Wertung: 8 von 10

Nach den zwei bereits ausverkauften Demos „Paranoize“ (2001) und „Bathroom Wall Philosophy“ (2003) legen PARANOIZE jetzt mit „High Humidity“ ihr reifstes Werk vor.


Und es ist wieder „nur“ ein Demo geworden, denn die fünf Bad Iburger haben sich gegen zwei Angebote kleinerer Plattenfirmen entschieden und stattdessen in Zusammenarbeit mit Frank Bornemann, der als Entdecker der „Guano Apes“ gilt, 3 Songs in den renommierten Horus-Studios (u.a. „Him“, „Guano Apes“, „Rolling Stones“, „Helloween“) aufgenommen. Dabei gab`s noch mehr namhafte Unterstützung, und zwar hat der „Accept“- und „Victory“-Gitarrist Herman Frank, der auch schon mal bei „Rose Tattoo“, „Saxon“ und „Molly Hatchet“ an den Knöpfen gedreht hat, die Scheibe zusammen mit den Jungs produziert. Dementsprechend professionell und dick ist auch der Sound geworden.

Wer jetzt allerdings aufgrund des ganzen Name-Droppings befürchtet, PARANOIZE überraschen diesmal mit `ner Hard Rock- oder Metal-Platte, darf aufatmen – sie sind ihrer eigenen Version des Alternative Rock treu geblieben und haben dabei mittlerweile ein Niveau erreicht, das deutlich über dem Status einer Nachwuchsband liegt. Die Songs bestechen durch abwechslungsreiches Songwriting, tolle Melodien und kleine Gitarrensoli, wobei die Rhythmus-Fraktion sowohl anständig groovt, als auch mal ordentlich nach vorne rockt. Bei einigen Riffs und Grooves muss man da schon mal an die Helden dieses Genres, die „Foo Fighters“ denken.

Woran man in jedem Fall denken muss, wenn man die „Titel“-Melodie des zweiten Songs „Bad Mood“ hört, ist die leider mittlerweile von uns gegangene, großartige Band „Payola“, mit denen Paranoize auch schon die Bühne teilten. Denn die haben auf ihrer Scheibe „Tod Motor Motel“ von 2003 den Song „Got Me Bleeding“, in dem exakt diese Melodie bereits vorkommt. Das gefällt mir natürlich überhaupt nicht. Stellt sich die Frage, ob es möglich ist, dass Paranoize unabhängig und ohne Einfluss dieses Songs auf die Idee dieser Melodie gekommen sind oder sich im Vorfeld von den Jungs von „Payola“ den Segen geholt haben, was ich mir persönlich beides nur schwer vorstellen kann. Ich finde das klärungsbedürftig!

Wie auch immer! Auf diesem richtig gut gemachten, rockenden Alternative-Brett liegt der melodische Gesang von Sänger Hendrik, der von unerwiderter Liebe, vom Verlassenwerden und anderen alltäglichen (Beziehungs-)Problemen erzählt. Zum Abschluss gibt`s dann auch noch `nen guten Tipp, was man tun sollte, wenn man mal traurig ist: „Sing When You`re Sad, But Close The Door If It Sounds Bad!“ Eigentlich keine schlechte Idee!

Anspieltipps:

I Won`t Complain

Bad Mood

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