Sabaton – Primo Victoria

Geschichtsunterricht, so wie ich ihn mag! Was macht man, wenn einem Historie aus Büchern zu anstrengend ist, und man lieber ne gepflegte Power Metal Scheibe hören möchte? Ganz einfach, man legt sich das aktuelle Werk der Schweden Sabaton zu.

Endlich mal wieder eine metallische Vertonung großer kriegsgeschichtlicher Ereignisse. Wo der Titeltrack „Primo Victoria“ noch klassisch episch vertont wird, tritt die Band bei „Reign of Terror“ schon richtig aufs Gaspedal und bringt so eine gewisse Brutalität – passend zum Titel – mit ins Spiel. Ein Vergleich mit deutschen Power Metal Bands wie Edguy oder Brainstorm ist musikalisch sicherlich unabdingbar, doch wo ein Herr Sammet sich in höchste Höhen schraubt, bleibt Herr Brodén so geil im Gurgelbereich, das man meinen könnte, er hätte direkt vor den Aufnahmen im berühmten Abyss-Studio der Familie Tätgren eine Flasche Whiskey getrunken.

Heroisch und kriegerisch geht es auch weiter. Mit Tracknamen wie „Counterstrike“, „Purple Heart“ oder „Stalingrad“ muss jedem geneigten Hörer eigentlich schon klar sein, worum es sich thematisch auf diesem Album dreht. Eine kleine Anmerkung zur Produktion der Platte sei mir aber noch gestattet. Obwohl im Abyss-Studio aufgenommen, wurde dieser Silberling finanziell komplett von der Band selbst getragen, da sie zum Zeitpunkt des Recordings keinen Labelvertrag hatte. Erst nach Fertigstellung gelang ein Deal mit Black Lodge / Sound Pollution. Kein Wunder bei diesem Meisterwerk.

Und so gebe ich zum ersten Mal, seit ich für dieses Magazin schreibe volle 10 Punkte. Die Jungs haben es sich verdient.

2005-02-28
Autor: Horsti

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Sabaton – Attero Dominatus

„Attero Dominatus“, das klingt ziemlich nach Teufelsanbetung, zumindest für jemanden, der nicht weiss in welchem Zusammenhang diese Worte stehen. So mag es ein einfacher Passant denken, wenn er diese Worte hören würde.

Ein Sabaton- Hörer hingegen weiss auf Anhieb: Hier kann es sich nur um die neue Scheibe der Schweden halten. Dass diese genauso reinhaut wie schon ihr Vorgänger „Primo Victoria“, kann man sich ebenfalls denken. Denn auch dieses mal knallt es im wahrsten Sinne des Wortes, sind doch erneut Kriegslieder aus der Moderne das Hauptthema des neuen Silberlings…

Jeder Metal- Hörer wird sich jetzt denken: Oh, toll, schon wieder gehts um Krieg? Ist doch nichts neues, das ist doch bei jeder Viking oder True Metal-Band mittlerweile völlig normal, ja fast schon langweilig.

Da mag er auch Recht mit haben, jedoch sollte hierbei erwähnt werden, dass es sich bei Sabaton nicht um mittelalterliche Schlachten handelt, sondern um die Kriegsschauplätze der Moderne. Schon bei „Primo Victoria“ war dies das Erfolgsrezept der Schweden und mit „Attero Dominatus“ machen sie da weiter, wo sie bei der vorgänger Scheibe aufhörten.

War es bei der letzten Scheibe noch die Landung in der Normandie, die den Opener darstellte, ist es nun die Eroberung Berlins, die bei Attero Dominatus dafür sorgt, dass das gleichnamige Album gleich beim ersten Lied dazu führt, dass die Zimmerwände wackeln. Auch hier ist der Opener ein regelrechter Ohrwurm. In Anbetracht der Tatsache, dass in Deutschland gerade wieder ein neu erstarktes Deutschlandgefühl herrscht nach der WM, könnte es bei dem ein oder anderen Hörer vielleicht einen faden Beigeschmack geben, wenn Joakim Brodén „Attero Dominatus, Berlin is burning“ ins Mikrofon brüllt, doch eigentlich sollte dies keine Probleme darstellen. Denn eines ist klar: Auch wenn es die Hauptstadt ist, die da brennt, es handelt sich hierbei um die Stürzung Nazi- Deutschlands, nicht um die Stürzung der Bundeskanzlerin Merkel.

Nachdem Berlin abgebrannt ist, kommt sofort das nächste explosive Mittel zum Einsatz. Nuclear Attack fängt genau da an, wo Attero Dominatus aufgehört hat, mit einem bombastischen Sound, im wahrsten Sinne des Wortes. Man merkt am neuen Album sofort, dass auch hier die Stücke sehr basslastig sind, aber gerade dass sorgt, neben der rauchigen, tiefe Stimme von Joakim Brodén, für die richtige Atmosphäre beim Zuhören und passt einfach ins Gesamtbild der Lieder.

Dass es sich dann bei Rise of Evil nicht um irgendeine Zombie Horrorshow handelt, sondern um die Entstehung Nazi Deutschlands sollte bis dahin so ziemlich jeder mitgekriegt haben. Der Text ist aber auf keinen Fall eine Verherrlichung der Dinge, ganz im Gegenteil. Wer zwischen den Zeilen liest, wird das genaue Gegenteil feststellen.

Generell ist dies der Fall: Die Schweden verstehen es erneut, wie auch schon auf „Primo Victoria“ den Krieg keinesfalls zu verherrlichen, ganz im Gegenteil, die Texte sind so verfasst, dass es sich eher um Warnungen handeln sollen. Rise of Evil ist im übrigen das erste ruhigere Stück auf dem Album, sorgt aber keinesfalls für einen Abbruch oder einen Durchhänger. Auch dieses Stück weiß durchaus zu überzeugen.

So geht es auf dem ganzen Album durchweg zu, ein Lied nach dem anderen spielt sich herunter, keines davon zeigt in irgendeiner Art und Weise etwa Schwäche, es ist bis zum Ende eine wahrhaft bombastische Scheibe, mit allem was das Metalherz begehrt: Soli, Drums, klasse Lyrics und einem Sänger, der es versteht, seine Stimme passend zu den Liedern einzusetzen. Denn sind wir doch mal ehrlich: Bei Kriegslyrics währen hohe Stimmen alá Tobias Sammet mehr als nur unangebracht. Eine tiefe, unheilvoll klingende Stimme muss es sein, und die hat Sänger Joakim Brodén ohne Zweifel.

Beim letzten Lied Metal Crüe handelt es sich dann um keinen Warsong aus der Moderne. Da mag der ein oder andere verwirrt sein. Doch wer schon beim letzten Lied vom Album „Primo Victoria“, nämlich Metal Machine, genaustens zugehört hat, dem wird aufgefallen sein, dass dort verdammt viele Titel aus bekannten Metalsongs wieder zu finden waren.

Und auch beim letzten Lied auf „Attero Dominatus“ ist ähnliches der Fall. Bei Metal Crüe handelt es sich hierbei jedoch nicht um die Titel, sondern um die Interpreten. Wer genau hinhört wird dort schnell bekannte Metal- und Rockinterpreten wiederfinden, unter anderem Queen, Rage, Motörhead oder Slayer. Natürlich sind es noch einige mehr, jedoch will ich hier jetzt nicht alles vorwegnehmen. Selber hinhören und herausfinden macht doch viel mehr Spass…

Fazit: Sabaton weiß erneut mit Kriegsliedern der Moderne zu überzeugen, und wer im Geschichtsunterricht aufgepasst hat, der sollte sofort wissen, um welche Schauplätze es sich hierbei handelt. Und wer einen schlechten Geschichtslehrer hatte, der sollte diesen aufsuchen und ihn mal diese Scheibe vorspielen, damit auch dieser weiss, wie der Geschichtsunterricht in Zukunft auszusehen hat. Denn dann wird definitiv keiner der Schüler mehr vor Langeweile einschlafen…

Es bleibt mir also keine andere Wahl als dem neuen Album von Sabaton satte 10 Punkte zu geben.

2006-07-28
Autor: Hirni

Sabaton – Metalizer & Fist for Fight

Da ist es nun, das lang erwartete Debütalbum der Schweden von Sabaton. Im Jahre 2002 mit dem Label Underground Symphony geplant, aber nie verwirklicht, erscheint jetzt „Metalizer“ unter dem selben Label, unter dem auch schon die ersten beiden veröffentlichten Releases „Primo Victoria“ und „Attero Dominatus“ herauskamen.

„Metalizer“ beginnt mit dem Track „Hellrider“ gewohnt schnell und bombastisch. Diese Band scheint sowieso ein Gefühl für Mitsingrefrains zu haben. „Thundergods“ und der folgende Titeltrack gehen in dieselbe Richtung, bevor es beim Intro von „Shadows“ zu einer kurzen Verschnaufpause kommt. Inhaltlich geht es hier um die Suche der verfluchten Menschenkönige unter Saurons Herrschaft auf der Suche nach dem einen Ring.

“Burn your crosses“ geht wieder voll auf die Zwölf und erinnert zum Schluss durch das einsetzende Spinett ein wenig an die Apokalyptischen Reiter. Folgt nun das Stück mit dem wohl ungewöhnlichsten Titel dieses Albums. „7734“ ist eher im Midtempobereich angesiedelt, benutzt aber auch die altbekannten Sabaton-Melodien. Leider war es mir nicht möglich, die Bedeutung dieses Titels in Erfahrung zu bringen. (Zur Auswahl standen z.B. ein Asteroid mit diesem Namen oder ein Miele Wäschetrockner). Wenn jemand etwas Näheres weiß, bitte ich um Belehrung.

Bei „Endless Nights“ fühlt man sich sofort an die Vorgänger/Nachfolger-Alben erinnert. Das ist aber auch schon eines der Probleme, die Sabaton mittlerweile mit sich herumschleppen. Viel Abwechslung ist musikalisch nicht vorhanden. Das wäre ja insofern nicht verkehrt, wenn dieses Album eine Brecherhymne á la „Primo Victoria“ oder „Attero Dominatus“ enthalten würde. Dieses ist jedoch nicht der Fall. Aber dazu später.“Hail to the King“, der achte Track dieser CD besticht wieder durch einen guten Refrain. Mein persönlicher Favorit auf diesem Album. Die Gesangslinie im ersten Teil der Strophe von „Thunderstorm“ kommt einem irgendwie sehr bekannt vor. Im Hintergrund erklingen die obligatorischen Keyboardchöre. Der nächste Track „Speeder“ macht seinem Namen alle Ehre. Schnell und ohne Einleitung geht es sofort zur Sache. Doublebase ist hier eine Pflicht. Der offiziell letzte Track „Master of the world“ ist wieder eine Midtemponummer. Abschließend beinhaltet die mir vorliegende Ausgabe der CD (Digipack) einen Bonustrack in Form eines Judas Priest-Covers. „Jawbreaker“ wird hier versabatoned.

Um nun noch mal auf den oben angesprochenen Punkt der Abwechslung zu kommen: Für Fans der Band wahrscheinlich schnurz, egal wie oft man die eine Melodielinie oder den ein oder anderen Riff schon gehört hat. Neueinsteiger sollten sich aber auf jeden Fall an die anderen beiden Veröffentlichungen halten. Man kann ja später immer noch hier zugreifen.Produktionstechnisch ist alles in sauberen Tüchern. Im allgemeinen hätte ich für diese CD 3 Gitarren vergeben, aber der Tatsache schuldig, dass es sich hierbei um ein schönes Digipack inklusive einer Bonus-CD mit der kompletten Demoscheibe „Fist for fight“ handelt, gibt´s noch ne Halbe oben drauf. (7 Punkte)

2007-03-16
Autor: Ace

Sabaton – The Art of War

Sabaton ist eine der wenigen Bands, die es schafft, auf der neuen Scheibe sowohl melodischer als auch härter zu klingen. Was sich im ersten Moment anhört, wie ein Widerspruch, ist dennoch hier geschehen; aber dazu später mehr.

Zuerst einmal ist festzustellen, dass – wie könnte es anders sein – thematisch wieder in die Kriegs- und Schlachtenkiste gegriffen wurde, treu dem Motto folgend: „Never change a running system“. Aber warum sollte sich das auch ändern, ist man doch bei den beiden Hauptveröffentlichungen „Primo Victoria“ und „Attero Dominatus“ (den Re-Release aus 2007 lasse ich mal weg) vortrefflich bei der Power Metal Gemeinde eingeschlagen. Eine Neuerung gibt es hinsichtlich des Aufbaus aber doch.

Die einzelnen Stücke sind durch Zitate aus dem titelgebenden „Art of war“, dem chinesischen, knapp 2500 Jahre alten Buch des Generals Sun-Tzu verbunden. Jenes Buch könnte passender gar nicht sein für ein Album-Release der Geschichtskenner aus Schweden, gilt es doch als das erste bekannte Schriftstück über die Kriegskunst, also über jenes Themenfeld, welches sich Sabaton seit jeher bedienen.

Um nun wieder auf die oben angeführte These zurück zu kommen, soll nun erklärt werden, wie sich der Widerspruch auflöst. Denn der melodische Teil, welcher schon früher durch einige Keyboardeinlagen hervorstach, wird vergrößert, soll heißen, die Keyboards werden stärker in den Vordergrund gebracht, was eine Vernachlässigung der Gitarrendominanz zur Folge hat. Aber für alle Gitarrenpuristen, die jetzt schon überlegen, nicht mehr weiterzulesen: Die Gitarren schlagen zurück! Zumindest kommt es mir so vor, dass in einigen Stücken die Saitenzupfer tiefer als bisher gestimmt sind, was dem Ganzen eine gewisse Mächtigkeit verleiht. So lässt sich meine oben getätigte Aussage halten.

Ansonsten bleibt alles beim Alten. Mächtige Chöre wechseln mit coolen Gitarrensoli. Die Stimme von Joakim Broden überzeugt ein weiteres Mal und die bombastischen Refrains tun ihr Übriges. Alles in allem meiner Meinung nach wieder ein tolles Stück Musik, was uns die sympathischen Nordeuropäer da abliefern. (9 Punkte)

2008-05-30
Autor: Michael

Sabaton & Dragonforce & Edguy

Was ein geiler Abend. Aber leider so kalt, dass ich mir eine Grippe eingefangen hatte – aber erstmal von Anfang an. Angefangen hat unser Tag mit dem „Ossensamstag“. Gegen 14 Uhr haben wir uns in die Stadt gewagt und wollten uns das Drama mal anschauen…

Und das war es auch. Überall besoffene Leute (dagegen ist ja nix zu sagen) aber das jede Minute von irgendwoher eine Flasche angeflogen kommt muß ja nicht sein. Die Blaulichtabteilung war auch ungefähr alle 30 Sekunden zu sehen.
Na ja, wir hatten trotzdem unseren Spaß. Nach einem Ausflug durch die Stadt haben wir uns dann auf den Weg zur Halle Gartlage gewagt. Unterwegs trafen wir dann auch gleich die ersten Edguy-Fans aus Hannover, die den Weg suchten. Nett wie wir sind haben wir sie dann gleich mitgenommen. Lieb oder?

An der Halle selber war vergleichsweise wenig los. Vor dem Eingang warteten etwa schon 20 Leute und auch OsnaMetal.de hatte Stellung bezogen. Aus dem berühmten OsnaMetal-Mobil klang tolle Musik und auch die Fahne war gehisst. Leider machte sie sich öfters mal selbstständig da der Wind sehr stark war. Ich bin dann erstmal Dönner essen gegangen.
Da gegen 18 Uhr der Einlaß sein sollte sind wir gegen ca. 17.30 Uhr wieder dort aufgelaufen. Auch die Warteschlange hatte sich schon deutlich vergrößert. Na ja, wie warteten und froren uns den Arsch ab. Zum Glück gab es ausreichend zu trinken!

Gegen 18.30 Uhr(!) dann erbarmten sich die Leute und öffneten uns. Aber zum Schock vieler war es im Vorraum genauso kalt wie draußen. Super! Und nochmal rausgehen und seine Jacke holen durfte man nicht mehr. Logik? Na ja, dafür war es drinnen nicht mehr so windig, aber das Bier kostete dafür 2,50 Euro. Gegen 19.30 Uhr wurden dann die Tore zum richtigen Saal geöffnet. Und gleich enterten die ersten die erste Reihe. Wir machten es uns erstmal auf der Tribüne gemütlich. Wer die Gartlage nicht kennt, hier mal eine kurze Beschreibung:

Eigentlich ist es glaube ich eine Halle für Tierauktionen, aber das merkt man nicht. Der Vorteil wie ich finde ist, dass man sich die Vorbands in Ruhe ansehen kann und nicht die ganze Zeit stehen muß. Dazu bietet die erhöhte Position natürlich auch einen wunderbaren Überblick.

Pünktlich um 20 Uhr legten dann die Schweden Sabaton los. Schon im Vorfeld erzählten viele, dass sie eigentlich nur wegen dieser Band hier waren, deswegen war ich gespannt was mich erwartet. Und ich muss sagen, die Jungs konnten mit ihren 20 Minuten wirklich überzeugen! Der Frontman Joakim Brodén bot eine powergeladene Show und sprang teilweise wie ein Flummy über die Bühne. Zwischendurch holte er seine Kamera herraus und filmte die abgehende Masse. Nicht schlecht …

Das Set bestand fast ausschließlich aus Songs des aktuellen Albums „Primo Victoria“ und Tracks wie „Wolfpack“, Metal Machine“ oder der Titelsong „Primo Victoria“, ein Lied was einem im Ohr bleibt, wurde begeistert von der Menge aufgenommen – sehr geil! Ich hoffe man darf sie nochmal und dann auch länger hier in Osnabrück erleben. Nach einer Umbaupause enterten Dragonforce die Bühne. Von hier aus einen Gruß an die Jungs aus Hannover, die ja extra wegen denen gekommen waren. Und die Truppe startete gleich ihr Melodic Brett, was auch geil beim Publikum ankam. Man merkte ihnen die Spielfreude wirklich an. Die ganze Bühne wurde genutzt und Gitarrist stellte sich über einen Ventilator damit seine Haare am wehen waren. Geiles Bild! Dazu war es eine „Multikuli-Truppe“. Einen Gitarristen mit Asiatischen Gesichtszügen sieht man glaube ich nicht so oft.

Die Jungs lohnen sich auf jeden Fall. Wiederkommen erlaubt! So macht ein Konzert Spaß! Nach einer (fast zu) langen Umbaupause startete dann der Headliner Edguy. Die Jungs sind mit ihrem neuen Album „Rocket Ride“ sehr hoch in die Charts eingestiegen, was man auch an den Fans merkte. In der ersten Reihe gab es auch mal kleine Blonde Mädchen mit Digicams. Aber einen Moshpit gab es nicht. Na ja, eine Band die polarisiert, aber ihren Weg geht und dabei wohl nicht schlecht verdient.

Zum Start hieß es dann „Ladies and gentlemen, welcome to the freakshow!“ Und Frontmann Tobias Sammet enterte mit seinen Jungs energiegeladen die Bühne. Zur Überaschung aller war hinter der ersten Bühne noch eine zweite, hinter einem Vorhang „versteckt“. Zum Start viel dann dieser Vorhang und man bekam freies Blickfeld auf Sammet & Co., einen riesigen Drumriser und Treppen, die etwas an KISS-Shows erinnerten. Auf jeden Fall nicht schlecht. Edguy merkte man den Spaß an und so ging auch das Publikum gut mit. Auch zeigte Tobias wieder seine berühmten Sprünge vom Drumriser, nach dem 15ten Mal wirds aber langweilig!

Insgesamt war es eine sehr geile Show, der das gewisse „Etwas“ aber fehlte. Vielleicht hätten mal ein paar Pyros der Show ganz gut getan. Trotzdem machte es einfach Spaß. Songs wie „Tears of a Mandrake“ oder die aktuelle Single „Superheroes“ brachen dann aber doch endgültig das Eis. Auch das Solo vom Schlagwerker Felix Bohnke zeigte, dass der Mann sein Instrument beherrschte. Das Hightlight war wohl, als mitten während seines Solos das Licht ausging und dieser Satz erklang:

„Lord Vader?“ „Yes Master?“ „RISE!!!“

Und Felix trommelte mit einer „Darth Vader“ Maske weiter, zu den Klängen vom „Imperial March“. Nicht schlecht, aber auch sehr lange. Aber den Leuten hat es gefallen und darauf kommt es ja an.

Insgesamt war es eine tolle Show und es zeigt mal wieder, dass Edguy den richtigen Weg eingeschlagen hat. So durften sie auch erst die Bühne verlassen, nachdem sie sich um ein paar Sticks und Pics erleichtert hatten und einigen Zugaben zum Besten gaben.

Toller Abend, gerne wieder!

2006-02-25
Autor: Dennis

Torian & Custard & Sabaton

Am 17.08. machten wir uns auf den Weg nach Datteln um wieder mal eine geile Band zu Gesicht zu bekommen. Kaum angekommen wurden auf dem Parkplatz auch schon neue Kontakte geknüpft und die Bierbong ausprobiert und weiterempfohlen – es ist doch immer wieder erstaunlich wie viel Bier man in 3 Sekunden runterkriegen kann…

Dann ging es rein zu Torian, und obwohl ich Orden Ogan gerne hätte sehen wollen sind auch die 5 Paderborner PowerMetaller nicht von schlechten Eltern. Zwar waren nur ca. 30-40 geneigte Zuhörer im Saal anzutreffen aber einige waren schon relativ zu Beginn am Mattenschütteln. Der Sound kam druckvoll und die Anlage war für die Größenverhältnisse ziemlich geil. Auch Fronter Marc Hohlweck schüttelte ordentlich sein nicht vorhandenes langes Haupthaar. Die Jungs begeisterten echt, auch wenn draußen noch eine ordentlich Menge stand und auf den Headliner Sabaton warteten, erfüllten die Jungens die Rolle des Openers gut.

Weiter ging es dann mit Custard, welche Sabaton auf der gesamten Tour supporten. Der kleine Saal im „JZ Dattlen“ füllte sich weiter. Es standen schon erstaunlich viele vor der Bühne – und alle gingen sie mit!

Fronter Guido forderte sogar wiederholt zum Mitsingen auf was einige auch prompt taten. Die Jungs lieferten eine geile Show mit geiler Mucke ab, die das geneigte Publikum mitriss. Einige fühlten sich etwas an Primal Fear erinnert, auch wenn so mancher über die Lautstärke klagte.

Custard begeisterten durch ein absolut energiegeladenes, professionelles und mitreissendes Stageacting; man merkte den Jungs an, dass sie Spaß hatten, und dass obwohl sie schon die Anstrengungen der halben Tour in den Knochen haben mussten.

Nahezu eine Stunde performten die Jungs, fast schon zu lang für einen Co-Headliner. Zumindest gingen viele schon vor Ende des Sets wieder aus dem Raum – mit unverständlich! An Musik und Band kann es nicht gelegen haben! Vielleicht war es doch der Ruf des Bieres, der, mit einem Preis von nur 1,50 für 0,5 Liter eiskaltes „Krombacher“, von sehr vielen deutlich wahrgenommen wurde!

Draussen wurde dann weiter Bier gestürzt und sich kräftig über die wichtigen Dinge des Lebens wie Männer oder Larp ausgetauscht, na ja wie´s halt so is´ mit den wichtigen Unterhaltungen.

Kurz bevor Sabaton loslegten sammelten sich schon mindestens 20 Leute so eng vor der Bühne, wie es eine von einem Wolf bedrohte Schafherde nicht hätte besser machen können. Lauthals „Primo Victoria“ und „Attero Dominatus“ singend wurde deutlich gemacht, wem der Abend gehörte. Dann kamen sogar „Hail, Hail to Sabaton“ Rufe, uns eher von den TrueMetallern Majesty bekannt, auf.

Und dann legten die Schweden los!

Nachdem sie sich einzelnen Bandmitglieder durch die Menge gebahnt hatten, was zum Teil recht schwierig war, krachte ohne Begrüßung oder Ansagen der erste Hit des Abends auf die gut 100 Leute im Saal ein! „Death in the shape of a panzer battalion“ gröhlte die Menge und dann ging´s ab! Bang, Bang, Bang. Es krachte sofort, mit geiler Performance und sattem Sound rissen sie sofort den ganzen Saal mit. Die ersten Reihen waren permanent am Bangen und der Saal war satt gefüllt!

Bei einem Solo in „Wolfpack“ wurde Lead-Klampfer Rikard von einigen auf der Bühne knienden Fans regelrecht angebetet. Zwischen den Songs erklangen dann wieder die bekannten „Hail, hail to Sabaton“ Rufe.

Die Combo spielte eine durchdachte Mischung aus Songs der neuen Platte „Attero Dominatus“, wie auch dem mittlerweile als Hit-Scheibe einzustufendem ersten Longplayer „Primo Victoria“. Als Fronter Joakim dann das nahende Ende verkündete machte sich logischerweise Missgunst breit. „Dies wäre nun der Moment, wo wir die Bühne verlassen, ihr klatschen müsstet und wir für eine Zugabe wiederkämen“, verkündete er, „leider ist dies hier nicht möglich also spielen wir die Zugaben sofort!“ und schon knallte den Fans ein kehliges „Through the gates of hell, as we make our way to heaven through the nazi lines“ in die Ohren, welche daraufhin (also die Fans, nicht die Ohren!) wie ein Mann „Primo Victoria“ zurück auf die Bühne schmetterten!

Als dann im folgenden noch ein Metal Medley, das eine Mischung aus „Metalmachine“ und „Metal Crüe“ darstellte, in die Menge geschossen wurde, gab es kein Halten mehr!

In Ermangelung einer Absperrung vor der Bühne wurde die selbige von ca. 20 Fans geentert, die gemeinsam mit den Schweden abgingen – nicht ganz ungefährlich und, wie mir Bassist Per hinterher mitteilte, auch von der Band eher als nicht so doll eingestuft – logisch! Schließlich stehen einige 1000 Euro an Equipment auf der Stage.

Um das Ganze zu entschärfen drehte Joakim noch eine Runde durch die Menge um mit seinen Fans zu singen. Das kam bei dem, zumeist angeheiterten Publikum sehr gut an.

Dann, als schon einige dachten es wäre vorbei, ging doch noch mal was! Die Fans ließen die Band nämlich einfach nicht von der Bühne, was in sofern doof war, da diese direkt an die Wand gebaut war! Wollte man runter musste man durch die Meute! Und ehe es Verluste gab entschied sich Sabaton spontan noch „We burn“ anzustimmen.

Das stimmte die Fans milde und nach über 1,5 Std. durften dann die Schweden auch von der Bühne…

Nachdem ich mir dann noch endlich ein Sabaton Shirt gekauft hatte ging´s wieder Richtung Osnabrück man muss ja fit sein für morgen!

Morgen geht´s dann nach Soest um Sabaton noch einmal in voller Pracht zu sehen.

Setlist Sabaton:
1. Panzer Battalion
2. In The Name Of God
3. Attero Dominatus
4. Nuclear Attack
5. Rise Of Evil
6. Into The Fire
7. Wolfpack
8. Purple Heart
9. Light In The Black
Extra: Primo Victoria
Extra: Metal Medly
Extra: We burn

2006-08-17
Autor: Mandra

Sabaton & Bullet & Torian

Am 27.09.2006 stationierten wieder die schwedischen Shooting-Stars Sabaton im „Bastard Club“ zu Osnabrück – „wieder“, da sie bereits im Februar diesen Jahres als Opener für Edguy die regionalen Metalheadz mit ihrem Symphonic-Power-Metal verwöhnen konnten.

Zu diesem Zeitpunkt konnte die Location gerade mal gut 2 Schulklassen ihr Eigen nennen, was vielleicht mitunter seine Begründung in dem eher ungünstigen Termin mitten in der Woche findet.

Die Paderborner ließen sich jedoch davon nicht beeinflussen und eröffneten mit „Headless Redeemers“ routiniert ihr Set. Sänger Hohlweck gab sich gewohnt locker und kontaktfreudig sowie seine Mitstreiter, welche sich ebenfalls als symphatische Musiker erwiesen. Leider sprang der Funke beim Publikum nur bediengt über. Kracher wie „Into The Winter“ und „Torian“, sowie „Burning The Gates“, welches auf dem neuen Album im Frühling 2007 erscheint, durften natürlich nicht fehlen.

Alles in allem ein gut-durchschnittlicher Auftritt, der sich absolut sehen lassen konnte.

Nach viertelstündiger Pause dröhnte aus den Boxen ein klischeetriefendes Motorradintro, das den Weg für Bullet ebnete.

Als erstes betrat die Instrumentalabteilung (sprich alle außer dem Sänger) die Bühne und rockte sich in guter Hardrock-Manier in den „Midnight Rider“. Nun folgte auch die stimmliche Unterstützung in Form von Hell Hofer, der glatt als der kleine Bruder von Candlemass-Fronter Messiah durchgehen könnte.

Der Vokalist überraschte die anwesende Zuschauerschar mit seiner Eierkneifstimme à la Brian Johnson und machte somit das AC/DC-Gefüge komplett. Auch wenn manch einer (uns eingeschlossen) bei dieser Erscheinung eher mit tiefen Growlattacken gerechnet hätte, wurde man nun bei geschlossenen Augen das Gefühl nicht los, dass sich hier AC/DC in jungen Jahren auf der Bühne breit gemacht haben. Auffällig war auch das optische Erscheinungsbild, da der Leadgitarrist ohne Probleme einen Job bei den Ramones hätte bekommen können und auch Bassist Lenny Blade stach durch Brusthaartoupet und regelmäßiges Fransenschütteln hervor.

Der sich immer mehr füllende „Bastard Club“ nahm die Musik der Schweden dankend an und setzte diese konsequent in Alkoholkonsum um. Das Publikum zeigte nun auch die Bereitschaft mehr auf die Band einzugehen und legte ihre bis dato abwartende Haltung ab. Von nun an herrschte ausgiebige Tanz- und Mitsinglaune!

Dies waren natürlich perfekte Vorraussetzungen für den Headliner des Abends: Die ebenfalls aus Schweden stammenden Powermetaller Sabaton.

Gegen 22:00 Uhr versammelte sich der eigens mitgebrachte Fanclub vor der Mitte der Bühne und heizte die bereits gute Stimmung mit „Sabaton“-Rufen ein. Diese ließen dann auch nicht länger auf sich warten und begrüßten die versammelte Masse in militärischem Tarnoutfit mit ihrem „Panzer Battalion“ vom in Fan-Kreisen schon als Kult-Album gehandelten Silberling „Primo Victoria“. Die aufstrebenden Schweden hatten von der ersten Minute an das Publikum voll im Griff; von Nervosität keine Spur. Das dritte Stück ließ erst ein Manowar-Cover („Warriors Of The World“) vermuten, entpuppte sich dann allerdings schnell als „Rise Of Evil“ von der aktuellen Scheibe „Attero Dominatus“. Darauf folgte ein sehr geiles melodiöses Intro von Keyboarder Mÿhr 200, das die Brücke zu „Into The Fire“ schlug. Schon nach den ersten 4 Songs wurde klar, dass Sabaton einen guten Abend erwischt hatten und eine gelungene Performance darboten.

In Frage stellte sich dabei jedoch Sänger Nr. 2, der Frontmann Joakim Brodén bei den Refrains unter die Arme griff, allerdings nicht vollends überzeugen konnte, da er einen eher überflüssigen Eindruck hinterließ.

Trotz allem gingen die Melodien ins Ohr, die harten Passagen rockten und ließen ungefragt die Gliedmaßen bewegen. Auch die Nackenmuskulatur machte sich selbstständig und meldete bereits nach der Hälfte des Sets erste Ermüdungserscheinungen. Dies ließ sich auch am Publikum festmachen, das es nun wieder etwas ruhiger angehen ließ, was durch die älteren eher zurückhalterenden Songs der Skandinavier noch bedingt gefördert wurde.

Auch der Spaß kam hier nicht zu kurz, da ein Spielfehler des Keyboarders für allgemeine Erheiterung sorgte und er sich ein paar flapsige Sprüche gefallen lassen musste. Nach dieser kurzen „Ruhephase“ gings dann zum Ende hin noch mal richtig in Form von „Primo Victoria“ und den beiden Zugaben „Metal Machine/ Metal Crüe“ und „In The Name Of God“ zur Sache.

Abschließend lässt sich sagen, dass Sabaton ihrer Headlinerposition gerecht geworden sind und sich an diesem Abend garantiert einige neue Fans erspielt haben. Im Gegensatz zu anderen Powermetalbands können sie durch abwechslungsreiches Songwriting/Arrangement punkten. Fans des melodiösen Metals sollten sich jetzt schon mal ein dickes rotes Kreuz im Kalender für die nächste Sabaton-Tour machen! Von dieser Combo ist noch einiges zu erwarten!

Im Anschluss an diesen gelungenen Abend wurde noch von „Rockkneipe Demons“-Besitzer Dirk zur After-Show-Party geladen, der der Großteil der Bands und einige Fans dann auch artig nachkamen und es feuchtfröhlich bei ein paar Dartspielen ausklingen ließen.

2006-09-27
Autoren: Scoom & Ulle

Any Tour Necessary mit Hammerfall, Sabaton und Bullet

Jaja, der Sonntag. Ein Tag der Familie, ein Tag, an dem man die Großeltern besucht, Zeit mit seinen Eltern verbringt und genau die Dinge tut, auf die man absolut keinen Bock hat. Aber dieser Sonntag sollte anders sein als jeder andere, denn angekündigt hatten sich Hammerfall mit ihrer „Any Tour Necessary“ – Tour.

Mit neuem Album in der Tasche und den Vorbands Sabaton und Bullet gastierten sie in der Halle Gartlage im Herzen Osnabrücks, um das Publikum von sich einzunehmen.

Dieses umfasste altersmäßig eine breite Spanne: Sowohl die Metal-“Neulinge“, die eingesessenen Metaller als auch die Senioren der Metalszene fanden sich unversehends nebeneinander wieder.

Letztere dominierten die Szenerie von Anfang an, als die Hard-Rocker Bullet erschienen. Mit Motorraddröhnen verkündeten die Boxen den Beginn eines Auftrittes, der mit einem lauten Jubeln von Seiten des Publikums begrüßt wurde. Deutlich erkennbar war dabei die Anlehnung der Schweden an ihr australisches Vorbild AC/DC, wenngleich das Quintett ein wenig härter zur Sache ging. Schörkelloser, dreckiger Hard Rock über eine Zeitspanne von immerhin 40 Minuten, der nicht nur akustisch, sondern auch optisch zu überzeugen wusste. Weniger die Bullet-Leuchtreklame auf der Bühne als das ewiggestrige und darum überzeugende Outfit der fünf Musiker trugen dazu bei, die Menge vor der Bühne gut anzuheizen.

Generationenwechsel zugleich mit dem Bandwechsel: Nachdem sich die ältere Zunft zu dem klassischen Gitarrengehämmer verausgabt hatte, wurde sie passend zu Sabaton von der Generation 20+ abgelöst, die sich vor die Bühne drängte. Mit einem lauten „Hello Osnabrück – we are Sabaton … and this is „Ghost Division“ erschien das schwedische Panzerbataillon auf der Bühne, wobei Frontmann Joakim ganz unkriegerisch ein dickes Grinsen zur Schau trug.

Es folgte der Namensgeber des aktuellen Albums „The art of war“, der als perfekter Mitgröhlsong die Kehlen des Publikums vor der Bühne forderte. Wer auf dem Wacken Open Air 2009 dabei war, wird wissen, dass Joakim schon damals darauf bestand, dass die Menge nicht nach Sabaton riefe, sondern „noch ein Bier“ zu fordern habe – eine schöne Sitte, die von dem Osnabrücker Publikum an diesem Sonntag auch ausgiebigst praktiziert wurde. Die Band quittierte das mit dem Satz „Germany is the only country where they do not ask for Sabaton, no, they ask for beer“, was ein lautes Gelächter beim Publikum hervorrief.

Die Kriegsmaschinerie lief mit dem Stück „Attero Dominatus“ weiter, bei dem die Menge einen ordentlichen Moshpit startete und ihr Gespringe bis zum Auftrittsende auch nicht mehr einstellte. Dieses fand statt mit dem Stück „Metal Machine“, auf der Setlist der Power Metaller humorvoll umbenannt in „Metal Dildo“.

Die Bühne wurde leer, die Halle wurde voll – das beliebte „Vorbands feiern“ außerhalb der Halle wurde aufgelöst, als sich der Headliner Hammerfall mit einem monsterhaften Intro ankündigte, das sich mit dem Stück „punish and enslave“ fortsetzte.

Das Publikum flippte angesichts des klischeemäßigen und damit altbewährten Auftretens, der entsprechenden Bühnendeko (mit Ruine und kleinem Wasserfall) und gelegentlicher Pyroeffekte schier aus.

Es ging weiter mit „Crimson Thunder“, wobei die Begeisterung der Meute vor der Bühne angesichts der klaren Falsett-Stimme des Fronters nicht enden wollte. Man sah durchgehend Haare flattern und die Menge freute sich über einen Hammerfall – typischen Gig.

Entsprechend war sie auch nicht mit nur einer Zugabe zufrieden. Nachdem die erste Zugabe nach dem Stück „Trailblazers“ das mitreissende „Let the hammer fall“ feilbot, wartete die zweite mit dem wahrscheinlich populärsten Stück von Hammerfall auf: „Hearts on fire“. Die Fans freuten sich, die Band ebenfalls, man hörte ein letztes Mal die gesamte Halle singen und moshte sich das Genick kaputt, bis der Auftritt dann endgültig vorbei war.

2009-03-22
Autor: Apocalyptic Warhammer

Sabaton, Eluveitie, Wisdom – Swedish Empire Tour 2012

So ein Metaller-Leben kann zuweilen ganz schön anstrengend sein. Die neue Arbeitswoche hat gerade erst begonnen und die Party vom letzten Wochenende steckt einem noch in den Knochen, da geht es am Montag schon wieder zum nächsten Konzert denn Sabaton sind auf Tour und gastieren heute in Osnabrück.

Mit Eluveitie und Wisdom haben sie außerdem zwei sehr interessante Support-Bands mit im Schlepptau, welche den Ticketpreis von knapp dreißig Euro absolut rechtfertigen.

Pünktlich um 19:30 Uhr starten Wisdom in ihr kurzweiliges Set. Schade, dass es gerade mal etwa 50 Nasen in die Halle geschafft haben. Denn die Ungarn liefern eine echt gute Show mit mächtig groovenden Mid-Tempo-Nummern, einigen schnellen Songs und der üblichen Powerballade ab. Der anfängliche Soundbrei entwickelt sich schnell zu einer gut abgemischten Mixtur aus kraftvollem Gesang, verspielten Gitarren-Riffs und einem treibenden Schlagzeug. Die schlichte Lichtshow untermalt dabei die Stimmungen der Musik gut. Im Laufe des Auftritts kommen immer mehr Leute in die Halle und lauschen interessiert. Ganz besonders gut kommt Wisdoms Coverversion des Iron Maiden-Klassikers „Wasted Years“ an. Sänger Gabor Nagy beweist zudem seine Fähigkeiten als Rampensau und feuert das Publikum nach bester Bruce Dickinson-Manier zum Klatschen und Mitsingen an. Insgesamt erinnert die Band ein wenig an alte Edguy-Sachen. Nach nur dreißig Minuten ist der Spaß dann leider viel zu früh vorbei. Doch die Band hat einen guten Eindruck hinterlassen und vielleicht den ein oder andere neuen Fan gewonnen.

Einer der Aufsteiger der letzten zwei Jahre ist die Schweizer Band Eluveitie. Ihr aktuelles Album „Helvetios“ erreichte in den deutschen Charts Platz 27. In der Schweiz sogar Platz 4. Außerdem touren sie sich gerade den Arsch ab und versprühen auf ihren Konzerten ein ganz besonderes Flair. Und auch wenn sie heute eher als Exoten im Billing gelten, werden sie vom Publikum richtig abgefeiert. Bereits als das Intro aus den Boxen dröhnt recken sich die Pommesgabeln der Bühne entgegen. Und schon geht es los mit dem Opener-Doppelpack „Helvetios“ und „Luxtos“. Der Sound ist von Anfang an voll da und alles kommt gut rüber. Die Stimme von Sänger Chrigel Glanzmann ist wie immer rauh und kratzig, jedoch absolut kraftvoll. Auch die für meinen Geschmack oft zu laute weibliche Gesangsstimme ist heute auf ein erträgliches Maß reduziert. Lediglich bei „ A Rose for Epona“ ist Anna Murphys Gesang laut und durchdringend zu vernehmen. Danach poltern Eluveitie munter durch die älteren Stücke der Band. Sogar das Debutalbum „Spirit“ ist vertreten. Bei den Fans kommt aber erwartungsgemäß „Inis Mona“ am besten an.

Das Publikum frisst der Band aus der Hand und macht bei den intonierten Mitsingspielchen bereitwillig mit. Allerdings leidet die Qualität des Songs darunter doch erheblich. Mir kommt es so vor, als fehle die Melodie fast komplett. Drehleier und Geige sind nur sporadisch zu vernehmen. Der Stimmung tut das aber keinen Abbruch und so geht es beim folgenden „Alessia“ und dem Finale noch einmal richtig ab. Zum Ende des gut 45-minütigen Gigs bedankt sich die Band dann noch einmal für den ungebrochenen Support und freut sich, wieder einmal in Osnabrück zu sein. Alles in allem also ein guter Gig, allerdings mit kleinen musikalischen Schwächen.

An dieser Stelle ein dickes Lob an die Bühnencrew und die Organisatoren. Der Einlass hat gut funktioniert, die Umbaupausen sind kurz und alles läuft wie geschmiert. Auch das Thekenpersonal hat die Sache gut im Griff und man bekommt seine Getränke schnell und problemlos. Der Hyde Park scheint heute auch genau die richtige Größe für diesen Event zu haben. Wenn auch nicht ganz ausverkauft, so ist das Konzert doch gut besucht und die Stimmung ist bombig.

Und dann ist es endlich so weit. Im Hintergrund der Bühne thront in blau und gelb das dreiteilige und nur durch große Strahler unterbrochene „Carolus Rex“-Banner und aus den Boxen schallt das altbewährte „Final Countdown“ von Europe. Jetzt ist die Halle endlich voll und die Stimmung hat ihren Höhepunkt erreicht. Langsam betreten die Schweden die Bühne und gehen mit „Ghost Division“ sofort in die Vollen. Das Osnabrücker Publikum ist total aus dem Häuschen und geht richtig steil. Auch die Band scheint heute richtig Spaß zu haben und ist bestens aufgelegt. Joakim, mit seiner obligatorischen Sonnenbrille, witzelt wie nichts Gutes und lässt uns wissen, dass „geil“ sein liebstes deutsches Wort sei. Auch die drei neuen Bandmitglieder fügen sich bestens in Bandgefüge ein und beweisen ihrerseits ihre Gesangskünste. Aufgrund des Besetzungswechsels kommen die Keyboard-Parts auf dieser Tour vom Band. Das hat jedoch keine negativen Auswirkungen auf die musikalische Qualität des Auftritts. „Noch ein Bier, noch ein Bier“ schallt es aus dem Publikum und sofort reagiert Joakim und veranstaltet unter den Anwesenden ein kleines Wettsaufen bei dem es darum geht, möglichst schnell einen Becher Bier zu leeren.

Weiter geht es mit einem musikalischen Feuerwerk der Extraklasse. Die Songs vom neuen Album zünden von Anfang an und die Menge erweist sich als äußerst textsicher. „Gott mit uns“, „Carolus Rex“ und das klasse „Lion from the North“ kommen so druckvoll und atmosphärisch aus den Boxen, dass mir die Gänsehaut den Rücken hinunterkriecht. Dabei verzichten Sabaton heute Abend vollkommen auf ihre sonst so üppige Pyro-Show. Erwartungsgemäß liegt der Schwerpunkt der Show natürlich auf dem neuen Album. Unterfüttert wird das Ganze natürlich mit Bandklassikern der Marke „Attero Dominatus“ oder „40-1“ Lediglich die frühen Alben werden vernachlässigt, was sicherlich den ein oder anderen „Alt-Fan“ enttäusche dürfte, jedoch zu erwarten war. Nach gut neunzig Minuten endet dann die Schlacht um Osnabrück mit dem frenetisch abgefeierten „Metal Crüe“. Noch minutenlang stehen die Konzertbesucher nach den letzten Akkorden, sichtlich beeindruckt, vor der Bühne und warten auf eine Zugabe. Die gibt es dann allerdings nicht mehr. Aber auch so geht der Auftritt mehr als in Ordnung.

Fazit: Ein sehr unterhaltsamer Abend mit klasse Bands die allesamt richtig Spaß hatten. Außerdem ist es den Jungs auf der Bühne bestens gelungen, das Publikum zu begeistern. Gerade für einen Montag ist das beachtenswert. Solche Konzerte besuche ich gern.

Setlist Sabaton:
0.Intro – The Final Countdown
1.Ghost Division
2.Gott mit uns
3.Poltava
4.White Death
5.Carolus Rex
6.Karolinens bön (schwedisch)
7.40-1
8.Cliffs of Gallipoli
9.Midway
10.The Lion from the North
11.The Hammer has fallen
12.Attero Dominatus
13.The Art of war
14.Primo Victoria
15.Metal Crüe

2012-09-10
Autor: Erle

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Autoren: Diverse v. OsnaMetal.de


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