Wertung: 6 von 10

Was lange währt, wird endlich gut. Und Pegazus haben sich nach ihrem letzten Album gute neun Jahre Zeit gelassen. Nun, ein Götteralbum ist nicht rausgekommen, aber ein neunjähriger Scotch schmeckt ja auch schon besser als ein Dreijähriger.


Dass aus der ehemaligen britischen Sträflingskolonie gute Musik kommt, haben schon AC/DC bewiesen. Das Ganze also nun mit einer Prise mehr Gitarre, mehr Leder, mehr Stahl. Nicht ganz so stahlhart wie Manowar aber deutlich metallhaltiger als irgendein Hard Rock.

Das Cover von Judas Priests “Metal Gods” macht die Richtung schon deutlich. Textlich bleibt es in den üblichen Gefilden, plakative Titel wie “Metal Messiah”, “Ghost Rider” oder auch vor Stilmitteln strotzende Zeilen wie “We live to Rock, we love to Roll” überschlagen sich nicht vor Kreativität, entsprechen aber allen Erwartungen. Der Sound kommt etwas drucklos aus den Boxen. Das Schlagzeug treibt zwar, der Bass wummert und die Gitarren dröhnen gut, die packende Kraft fehlt aber. Hier wird solider Heavy Metal geliefert, über die Genregrenzen wird Pegazus aber nicht fliegen können (um diesen Witz noch verbraten zu haben). Als kleines Schmankerl hat man zu “Old Skool Metal Dayz” (Ja, das ist wirklich so geschrieben), welches im Original mit einer Laufzeit von 4:33 Minuten aufwartet, eine Extended Version angefügt. Knapp zwei Minuten wilde Schreddersoli sind eine äußerst nette Beigabe, bleiben aber auch nur eine Beigabe.

Zum Schluss der Wetterber… das Fazit. Steht Heavy Metal drauf, ist Heavy Metal drin. Die Songs blieben nicht lange im Ohr, unterhalten aber kurzweilig. Hoffen wir dass Pegazus sich nicht schon wieder neun Jahre bitten lassen, neuer Hörstoff ist auch in einem alten Genre gerne gesehen.

Tracklist:

  • 01. Metal Messiah
  • 02. Road Warrior
  • 03. Old Skool Metal Dayz
  • 04. We Live To Rock
  • 05. Haunting Me
  • 06. Eye For An Eye
  • 07. Ghost Rider
  • 08. Metal Gods (Judas Priest Cover)
  • 09. End Of The World
  • 10. Death or Glory
  • 11. Old Skool Metal Dayz Extended Version
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