr achtes Album.

Die Band und ihre Fans

Für die Nähe und den guten Kontakt zu ihren Fans sind die Finnen bekannt. Während der Konzerte zeigt sich Sänger Jonne Järvelä gern großzügig und spendiert den Zuschauern in schöner Regelmäßigkeit Freibier. Oft mischen sich die Musiker nach ihren Auftritten unter die Zuschauer, stehen für Autogramme, gemeinsame Fotos und einen Plausch zur Verfügung und schauen sich auf Festivals mit ihren Fans die Auftritte der anderen Bands an. Inzwischen hat die Gruppe international viel mehr Anhänger als in ihrer finnischen Heimat.

Aktuelle und ehemalige Mitglieder

Derzeit setzt sich Korpiklaani aus Sänger und Gitarrist Jonne Järvelä, Geiger Tuomas Rounakari, Akkordeonspieler Juho Kauppinen, Bassist Jarkko Aaltonen, Gitarrist Cane Savijärvi und Drummer Matson Johansson zusammen. Im Laufe der Jahre gab es innerhalb der Band jedoch einige Wechsel. Ehemalige Bandmitglieder sind Arto Tissari (Bass), Jaakko Lemmetty (Violine), Toni Honkanen (Gitarre), Teemu Eerola (Violine) und Ali Määttä (Perkussions).

Skyclad

Die 1990 gegründete Band Skyclad hatte erheblichen Einfluss auf den Folk Metal. Doch ursprünglich war die von Martin Walkyier und Steve Ramsey begründete Band als Musikprojekt gedacht, welches auf ein Album ausgelegt war. Doch die britische Band schrieb ein Stück Musikgeschichte. Zusammen mit Keith Baxter und Graeme English brachten die beiden 1991 ihr erstes Album unter dem Namen „The Wayward Sons of Mother Earth“ auf den Markt. Im Anschluss an die Veröffentlichung des Albums wurde die Band durch einen weiteren Gitarristen und die Violinistin Georgina Biddle erweitert. In dieser Konstellation bestritt die Band zahlreiche Tourneen. Im Rahmen dieser Tourneen traten sie mit namenhaften Szenegrößen wie Blind Guardian, Manowar und Black Sabbath auf und feierten ungeahnte Erfolge.

1996 spielte Skyclad sogar zusammen mit Subway to Sally eine Deutschland-Tournee. In dieser Zeit veröffentlichte die Band außerdem weitere sechs Alben. 1999 brachte die Band das Album „Vintage Whine“ auf den Markt. Bereits ein Jahr später folgte das Album „Folkémon“. Nach einigen Diskrepanzen wechselte die Band die Plattenfirma und war ab „Folkémon“ bei „Nuclear Blast“ unter Vertrag. Ende des Jahres 2000 verließ der bisherige Sänger Martin die Band. Grund dafür sollen unter anderem auch finanzielle Probleme gewesen sein. Da die Band stets viel Geld in die Planungen der Tourneen und die Gage von Gastmusikern investierte, blieb für die einzelnen Bandmitglieder in der Regel nur sehr wenig Geld über, sodass dies gut möglich ist.

Ein Indiz dafür ist auch die Tatsache, dass der Großteil der Bandmitglieder trotz der riesigen Erfolge noch „normalen“ Berufen nachgehen musste. Martin Walkyiers Posten wurde schnell von Kevin Ridley übernommen. Doch mit Martin war nicht nur ein Sänger, sondern auch eine Identifikationsfigur gegangen, die Ridley nicht ersetzen konnte. Auch den Schlagzeuger Jay hält nun nichts mehr in der Band. Wenig später kehrt auch er Skyclad den Rücken zu und wird durch Arron Walton ersetzt. 2006 unterschrieb die Band einen neuen Plattenvertrag beim griechischen Label „Black Lotus Records“.

Das bislang aktuellste Album der Band erschien 2009 unter dem Namen „In This…All Together“ unter Scarlet Records. Doch ihrem Stil ist die Band stets treu geblieben – Trash Metal unter Einfluss von Folk und Folk-Rock. Außerdem zeichnen sich die Songs von Skyclad auch dadurch aus, dass zahlreiche Parts der Violine zugedacht sind, die eigentlich einer Solo-Gitarre gebühren würden.

Finntroll – Metal aus dem hohen Norden

Die Finnen Teemu „Somnium“ Raimoranta und Jan „Katla“ Jämsen gründeten 1997 die Band Fintroll. Seitdem erreicht der finnische Folk-Metal aus Helsinki die gesamte Welt.

Der Anfang

Die erste Demo hieß „Rivfader“ und wurde im Januar 1998 von der Band aufgenommen. „Somnium“ spielte Bass und Gitarre und „Katla“ übernahm den Gesang und spielte Keyboard. Das fehlende Schlagzeug ersetzte ein Drumcomputer. Das Demo enthielt nur drei Songs und drei Instrumentalstücke und hatte eine Gesamtlänge von 21 Minuten. Für das Debütalbum wurden die Songs des Demos komplett neu eingespielt.

Jetzt war das mit Instrumenten möglich, denn die Band hatte sich vergrößert. Zu der Band gesellten sich: Gitarrist Samuli „Skrymer“ Ponsimaa, Keyboarder Henri „Trollhorn“ Sorvali, Bassist Sami „Tundra“ Uusitalo und Schlagzeuger Samu „Beast Dominator“ Ruotsalainen.. Die nun größere Band wurde von der Spinefarm Records, eine finnische Plattenfirma, unter Vertrag genommen. Das erste Album, „Midnattens Widunder“, bekam gute Kritiken. Mit dem zweiten Album, „Jaktens Tid“, gelang Finntroll weltweit der Durchbruch.

Musik und Texte

Die Band bezeichnet ihren Stil als „Trollish Hoedown Metal“. Metal-Klänge aus den Bereichen Black und Death Metal werden mit traditionellen Instrumenten und Klängen kombiniert. Die traditionellen Klänge entstammen überwiegend dem Humppa. Das Spektrum an Instrumenten ist breit gefächert mit Akkordeon, Flöten und Bläser.Oft erklingt ein Klavier und rundet die Musik ab. Finntroll hat damit seine eigene Sparte erschaffen. Typisch für die Band ist das die Tasteninstrumente melodieführend sind und die im Metalbereich vorwiegend typische E-Gitarre nur noch eine begleitende Funktion inne hat. Die so erschaffene Musik ist sehr melodisch und fröhlich und dadurch eingängig. Erweitert werden die finnischen Einflüsse in den aktuellen Veröffentlichungen durch russische Melodik.

Schwedisch ist „verdammt trollisch“ begründete der erste Sänger „Katla“ die schwedischen Texte, trotz der finnischen Herkunft. „Katla“ gehört außerdem zu einer finnischen Minderheit deren Muttersprache Schwedisch ist. Die Texte orientieren sich inhaltlich an Kriegs-, Natur- und heidnischen Thematiken, sowie Trollgeschichten. Letztere basieren auf Trollmythen und der Geschichte von Königen und Stämmen der Trolle.

Der Gesang der Band geht in die Richtung Black Metal, enthält aber auch Elemente der Gesangsform der Samen (finnische Ureinwohner).

Bandhistorie und Alben

Mittlerweile hat die Band fünf Studioalben veröffentlicht. Das sechste Studioalbum soll im März 2013 erscheinen.

Jan „Katla“ Jämsen verließ im Juni 2002 aus gesundheitlichen Gründen Finntroll, schreibt aber weiter Texte für die Band. Tapio Wilska übernahm den Part des Sänger. Vier Wochen später starb Teemu „Somnium“ Raimoranta. Neuer Gitarrist der Band wurde Mikael „Routa“ Karlbom. In dieser Besetzung erschien 2004 „Nattfödd“. Trotz der Veränderungen in der Band konnte Finntroll mit dem Album an den vorherigen Erfolg anschließen. Anfang 2006 verließ der Sänger Tapio Wilska, weswegen die gesamte „No-Mercy“-Tour abgesagt wurde. Neuer Sänger wurde Mathias „Vreth“ Lillmåns. Das nächste Album, „Ur Jordens Djup“, erschien im März 2007. Im Anschluss nahm die Band ein halbes Jahr eine Tour-Auszeit. Die Pause verzögerte das nächste Studioalbum bis November 2010.

Zwischenzeitlich unterschrieb Finntroll bei Century Media einen Plattenvertrag über drei Alben. „Nifelvind“erschien 2010 als erstes Album unter dem neuen deutschen Label. 2011 erschien eine Tour-Edition von „Nifelvind“, die eine zusätzliche CD mit Cover-Songs enthielt. Im März 2013 wird „Blodsvept“ in Deutschland veröffentlicht.

Dornenreich

Die Band Dornenreich wurde 1994 in Österreich gegründet und hat sich seitdem in die Musikgenres Black Metal und später auch Dark Metal eingegliedert. Die damaligen Gründungsmitglieder waren Jochen „Eviga“ Stock, der für Gesang, die elektrische und akustische Gitarre Bass und das Tamburin zuständig war und Thomas „Valñes“ Stock, der sich ebenfalls dem Gesang und der Gitarre verschrieben hatte, jedoch noch am Synthesizer und Chello stand. Thomas „Valñes“ Stock war schon vorher mit seiner eigenen Band Dunkelkind unterwegs, entschied sich dann jedoch für das neue Projekt Dornenreich. 2006 verließ Thomas „Valñes“ Stock die Band. Seitdem ergänzen Thomas „Inve“ Riesner, an der Violine, und Moritz „Gilvan“ Neuner am Schlagzeug und den Perkussions die Band. Moritz Neuner war vorher schon Mitglied der Band, spielte bis 2006 jedoch nicht bei Liveauftritten auf der Bühne mit.

Der Name Dornenkind wurde aufgrund der vielseitigen Interpretationsmöglichkeiten gewählt. Moritz „Gilvan“ Neuner verließ jedoch nach dem dritten Album „Her von welken Nächten“ die Band und war fortan mit anderen Projekten wie Abigor, Sternenstaub oder Darkwell unterwegs. Das erste Album „Nicht um zu sterben“ erschien 1997. Zwei Jahre später folgte das zweite Studioalbum „Bitter ist’s dem Tod zu dienen“. Erneut zwei Jahre darauf, 2001 erschien das dritte Album „Her von welken Nächten“. Mit dem vierten Album „Hexenwind“ ließ sich die Gruppe dann vier Jahre Zeit. Dieses Album war das Abschiedalbum von Thomas „Valñes“ Stock. Es wurde unter den Fans stark diskutiert, weil hier eher ein ruhiger Stil mit vielen Elementen der akustischen Gitarre einflossen.

Ein Jahr darauf, 2006, folgte „Durch den Traum“. Dieses sollte eigentlich in Kombination mit „Hexenwind“ erscheinen, jedoch entschied sich die Band kurzfristig dafür diese beiden doch getrennt auf den Markt zu bringen. Mit der Tour zum Album „Durch den Traum“ stand die Band 2006 erstmals in neuer Besetzung auf der Bühne. Hier wurde den Fans mitgeteilt, dass Thomas „Inve“ Riesner ab jetzt das neue, feste Mitglied von Dornenreich sei.

Das vorletzte Album, das 2008 erschien trug den Namen „In Luft geritzt“ und war das erste reine Akustikalbum der Band. Das aktuelle Dornenreich Album „Flammentriebe“ erschien im Februar 2011. In die Riege der Alben reiht sich als Highlight ein Live Album ein, dass 2009 erschien. Hierbei handelt es sich um „Nachtreisen Live at Summerbreeze 2007 (Metal-Show) und Live at Wave-Gothictreffen 2007 (Acoustic-Show)“. Parallel zu diesem Album ist auch die erste und bisher einzige DVD erschienen.

Die Band Dornenreich hat während ihres Bestehens mehrere Stilwechsel gehabt. So ist die einst als reine Black Metal gegründete Band heute nicht mehr klar einem bestimmten Genre zuzuordnen. Mit dem aktuellen Album „Flammentriebe“ schlägt die Gruppe wieder härtere Töne an und ist eher wieder in dem Anfangsgenre Metal zu finden.

Aktuell hat die Gruppe eine Zusage für das RAGNARÖK Festival 2013 am 05. und 06. April in Lichtenfels gegeben. Hier treten neben ihnen auch Gruppen wie Agrypnie, Carpathian Forest, Secrets of the Moon und Helrunar auf.

Equilibrium

Die Musikband Equilibrium ist eine sogenannte Pagan-Metal-Band. Ihre Texte sowie der kompositorische Aufbau ihrer Musik bezieht sich auf mythologische Themen. Pagan Metal ist eine Stilrichtung, die aus dem Black Metal entstand, aber in ihrer Musik eher heidnische Motive aufgreift, wohingegen Black Metal seinen Bezug zu Satan sucht.

Equilibrium entstand im Jahr 2001 durch die Gründungsmitglieder Helge Stang, René Berthiaume, Andreas Völkl und Sandra Völkl. Entstehungsort war das oberbayrische Maisach im Landkreis Fürstenfeldbruck. Der Name der Band kam aufgrund ihres ersten Konzertortes zustande. Eine Kirche in Maisach. Eigentlich sollte dieses Konzert einmalig bleiben und danach auch die Band selbst wieder aufgelöst werden, doch es kam anders.

Der Name Equilibrium wurde zudem aus dem Grunde gewählt, dass sich die Band am Anfang noch nicht auf eine Stilrichtung festlegte, sondern nur bekannte Metal-Songs coverte.

Zwei Jahre nach ihrer Gründung kam die erste Demoaufnahme von Equilibrium zustande, die dafür sorgte, dass die Band bei dem Plattenlabel Black Attack unter Vertrag genommen wurde. Das von René Berthiaume selbst produzierte Debütalbum Turis Fratyr kam allerdings erst im Jahr 2005 auf den Markt.

Im Oktober 2006 ging die Band zu Nuclear Blast, einem deutschen Musiklabel, und unterschrieb einen Vertrag für mehrere Alben. In der Folge entstand im Jahr 2008 das Album Sagas sowie im Jahr 2010 das Album Rekreatur.

Das Album Sagas, das am 27. Juni 2008 erschien, erreichte sofort Platz 30 auf den Media-Control-Charts, den wöchentlichen Chartlists der Media Control. Immerhin benötigte Equlilibrium fast ein Jahr zur Produktion des Albums.

Im Februar 2010 teilte die Band mit, dass sie sich von ihrem Sänger Helge Stang und dem Drummer Manuel di Camillo trennen. Im darauf folgenden Monat wurde Robert Dahn neuer Sänger der Band. Wiederum einen Monat später, am 1. April 2010, wurde das neue Album Rekreatur fertiggestellt. Auskoppelungen davon sind die Lieder „Die Affeninsel“, „Der ewige Sieg“ und „Verbrannte Erde“.

Den Stil ihrer Musik bezeichnet Equilibrium selbst als sogenannten Epic Metal. Obgleich der gutturale Gesang der Band ungewöhnlich ist, sind die Melodien äußerst melodisch und machen einen folkloristischen Eindruck, der durch den Einsatz von Keyboard und Gitarre noch verstärkt wird. Im bisher letzten Album Rekreatur werden fast alle Lieder durch ein Orchester unterstützt. Dabei wird durchweg ein hohes Tempo beibehalten und die Gitarren-Riffs stützen sich teilweise auf Elementen aus dem Power-Metal.

Aktuell besteht die Band aus den Mitgliedern Robert Dahn, Gesang, René Berthiaume, Gitarre und Keyboard, Andreas Völkl, E-Gitarre, Sandra van Eldik, Bass und Tuval Refaeli am Schlagzeug.

Obscurity

Die deutsche Band Obscurity wurde im Jahr 1997 gegründet. Die Band wird gerne in die Kategorie Melodic Death Metal bzw. Black Metal eingeordnet, wobei durchwegs auch Viking Metal Einflüsse in den Songs zu vernehmen sind. Gründungsmitglieder der Band waren im Jahr 1997 Nezrac, Dornaz, Ziu und Agalaz. Obscurity wurde auf Grund der unklaren Bedeutung als Bandname gewählt, welcher durchwegs übersetzt Unklarheit wie auch Dunkelheit bedeutet. Der Bergische Löwe dient als Markenzeichen der Band und zieht sich – vergleichbar wie ein roter Faden – durch die Bandgeschichte bzw. durch die Veröffentlichungen der Band.

Bereits im Jahr 2003 legte Dornaz seine Tätigkeit nieder und verließ die Band. Jedoch galt er immer wieder als „passives“ Mitglied, welches die Band immer wieder unterstützte und auch beim 10-jährigen Jubiläum mit von der Partie war. Nachfolger wurde Cortez, welcher durch sein Gitarrenspiel der Band verhalf eine Spur schneller wie härter zu werden.

Im Jahr 2003 unterschrieb die Band auch einen neuen Vertrag bei den Twillight-Vertrieben, welche das Album „Thurisaz“ auf den Markt brachten. Bei Massacre Records wurde das Album „Schlachten und Legenden“ im Jahr 2006 veröffentlicht.

Nezrac verließ im Jahr 2008 die Band. Agalaz übernahm den Gesang der Band, sodass eine Nachbesetzung nicht erfolgte. Mit dem Album „Varer“ im Jahr 2009 durch SMP Records Soulfood kehrte Dornaz wieder als Gitarrist zurück.

Immer wieder wird der Band vorgeworfen, dass sie politisch extreme Bewegungen unterstütze und sehr wohl eine „Lieblingsband“ von Nationalsozialisten sei. Obscurity hingegen gab immer wieder bekannt, weder für „Linke noch für Rechte“ Musik zu machen. Sogar in Booklets, Songtexten wie auch bei Auftritten versucht Obscurity immer wieder klar zu machen, dass sie keine politische Gesinnung vertrete. Grund für die Tatsache, dass die Band wohl gerne von politisch Extremen gehört wird, sind wohl die kämpferischen wie kriegerischen Lyrics als auch die mythologischen Themen, welche sehr wohl ansprechend wirken können. Politische Texte werden in der Regel nicht verfasst; durchwegs singt die Band in deutscher Sprache.

Mit den Demos „The Rebirth of the Dark Empire“ 1997 und „Christian Decay“ 1999 veröffentlichte die Band 2000 mit „Bergisch Land“ ihr erstes Album. „Thurisaz“ folgte 2004 nach, während „Schlachten und Legenden“ 2007 veröffentlicht wurde. Mit „Varar“ folgte 2009 der vierte Streich. Das fünfte Album „Tenkterra“ wurde 2010, das sechste Album „Obscurity“ wurde 2012 veröffentlicht. Charterfolge konnte die deutsche Band bislang nicht verbuchen, gilt aber in der Szene als Insidertipp.

Therion

Die schwedische Band Therion, welche im Jahr 1988 von Christofer Johnsson gegründet wurde, gilt als eine der besten Bands im Bereich Death-Symphonic Metal, wobei die Anfänge durchwegs als Death Metal Band begonnen wurden. Grund für die Veränderung waren die oftmaligen Wechsel der Bandmitglieder; rein Christofer Johnsson ist als einziges Gründungsmitglied der Band noch vorhanden. Insgesamt wurden bereits 12 Bandmitglieder ausgewechselt, davon zwischen 1993 und 2008 drei Mal der Gitarrist, von 1988 bis 2008 fünf Mal der Bassist und von 1992 bis 2008 vier Mal der Schlagzeuger.

Im Jahr 1991 wurde unter Deaf Records das erste Album der Band veröffentlicht. „Of Darkness…“ lautet der Titel, welcher ein Mix aus alten Songs (Demos) und neuen Songs war. Da der Plattenvertrag jedoch nur für eine CD abgeschlossen wurde, wechselte die Band zu Active Records.

Mit dem Album „Theli“ hingegen gelangte es der Band zum endgültigen Durchbruch. Johnsson ist bis heute der Ansicht, dass dieses Album durchwegs als Meisterwerk angesehen werden könnte. Großteils verbuchte „Theli“ in den verschiedenen Musikzeitschriften gute Rezessionen – ein Grund, weshalb die Verkaufszahlen durchwegs in die Höhe schossen und immer mehr Menschen auf Therion aufmerksam wurden, welche durchwegs bis zum Erscheinen des Albums als Insider Tipp in der lokalen Szene gehandelt wurde.
Das bislang letzte Album wurde unter dem Titel „Les Fleurs du Mal“ im Jahr 2012 veröffentlicht.

Während zu Beginn der Band – welche sich vor Umbenennung in Therion Blitzkrieg nannte – waren sehr wohl Einflüsse von Slayer oder auch Metallica wahrzunehmen. Doch desto länger die Band experimentierte, umso schneller wurde ein eigener Stil erkennbar, welcher in erster Linie in die Death Metal Kategorie einzuordnen war.

Vor allem das erste Album der Band war durchwegs von Death Metal beeinflusst worden. Texte, welche durchwegs politische Themen aufgriffen, waren genauso Teil der Band wie auch Texte, welche primär um den Tod handelten.

Seit 1991 konnte die Band 14 Alben veröffentlichten, wobei „Theli“ als bestes Werk der Band gesehen wird. Kommerziell erfolgreich war die Band mit dem 1998 erschienen „Vovin“, welches in Österreich auf Platz 48 und in Deutschland auf Platz 46 der Charts kletterte. Zudem veröffentlichte Therion drei Live Alben – „Live in Midgard (2002)“, „Live Gothic (2008)“ und „The Miskolc Experience (2009)“. „Live in Midgard“ wurde übrigens zum 15jährigen Bandjubiläum veröffentlicht und zeigt ein Konzert der Band.

Turisas

Turisas ist eine 1997 in Finnland gegründete Band, die von Mathias Nygard und Jussi Wickström begründet wurde und sich dem altertümlichen und finnischen Rock verschrieben hat. Das Genre nennt sich genau Viking Metal.

Wer ist für was zuständig?
Mathias Warlord Nygard ist für den Gesang zuständig, während Jussi Wickström an der Gitarre und am Bass sitzt. Am Schlagzeug sitzt Jaakko Jakku und am Bass Jesper Anastasiadis sowie am Keyboard Robert Engstrand. An der Gitarre ist Georg Laakso zu finden und auch Ari Kärkkäinen sowie am Keyboard Antti Ventolaund am Bass Sami Aarnio. Das letzte sind aber ehemalige Mitglieder, die nun nicht mehr dabei sind.

Der Stil der Band kann garnicht so genau eingeordnet werden, es handelt sich eher um eine gemischte Art mit Metal. Viking Metal nennt es sich genau und darunter versteht man finnischen Folk. Die Band selbst bezeichnet sich als Battle Metal. Also ein Mix aus Metal und anderen Stilrichtungen.

Was besonders hervorzuheben ist, ist dass die Mitglieder bei ihren Auftritten eine schwarz-rote Kriegsbemalung verwenden, welche das Markenzeichen der Band darstellt. Dazu wird schwarze Acrylfarbe genutzt und Filmblut verwendet.

Die Band steht seit dem Jahr 2003 weltweit unter Vertrag bei Century Media und hat 2004 ihr Debütalbum veröffentlicht. Anschließend gingen sie mit den apokalyptischen Reitern auf Europatournee. Dabei wurden sie alle von verschiedenen Gastmusikern begleitet, die Violine und Akkordeon spielten.

Der Gittarist Georg Laakso wurde im November 2005 Opfer bei einem Autounfall und erlitt einige Verletzungen. Später konnte er aber wieder erneut in der Band mitwirken und seine Kreativität einbringen. Am 12 Juli 2006 gab er aber seinen Ausstieg bekannt. Ein neuer Gitarrist wurde eingestellt.
Im Juni 2007 erschien dann dasAlbum Varangian Way, welches im Sound Supreme Studio aufgenommen wurde. Dabei handelt es sich um ein Konzeptalbum, welches eine Reise der Waräger aufgenommen hat. Hier werden verschiedene Erlebnisse beschrieben.

Die Band trat neben der Europatournee bei einigen Festen auf. Alben sind unter anderem das Stand Up and Fight, Rasputin, entstanden 2007 oder Taiston Tie von 1998. Im Jahr 2008 gab es sogar im Fernsehen eine Doku über die Band. Im großen und ganzen ist die Band sehr beliebt, auch wenn die Musik sehr speziell ist. Aber gerade das macht den Reiz dieser Musik aus. Perfektion in Vielfalt wird geboten für beste Ergebnisse und super originale Klänge.

Moonsorrow

Die nordische Band wurde 1995 gegründet und setzt sich aus den fünf Bandmitgliedern: Henri Sorvali, Ville Sorvali, Markus Eurén, Mitja Harvilahti, und Marko Tarvonen zusammen. Die Idee zur Band hatten dabei Henri und Ville Sorvali. Sie hatten die Vision Metall mit finnischer Folklore zu kombinieren und sind durchaus erfolgreich mit diesem Konzept.

Die Bandmitglieder- Henri Sorvali

Henri Sorvall wurde 1978 in Finnland geboren und spielt neben Moonsorrow auch in der Band Finntroll und in dem Moonsorrow Nebenprojekt Lakupaavi. Er übernimmt in der Band Moonsorrow Gitarre und Keyboard. Inspiriert wird der Finne durch Bands wie Anthrax, Bathory oder auch Cannibal Corpse. Er ist bekannt dafür nicht auf Tour zu gehen und trägt den Spitznamen: Trollhorn.

Die Bandmitglieder- Ville Sorvali

Der Cousin von Henri ist 1980 in Helsinki geboren und hat die Funktion als Texter und Bass-Gitarrist der Band. Neben seiner Muttersprache spricht er fließend Englisch und ein wenig Swedisch. Seine Idole sind Alan Avarill und Thomas Väänänen, beides auch Mitglieder nordischer Bands. Er spielt ebenfalls bei Human Death and Lakupaavi.

Die Bandmitglieder- Markus Eurén

Markus Eurén steht am Keyboard und ist Jahrgang 1978. Er spielt wie auch Ville und Henry neben Moonsorrow bei der Band Lakupaavi. Ein Idol von Markus ist Matti Kärki und er hört gerne Musikstücke von Dismember.

Die Bandmitglieder- Mitja Harvilahti

Im Jahre 1979 wurde der Gitarrist der Band in Helsinki geboren. Mitja studierte an der klassischen Gittare aber entdeckte seine Liebe auch zur Elektro Version. Er arbeitet neben der Bandmitgliedschaft bei Moonsorrow als Fotograf. Mitja war bzw. ist auch Teil anderer Band wie Tyrand, Milkweed, Shadow Cut. Er hatte bereits Gastauftritte in Alben anderer Bands. Dabei spielte er Gittare oder war aktiv am Gesang beteiligt.

Die Bandmitglieder- Marko Tarvonen

Marko, geboren im Jahr 1978 ist das älteste Mitglied der Band. Er spielt Schlagzeug und Gitarre bei Moonsorrow. Er beteiligt sich maßgeblich an dem Schreiben der Moonsorrow Musikstücke. Stark beeinflusst wurde er durch den 70er Jahre Progressive Rock und bringt diese Einflüsse mit in die Arbeit bei Moonsorrow ein.

Moonsorrow- eine einzigartige Musikrichtung

Das Zusammenführen von Metall mit finnischer Folklore ist das Geheimrezept der Band. Sie selber bezeichnen ihre Musik als „Epic Pangan Metal“. Die Musikstücke sind bis auf wenige Ausnahmen ín finnischer Sprache verfasst. Es werden überwiegend mythologische Themen auch aus Sagen der nordischen Kultur aufgefasst. Die epischen Lieder haben zumeist mit bis zu 30 Minuten eine sehr lange Spieldauer. Natürlich findet auch hier das Thema aufgezwungendes Christentum seinen Platz, wie auch bei anderen Epic Pangan Metal Bands.

Veröffentlichungen der Band Moonsorrow

Im Jahr 1999 erschien die Demo übersetzt „Der ewige Winter“. Darauf folgte das Debütalbum „Traum eines Wolfes“ über das Label Plasmatica Records. Insgesamt veröffentlichte die Band Moonsorrow fünf Alben mit sehr langen aber auch wieder kurzen Musiktitel. Die bekanntesten Songs sind wohl Sankarihauta, Pakanajuhla, Jotunheim und Huuto. Das aktuelle Album der Band Moonsarrow ist Varjoina kuljemme kuolleiden maassa. Das derzeitige Label der Band ist Spinefarm Records.

Die Stilrichtung der Band und gleichbleibend gute Qualität der Alben sorgt für treue Fans der Band. Die Live Konzerte sind darüber hinaus gerne besucht. Die Auftritte finden oftmals in Rahmen von Metall Festivals statt, wo selten auch Henri dabei ist. Die kräftigen Gitarrenklänge und die Texte,zumeist aus der Mythologie gegriffen spricht einen speziellen Musikgeschmack an. Fans schätzen auch die Nebenprojekte der Band, die weitere gute Musiktitel und ganze Alben liefern. Insgesamt ist Moonsorrow als erfolgreiche Band in ihrem Musiksektor zu bezeichnen, die stetig gute Musik für alle Fans des Genres liefert.


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