Anders als bei Human Paranoid liefern die Jungs zusammen mit Slave To Misery-Bassmann Barnes und Drummer Gerd Szuplinski einen eher gemäßigten, dennoch thrashlastigen Brocken Musik ab. Im Rahmen des diesjährigen Rockbar Festivals in Bünde präsentierte das Quartett aus dem Kreis Herford ihr Debüt in voller Länge live auf der Bühne. Die Songs sind eingängig und laden zum kollektiven Headbangen ein. Live überzeugte das neue Material auf jeden Fall und sorgte für ordentlich Stimmung.

Die Konservenversion der Stücke werden durch ein klassisches Orgelinstrumental eingeleitet bevor es mit “Piss Over Your Grave” zur Sache geht. Durch den stählernen Basssound macht sich zu Beginn schon fast ein bisschen Countryfeeling breit, das aber schnell durch das rotzige Organ von Phil in einem aggressiven Metallklumpen aufgeht. Die Songs sind im Allgemeinen etwas langsamer als bei Human Paranoid gehalten, machen deswegen aber nicht weniger Spaß. Vor allem der auffallende Basssound von Barnes geben Pankration einen starken Wiedererkennungswert.

Mit dem Song “It’s Doris’ Day” wird ein wenig mehr Härte in den Klang gegeben und Phils Stimme klingt räudig und fies. Genau so soll es sein.

Ein weiteres Highlight auf “Beretta’s Kiss” ist der Song “Paranoia”, der mit ordentlich Groove den Nacken zum Wippen bringt. Dieses Gefühl wird mit dem treibenden Stück “Racing With The Devil” aufrechterhalten. Das Stück fällt besonders auf, da es sich eher an klassischem Metal der 80er orientiert. Allein der Gesang von Phil erinnert daran, dass wir es mit Pankration zu tun haben. Auch dieser Song macht ordentlich Spaß. Zum Schluss wird es mit “Plague Of Misery” nochmal etwas härter und die Jungs beenden ihr recht abwechslungsreiches Album so wie sie es mit “Piss On Your Grave” begonnen haben. Also alles in allem eine runde Sache.

“Beretta’s Kiss” ist definitiv ein Album, das man sich als westfälischer Kuttenträger ohne zu zögern ins Regal stellen kann. Ob es für eine überregionale Beachtung reicht wage ich zu bezweifeln, da die Konkurenz ja mehr als riesengroß ist. Nichtsdestotrotz hat man bei Pankration auf keinen Fall das Gefühl es mit Anfängern zu tun zu haben. Den Herren merkt man ihre mehrjährige Erfahrung deutlich an und es lohnt sich auf jeden Fall, der Truppe auch mal live einen Besuch abzustatten.

Tracklist

  • 1. Dr. Phibes Clockwork Wizards
  • 2. Piss On Your Grave
  • 3. Revenge
  • 4. Rage To Riot
  • 5. Dirty To The Bone
  • 6. It’s Doris’ Day
  • 7. Divine Genocide
  • 8. Paranoia
  • 9. Racing With The Devil
  • 10. Plague Of Misery

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