Wertung: 5 von 10

Nicht aus der US-Ostküste oder gar Irland, wie man vermuten könnte, kommen Pipes and Pints, sondern aus Tschechien. Street Punk mit Dudelsackklängen hätte ich aus diesem Flecken Erde nicht unbedingt erwartet.


Klingt das Intro noch recht melancholisch, bekommt man mit „Let´s Go“ sofort den ersten Partysong auf die Ohren. Die Band bewegt sich also in den gleichen Fahrwassern wie Flogging Molly oder die Real McKenzies, und Pipes And Pints machen ihre Sache auch recht ordentlich. Die von Whiskey getränkte, rauchige Stimme des stark tätowierten Sängers ist sogar besser zu verstehen, als die von Paul McKenzie. Viel Abwechslung können Pipes And Pints jedoch auch nicht bieten, hinzukommt, dass, wie so oft bei Celtic Punk Bands, der Dudelsack einem irgendwann auf die Nerven geht.

Leider ist ab der Hälfte des Albums ziemlich die Luft raus und teilweise scheint sich alles zu wiederholen. Unnötige und nervige „Na,Na,Na“-Rufe ruinieren einen guten Song wie „Bad Times“ und bei „When The Pipes First Play“ ärgere ich mich, dass das Hymnenpotenzial, das der Song hat, nicht ausreichend genutzt wurde. Pipes And Pints sind mit Sicherheit eher eine Live- Band. In der versifften Kneipe um die Ecke funktionieren sie wohl am besten.

Ist nach dem ersten Hören noch kein wirklicher Hit auszumachen, kristallisiert sich nach einigen Hördurchgängen „Kensington Club“ als Anspieltipp heraus. Dies ist ein eher ruhigerer Song mit einem Text, in dem sich mit Sicherheit die meisten Hörer wiederfinden können, denn er handelt von einer verflossenen Liebe. Dem Song zu Gute kommt auch, dass der Dudelsack hier nicht so penetrant wirkt.

Fazit: Durchwachsenes Album, doch wenn einem die Dropkick Murphys mittlerweile zu glattgebügelt sind, kann man sich „Until We Die“ zulegen.

Tracklist

  • 01. Intro – The gael
  • 02. Lets go
  • 03. City by the sea
  • 04. All I know
  • 05. Kensington Club
  • 06. Bad times
  • 07. Fight the fright
  • 08. When the pipers play
  • 09. Heaven and hell
  • 10. Braveheart
  • 11. Criticized
  • 12. Different way
  • 13. Where is my America

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