Painbastard mit Futurepop und Aggrotech vom Anwalt aus Leipzig

Die Band Painbastard ist eine Gothic-Band, deren musikalische Projekte in das Genre Futurepop und Aggrotech eingeordnet werden können. Hinter dem Bandnamen Painbastard steht Axel P. Der hauptberufliche Anwalt aus Leipzig ist sowohl Sänger und Musiker, als auch Produzent seiner Band. Hilfe bei der Produktion bekommt er von seinem Freund Axel K.

Painbastard

Gothic Mode bei EMP
Gothic Mode bei EMP *

Sein Interesse an elektronischer Musik veranlasst ihn 1995 zum Kauf eines Synthesizers, mit dem er zunächst einmal kräftig experimentiert. Seine ersten Songs sind klassisch orientiert. Bald steht für ihn fest, dass er seine Projekte alleine umsetzen möchte. Er ergänzt sein Equipment mit einigen Effektgeräten zur Manipulation der Stimme und beginnt mit den ersten Aufnahmen für eine CD.

Seinen ersten großen Live-Auftritt hat Alex im Vorprogramm der Bands Tanzwut, Dance Or Die und Blind Passengers, die in Leipzig auftreten. Sein Auftritt ist ein voller Erfolg, er knüpft erste Kontakte zur Szene und kann sich mit seinem EBM-Sound etablieren.

Die erste eigene Promo-CD mit dem Titel „Just Like Dying“ bringt er Mitte 2000 heraus. Nebenbei arbeitet er am Xceed-Projekt und beginnt Songs zu komponieren, die viele poppige Elemente enthalten. 2001 erschein bereits seine zweite Promo-CD „Mindevolution“, es werden jedoch nur 25 Exemplare gepresst.
Zur selben Zeit nimmt er sein erstes Xceed-Album mit dem Namen „Loose & Find auf. Außerdem beginnt er zusätzlich mit dem Nebenprojekt „Prototype“ und produziert zu diesem Zweck das Album „Electro Passion“.
Im folgenden Jahr kommt seine dritte Painbastard-Promo-CD „Skin on Fire“ und erstmals wird die Plattenfirma Accession Records auf ihn aufmerksam. Das offizielle Debüt muss jedoch verschoben werden aufgrund der Jahrhundertflut. Etwas verspätet schaffen er und sein Kollege Axel K. aber doch noch die Aufnahmen. Anfang Herbst ist „Skin On Fire“ schließlich in den Läden erhältlich und wird mit seinem EBM-Sound, der an die Band Suicide Commando erinnert, zum Verkaufsschlager in der Szene.

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Zu Live-Auftritten kommt es jedoch trotz des Erfolges kaum. Alex nutzt die Zeit, um an seinem nächsten Long-Player „Overkill“ zu arbeiten. Dieser kommt bereits 2005 in die Läden und ist wesentlich abwechslungsreicher im Rhythmus und besser zum Tanzen geeignet als sein Debüt. Außer ein paar Auftritten in Polen, Holland und Schweden bleiben die Live-Auftritte jedoch immer noch rar und eine große Tour kommt nicht zustande.

Alex stürzt sich stattdessen in neue Projekte, bastelt an einem Remix für SITD und bringt zudem noch eine eigene EP auf den Markt. „Storm OF Impermanence“ schafft es mit 45 Minuten Spielzeit aus vier neuen Tracks und fünf Remixen älterer Lieder sogar auf Platz 3 der DAC.

Gothic bei EMP
Gothic bei EMP *

Mitte 2006 kommt schließlich auch die lang ersehnte Live-Tour zustande. Zusammen mit Suicide Commando und Insekt tourt Painbastard quer durch Deutschland. „No Need To Worry“ wird zwei Monate nach der Deutschland-Tour veröffentlicht, der große Erfolg bleibt trotz zahlreicher Features (Diorama) und Remixen (S.P.O.C.K) jedoch aus und die CD kann nicht mit den Vorgänger mithalten. Den Rest des Jahres hört man kaum etwas von Painbastard.

2007 ändert sich das jedoch schlagartig. Painbastard bringt eine Doppel-EP in Zusammenarbeit mit SITD heraus und geht anschließend mit ihnen auf Deutschland-Tournee. „Klangfusion Vol.1“ enthält jeweils einen Remix der anderen Band sowie einige neue Tracks und weitere Remixe.

Im selben Jahr noch bringt Alex die CD „Borderline“ heraus, mit der er sich stilistisch ganz an den Vorgängern orientiert. Das bisher letzte Album von Painbastard erscheint schließlich im April 2010 und trägt den Titel „Kriegserklärung“. Inhaltlich übt Axel Kritik am heutigen gesellschaftlichen Denken und der Politik, bleibt aber musikalisch seiner Linie treu. Für die treuesten Fans von Painbastard gab es eine stark limitierte Sonderausgabe.

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Autor: ArchiVader

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