Wertung: 8 von 10

Das ist sie nun. Die von mir so heiß begehrte Demo-CD der Gewinner des „Metal Battle“ Niedersachsen-Vorausscheids 2005, Parity Boot.


Das Licht der Welt erblickte die Combo um Gitarrist und Sänger Mattes im Jahre 1998.

Nach einigen Besetzungswechseln fanden die Jungs aus Sögel im Jahre 2003 zu ihrer Idealbesetzung und konnte so auf insgesamt 60 Konzerten ihr Können mit „Sicere“ und „Mob Rules“ u.a. unter Beweis stellen.

Nachdem ich die Postwurfsendung öffnete war ich richtig erstaunt. Erwartete ich doch eine ganz reguläre Demo CD. Aber nichts da! Parity Boot wissen mit einem komplett in schwarz gepressten Tonträger (von oben und unten!!!) und einer Verpackung aus Metall von der optischen Aufmachung her definitiv zu überzeugen.

Eingespielt wurde die Scheibe nur von Domi (Drums) und Mattes(Vocals und alle andere Instrumente!!!) um die Jahreswende 2003/2004. Als ich die Beschreibung des Demos las und sah, dass sie CD „at home“ sprich bei ihnen Zuhause aufgenommen wurde, war ich sehr skeptisch.

Doch schon nach dem ersten Hördurchlauf ist jeder Zweifel wie verflogen. Alle Instrumente sind gut herauszuhören und der Sound ist schön knackig.

Alle 4 Stücke klingen nach einer Mischung aus „Devin Townsend“, „Meshuggah“, teilweise sogar nach „Disbelief“ und selbst einige Nu-Metal-lastige Parts (Waiting & Pride 2004)sind vertreten.

Der erste Song „Waiting“ ist meiner Meinung nach der Höhepunkt des Demos, dessen Rafrain ein derart genialer Ohrwurm ist, dass er eigentlich verboten gehört.

Es folgt „Until we are strong“. Dieser geht etwas langsamer zu Werke, überzeugt aber mit seiner durch die Synthies, die eine beklemmende Atmosphäre schaffen.

Lied Nummero 3 ist die 2004er Version von „Pride“, ein midtempolastiger Song, der sich von der Strophe her stark nach Nu-Metal anhört, im Refrain dann aber wieder in die „Devin Townsend“-Ecke geht.

„Fail“, der schleppend aber brachial daherkommt und als eine Symbiose zwischen „Disbelief“ und „Devin Townsend“ beschreiben werden kann, schließt die CD super ab.

Die Songs sind nicht sonderlich frickelig sondern sehr druckvoll aufgenommen und komponiert. Sie wirken an keiner Stelle der CD langweilig oder überladen. Einen besonderen Reiz machen meiner Meinung nach die dicken Synthiewände aus, die ständig irgendwie bedrohlich wirken.

Der Gesang von Mattes reicht von rauem Brüllen im Stil von „Devin Townsend“ oder „Fear Factory“ bis zu clean Vocals, die sich stark nach Anders Friden („In Flames“) anhören.

Alles in allem ist Same eine sehr gelungene Demo CD, die zwar nicht durch abgefahrene Taktungen oder perverse Frickeleien im Stil von „Meshuggah“, sondern durch Eingängigkeit und Innovatio besticht.

Anspieltip: Waiting

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